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Kämmerer Lafère legt Jahresrechnung 2016 vor – Daniela von Schlenk-Barnsdorf als Kreisrätin vereidigt

Eine „sehr erfreuliche Jahresrechnung“

Hilpoltstein
erstellt am 26.07.2017 um 13:40 Uhr
aktualisiert am 30.07.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein (mes) Was das Geld betrifft, kann sich der Landkreis Roth zurzeit nicht beklagen.
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Daniela von Schlenk-Barnsdorf ist seit Dienstag Mitglied des Rother Kreistags, sie rückt für Manfred Weiß nach.
Daniela von Schlenk-Barnsdorf ist seit Dienstag Mitglied des Rother Kreistags, sie rückt für Manfred Weiß nach.
Messingschlager
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Es wird kräftig investiert und trotzdem gehen die Schulden runter. Daher verwundert es nicht, dass Kreiskämmerer Jürgen Lafère am Dienstag im Rother Kreistag „eine im Abschluss sehr erfreuliche Jahresrechnung 2016“ vorgelegt hat.

Geprägt sei das Jahr von weiterhin hohen Sozialausgaben, aber auch von historischen hohen Einnahmen im Bereich der Grunderwerbssteueraufkommen und des überlassenen Kostenaufkommens. Allerdings sind die sozialen Nettoaufwendungen im Vergleich zu 2015 deutlich von 10,9 auf 9,7 Millionen Euro gesunken. Bewegt wurden 2016 rund 141 Millionen Euro, fast acht Prozent mehr als noch im Jahr 2015.

Über 17 Millionen Euro sind es 2016 gewesen, die der Landkreis investiert hat – davon 8,8 Millionen in Schulen und 5,9 Millionen in Straßen und Wege. Gefördert wurde er dabei von Bund und Land mit 6,5 Millionen Euro. Zudem wurden zwei Millionen Euro neu aufgenommen, da aber gleichzeitig 3,4 Millionen Euro getilgt wurden, sank die Schuldenlast auf 14,9 Millionen Euro. Da entspricht 119 Euro je Einwohner – etwa die Hälfte des Landesdurchschnitts. Erhöht wurde im vergangenen Jahr auch die Rücklage, um 1,8 Millionen auf 2,8 Millionen Euro.

Insgesamt betrachtet ein sehr gutes Ergebnis, sagte Lafère. Mit der Reduzierung der Verschuldung und der Erhöhung der Rücklage sei der Landkreis für die kommenden großen Zukunftsausgaben finanziell gut aufgestellt.

Eine dieser Zukunftsaufgaben ist der zweite Bauabschnitt des Gymnasiums, der nach dem Abriss des Hauses Pestalozzi im Oktober mit den Baumeisterarbeiten beginnt. Diese sind in der letzten Sitzung bereits vergeben worden und belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro – rund vier Prozent teuerer als erhofft. „Wir haben eigentlich gehofft, dass wir darunter liegen“, sagte Alexander Wernard vom Landratsamt. Allerdings sei es im Moment üblich, dass die Preise um bis zu 20 Prozent über den Berechnungen liegen. „Also doch noch günstig.“

Auch zur zweiten großen „Zukunftsaufgabe“ erfuhren die Kreisräte Neuigkeiten. Keine guten, denn Klinikchef Werner Rupp berichtet, dass der Antrag für den ersten Bauabschnitt vom Ministerium nicht berücksichtigt worden sei. „Wir werden nun alles tun, damit wir 2018 dabei sind.“ Aus verschiedene Quellen habe er bereits erfahren, dass dafür die Chancen gutstünden. Demnach würde 2019 mit dem Bau der neuen Intensivstation und der Intermediate Care begonnen.

Zu Beginn der Sitzung hat Landrat Herbert Eckstein (SPD) mit Daniela von Schlenk-Barnsdorf ein neues Mitglied des Kreistags vereidigt. Schlenk-Barnsdorf rückt für den im März gestorben früheren Justizminister Manfred Weiß nach, den das Gremium mit einer Schweigeminute würdigte. Eigentlich wäre Ottmar Brunner an der Reihe gewesen, doch der frühere Heidecker Bürgermeister hatte schriftlich am 27. März erklärt, dass der die Wahl zum Mitglied des Kreistags nicht annimmt. Nächte Nachrückerin auf der Liste war dann Daniela von Schlenk-Barnsdorf

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