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Mittelfränkische FDP nominiert Marina Schuster aber erneut zur Spitzenkandidatin für Bundestagswahl

Acht Nein-Stimmen, fünf Enthaltungen

Ebenried
erstellt am 07.10.2012 um 20:14 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 18:58 Uhr | x gelesen
Ebenried/Greding (HK) Die FDP in Mittelfranken ist für das Wahljahr 2013 gerüstet. Auf allen Ebenen hat sie ihre Kandidaten bereits benannt. Zum Abschluss wurde am Samstag beim Bezirksparteitag in Ebenried die Gredingerin Marina Schuster erneut als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl nominiert.
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Ebenried: Acht Nein-Stimmen, fünf Enthaltungen
Blumen für die Kandidatin: FDP-Bezirkschef Jörg Rohde gratuliert Marina Schuster zur erneuten Nominierung der mittelfränkischen Liberalen für die Bundestagswahl. Rainer Erdel, Schatzmeisterin Katja Hessel und der stellvertretende Bezirksvorsitzende Wolfgang Hofmann (v. l.) schließen sich an. - Foto: Leykamm
Ebenried
Insgesamt votierten 42 der Delegierten für die Gredinger Bundestagsabgeordnete, die aber auch acht Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen hinnehmen musste. FDP-Bezirksvorsitzender Jörg Rohde war nach der Wahl der Erste, der Marina Schuster unter Applaus im Saal gratulierte und ihr einen Strauß Blumen überreichte. Die 37-Jährige bedankte sich bei ihrer „liberalen Familie“, die sie seit 2005 in Berlin vertritt.

Insgesamt 24 Reden hat sie dort gehalten (20 weitere wurden zu Protokoll gegeben). Damit liegt sie übrigens um Längen vor Peer Steinbrück. Der SPD-Kanzlerkandidat bringt es nur auf vier Reden in dieser Zeit. Bei diesem Mengenverhältnis von 6:1 konnte sich Schuster am Rande des Bezirksparteitags in Ebenried einen ironischen Seitenhieb nicht verkneifen. „Herr Steinbrück scheint eher außer-halb des Bundestags ein fleißiger Redner zu sein.“

Sie selbst fühlt sich in Greding und Berlin gleichermaßen wohl. „Ich liebe meine Arbeit“, betonte sie beim Parteitag. Einen Gegenkandidaten für die erneute Nominierung zur mittelfränkischen Spitzenkadidatin hatte Marina Schuster übrigens nicht. Ihr Bundestagskollege Rainer Erdel war zwar vorgeschlagen worden, ließ ihr aber den Vortritt und bewarb sich um Platz zwei der Kandidatenliste, wofür er auch den Zuschlag des Bezirkstags bekam. Hinter dem Dietenhofener folgen Michael Szekely (Erlangen), Franz Fleischer (Fürth) sowie Dieter Katterle und Tilmann Schürer (beide Nürnberg) auf den weiteren Listenplätzen. Lob für das Engagement von Schuster&Co gab es in Ebenried übrigens auch von Landrat Herbert Eckstein, der bekanntermaßen über ein anderes Parteibuch verfügt.

Entsprechendes Selbstbewusstsein verbreitete der mittelfränkische FDP-Chef Jörg Rohde selbst. „Never change a winning team“, erklärte er nach der Wiederwahl des Bezirksvorstands. Kleine Änderungen gab es nur in den Reihen der Beisitzer. So schied Klaus-Peter Wölfl (Hilpoltstein) aus familiären Gründen aus. Seinen Platz nimmt nun Tina Scheler (Thalmässing) ein. Bei den vielen Wahlen geriet die programmatische Arbeit beim Bezirksparteitag naturgemäß zu kurz. Sie werde aber im kommenden Wahljahr im Mittelpunkt stehen, kündigte Rohde an. Er zeigte sich zugleich erleichtert darüber, dass die Talfahrt der FDP auch in der Region vorbei zu sein scheint. Die Mitgliederzahl liege im Bezirk derzeit stabil auf einem Pegel um 750. „Wir haben auch wieder Eintritte“, so der Bezirksvorsitzende.

 

Von Jürgen Leykamm
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