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Ein starkes Gastspiel von Beady Belle in der Jegelscheune

Wendelstein
erstellt am 02.05.2018 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 05.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Wendelstein (ub) Halbzeit bei den Jazz & Blues Open Wendelstein.
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Perlende Schöheit aus Norwegen: Beady Belle.
Perlende Schöheit aus Norwegen: Beady Belle.
Foto: Unterburger
Wendelstein
Das Konzert der norwegischen Band Beady Belle in der vollbesetzten Jegelscheune bot eine stimmungsvolle Alternative zu den großen Gastspielen in der Eventhalle des FV, die am Wochenende über die Bühne gegangen waren. Im Mittelpunkt des mitreißenden Konzerts von Beady Belle stand die norwegische Sängerin Beate S. Lech.

"Beady Belle" heißt so viel wie "Perlende Schönheit". So kann man auch die Musik dieses jungen Quartetts beschreiben. Im Zentrum stand der elektronische Jazz, der oft auch in die Schublade Nu Jazz oder Acid Jazz gesteckt wird.

Die Band verstand es vorzüglich, verschiedenste Musikstile auf eine einzigartige Weise zu verbinden. Neben norwegischer Folklore, Pop und Jazz standen vor allem elektronische Klänge, aber auch die gute alte Hammond-Orgel B 3 im Zentrum des Geschehens.

Vielfältige Schattierungen prägten die Songs dieser Formation. Die Lieder präsentierten sich eingängig und gingen ins Ohr. Jeder Song klang anders. Eine Vielfalt von Stimmungen, ausgehend von tiefer Melancholie bis zur explodierenden Euphorie, prägten das Geschehen auf der Bühne. Die gertenschlanke Sängerin überzeugte mit glasklarer Stimme und charmanter, gewinnender Art.

Als Begleitband hatte Beate Lech ausgefuchste Musiker dabei, die ihre Chefin zielgenau begleiteten und kongenial unterstützten. Eine fabelhafte Band, die das Jegelscheunen-Publikum zu begeistern wusste. Herrlich, wenn die Hammond bis zur Schmerzgrenze aufgedreht wurde und sich der Gesang von Beate Lech ekstatisch in die Höhe schraubte, wenn sie im Duett mit dem Organisten sang und sich dabei wie eine Marionettenpuppe bewegte.

Die Musik von Beady Belle schwebte zwischen souligem Blues, Gospel und berührenden Balladen. Vor allem die ruhigen Nummern faszinierten die Zuhörer. Beate Lech zeigte Bühnenpräsenz und zog die Zuhörer mit ihrer ungekünstelten Art in den Bann. Sie verstand es, der intimen, manchmal auch ausgelassenen Musik ein Gesicht zu geben. Bei schnellen, fetzigen Nummern schien sie förmlich zu explodieren, um danach wieder in ein ruhiges, anmutiges Fahrwasser zurückzukehren.

Am Ende des starken Gastspiels drehte die Band noch einmal gewaltig auf und bot ein entfesseltes Spiel auf der Hammond-Orgel. Beady Belle gaben einen sympathischen Einstand. Ihr Mix von klassischem Vokal-Jazz und 70er-Jahre Soul, gewürzt mit hymnischen Folkklängen Norwegens, kam beim Publikum hervorragend an.

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