Mittwoch, 14. November 2018
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Arbeiten an der Weißenburger Straße sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein - Bürger fühlen sich schlecht informiert

Ein Bauprojekt jagt das nächste

Röttenbach
erstellt am 12.09.2018 um 15:39 Uhr
aktualisiert am 16.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Röttenbach (srk) In Röttenbach werden jetzt Nägel mit Köpfen gemacht: Nachdem sich der Erweiterungsbau des Rathauses für jedermann sichtbar als eine harmonische Verlängerung des bestehenden Gebäudeteils erwiesen hat, ist jetzt mit dem Schuttberg des abgerissenen Merz-Hauses in der Mühlstettener Straße der größte Schandfleck in der Ortsmitte verschwunden.
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Der Erweiterungsbau am Rathaus in Röttenbach nimmt langsam Gestalt an.
Der Erweiterungsbau am Rathaus in Röttenbach nimmt langsam Gestalt an.
Schrenk
Röttenbach
An nur zwei Tagen wurde der Bauschutt abgetragen und nach Rednitzhembach abtransportiert.

Die Septembersitzung des Gemeinderats in Röttenbach war von einer eigenartigen Stimmung geprägt. Kurz gesagt: Die Ratsmitglieder werden sich nun der großen Dimensionen all der Projekte bewusst, die sie in den vergangenen Monaten auf den Weg gebracht haben, und die nun Wirklichkeit zu werden scheinen. So vielversprechend die Projekte und ihre Realisierung auch sein mögen, so unangenehm ist die Situation derzeit für viele Röttenbacher Bewohner. Frank Konrad junior (CSU) berichtete davon, dass er von etlichen Bürgern darauf angesprochen, teils auch dafür angefeindet worden sei, dass die Straßenbauarbeiten ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen würden. So waren in der Weißenburger Straße eine ganze Woche lang die Hofeinfahrten gesperrt worden. Auch wüssten die Leute nicht, was genau gerade gebaut und wie lange die einzelnen Baumaßnahmen noch dauern würden.

Konrad schlug vor, an beiden Ortseinfahrten (Rother und Weißenburger Straße) jeweils eine große Bautafel aufzustellen, auf der das Bauvorhaben ausführlich erklärt und vor allem zuverlässig zeitlich abgegrenzt werde. Dabei müsse man sich natürlich mit der Baufirma abstimmen, um nicht wieder unhaltbare Termine an die Öffentlichkeit weiterzugeben.

Zudem würden die Hinweisschilder auf der B2 an beiden Ortsausfahrten irrigerweise den Eindruck erwecken, als könne man in Röttenbach nirgends mehr hingelangen. So sei zum Beispiel das Industriegebiet uneingeschränkt zugänglich, was man durchaus mit einer entsprechenden Beschilderung bekannt geben könnte.

Für seine Fraktion äußerte Konrad sich auch kritisch zur Situation in den Umleitungsstraßen. So werde die Mühlstettener Straße an mehreren Stellen von Privatautos zugeparkt, so dass der Durchgangsverkehr ebenso behindert werde wie Baufahrzeuge oder Schulbusse. Hierzu wurde der Vorschlag unterbreitet, man solle doch Halteverbotsschilder zumindest auf einer der beiden Straßenseiten anbringen und die Geschwindigkeiten generell für den Umleitungsverkehr auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzen.

Bürgermeister Thomas Schneider (FWG) nahm die Debatte zum Anlass, den Räten und den Zuhörern der Gemeinderatssitzung den aktuellen Stand der Bauarbeiten zu verdeutlichen. Die Kanalbauarbeiten seien, entgegen aller Versprechungen der Baufirma, immer noch nicht abgeschlossen. Hier habe es insgesamt vier Monate Verzögerungen gegeben, was vorher nicht absehbar gewesen sei. Die Arbeiten an der Weißenburger Straße seien, so Schneider weiter, "den Sommer über ein Trauerspiel gewesen". Man habe, so die Baufirma ihm gegenüber, nicht genügend Pflasterer finden können, um die anstehenden Arbeiten zu Ende zu bringen. Aktuell habe sich dies geändert, so dass die Straßenbauarbeiten an der Weißenburger Straße bis Ende Oktober abgeschlossen werden könnten, und die Straße in diesem Abschnitt wieder befahrbar sei.

Danach würde man den Kreuzungsbereich umgestalten, was etwa vier Wochen in Anspruch nehme. In diesem Zusammenhang verwies Schneider auch darauf, dass für Mitte September eine gerichtliche Verhandlung zum Gebäudekomplex in der Rother Straße, dem zweiten Schandfleck im Ortszentrum, stattfinden würde. Bei der Diskussion um die Sicherungsmaßnahmen der Gebäuderuine und um den Ankauf der Immobilie habe sich die Gemeinde stets "gesprächsoffen" gezeigt. Schneider hoffe, dass "sich hier in absehbarer Zeit eine Lösung auftun wird".

Nach der Straßenkreuzung habe man dann die Rother Straße im Visier. Mit den entsprechenden Arbeiten könne Anfang November begonnen werden. Da man dann aber mit ungünstigen Witterungsverhältnissen rechnen müsse, könne er zum jetzigen Zeitpunkt erst für Mitte 2019 eine Fertigstellung der gesamten Baumaßnahmen in Aussicht stellen. Dem Vorschlag, Bautafeln aufzustellen und die Umleitungsstrecken besser auszuschildern, könne er nur zustimmen. Man werde die Verwaltung entsprechend instruieren.
Abschließend bat Bürgermeister Schneider die Anwohner der Weißenburger Straße in der nächsten Zeit ihre Mülltonnen weiterhin in den angrenzenden Straßen (Jägerweg, Metzgersgasse, Pfaffenweg) abzustellen. Dort würden sie von der Firma Hoffmann dann auch abgeholt und entleert werden.

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