Montag, 17. Dezember 2018
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Arbeitskreis SchuleWirtschaft informiert sich über digitale Lernlandschaften im Gymnasium Hilpoltstein

Ende des Kreide-Zeitalters

Hilpoltstein
erstellt am 11.10.2018 um 18:40 Uhr
aktualisiert am 15.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein (HK) Auf großes Interesse ist die Jahresinfoveranstaltung des Arbeitskreises SchuleWirtschaft gestoßen, die diesmal im Hilpoltsteiner Gymnasium stattfand. Im Mittelpunkt stand die Führung durch die neu gestaltete digitale Lernumgebung, in der die fünften und sechsten Klassen in modern ausgestatteten offenen "Clustern" unterrichtet werden. Hier sind die jeweilige Jahrgangsstufen nebeneinander in einem Stock unter-
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Die digitalen Lernlandschaften interessieren die Gäste beim Infoabend des Arbeitskreises SchuleWirtschaft. Lehrer Sebastian Schreiber (links) zeigt den Besuchern das Material im neuen Lerncluster des Hilpoltsteiner Gymnasiums.
Die digitalen Lernlandschaften interessieren die Gäste beim Infoabend des Arbeitskreises SchuleWirtschaft. Lehrer Sebastian Schreiber (links) zeigt den Besuchern das Material im neuen Lerncluster des Hilpoltsteiner Gymnasiums.
Tschapka
Hilpoltstein
Vertreter aus Wirtschaft, Politik dem Schulwesen, aber auch der Jugendarbeit, Verbänden und Organisationen bekamen am Dienstagabend einen Überblick über die Aktivitäten des Arbeitskreises und einen Ausblick auf künftige Projekte. Der Vorsitzende des Arbeitskreises, Wolfgang Lösch, Geschäftsführer der Leoni Kabel GmbH, berichtete darüber, wie der Arbeitskreis vor neun Jahren reaktiviert worden ist und inzwischen zum festen Bestandteil der "Bildungsregion Landkreis Roth und Stadt Schwabach" geworden sei.

Laut der Gastgeberin des Abends, Direktorin Anja Hilbert, ist die Digitalisierung derzeit "das Megathema unserer Zeit". Allerdings dürften all diese neuen Möglichkeiten nicht zum Selbstzweck verkommen, sondern müssten in erster Linie der Sache dienen und die Menschen dabei unterstützten, ihre Bildungsziele zu erreichen. "Auf diese Weise können wir unsere Schülerinnen und Schüler darauf vorbereiten, was sie in der Arbeitswelt oder an der Universität erwartet", sagte Hilbert. Sie und ihr Kollege Sebastian Schreiber führten die Gäste durch die neue digitale Lernlandschaft, die sich vor allem im pädagogischen Konzept der "Lerncluster" eindrucksvoll präsentierte. Ziel dabei sei es, den Lehrkräften die Möglichkeit vielfältiger Unterrichtsmethoden und Sozialformen zu bieten, die vor allem auch die Selbstständigkeit der Schüler im Unterricht stärken soll. Erreicht würden diese Ziele zum Beispiel mit dem Leitbild "Schule als Lebensraum", was ein "grünes" Klassenzimmer im Freien beinhaltet, die Möglichkeit, die Klassenräume auch als Pausenzimmer zu nutzen, oder die offene Struktur der Klassen, die ein Fenster zu dem gemeinschaftlichen Aufenthaltsbereich der gesamten Jahrgangsstufe beinhaltet, um die sich die Klassenräume gruppieren.

Statt eines Computerraums gebe es neuerdings einen Laptopwagen, der bei Bedarf in die Klassenzimmer geschoben werde, ergänzt vom Whiteboard mit zahlreichen digitalen Darstellungsfunktionen. So kann man Informationen vom Smartphone direkt auf die Tafel senden. Natürlich sei es nach wie vor möglich, ganz klassisch auf das Whiteboard zu schreiben, lediglich die Kreide gehöre der Vergangenheit an, erklärte Schreiber.

Wegen der modernen Technik komme es hin und wieder vor, dass clevere Schüler den Lehrer bei der Lösung von Computerproblemen unterstützten. "Wir sind alle keine Hexenmeister, auch wir müssen da erst reinwachsen", betonte Schreiber. Auf jeden Fall wirke der Einsatz der modernen Technologie auf die meisten Schüler sehr motivierend. "Die Jugendlichen stehen heute einfach auf alles, was blinkt und leuchtet", so seine Beobachtung.

Bevor man die Infoveranstaltung mit einem Imbiss ausklingen ließ, informierte der neue Vorsitzende des AK seitens der Schulen, Norbert Valta, über die kommenden Ziele. Nachdem in den letzten Jahren der Schwerpunkt vor allem bei der Digitalisierung und dem Dualen Studium im Landkreis Roth gelegen hat, wolle man sich im nächsten Jahr intensiv auf das Thema "Karriere mit Lehre" konzentrieren. Dazu solle vor allem das Handwerk sowohl den Jugendlichen als auch den Eltern und den Lehrern in all seinen Facetten vorgestellt werden. "Auch in den Handwerksberufen haben Computer und moderne Medien längst Einzug gehalten", machte Valta deutlich.

Die Arbeitskreis-Geschäftsführerin Isolde Krahle von der Unternehmerfabrik Roth blickte auf die Aktivitäten der letzten Zeit zurück. Sie nannte unter anderem die Rother "Nacht der Ausbildung", den Besuch des Info-Schiffes "MS Wissenschaft" an der Lände vor wenigen Tagen und die Veranstaltung "Abi - und dann?" am Rother Gymnasium, die im Februar 2019 auch in Hilpoltstein stattfinden wird. Krahle verwies auf das erfolgreiche "Bewerbungstraining", das in Hilpoltstein und Roth angeboten werde, den Portfolio-Ordner des Arbeitskreises, der in ergänzter Form heuer bereits in fünfter Auflage erscheint, und auf den Internetauftritt www.ausbildung-roth.de mit seinen vielfältigen Informationsmöglichkeiten sowohl für Schulen und Schüler, als auch für Unternehmen auf der Suche nach Nachwuchskräften.
Tobias Tschapka
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