Dienstag, 16. Oktober 2018
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Für neues Sportzentrum ist Bauherrengemeinschaft notwendig

Beide sitzen in einem Boot

Thalmässing
erstellt am 15.05.2018 um 18:14 Uhr
aktualisiert am 18.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Thalmässing (al) Wenn es im Moment in der Öffentlichkeit ruhig geworden ist um den Neubau eines Sportzentrums, so bedeute das doch keinen Stillstand.
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Das hat Bürgermeister Georg Küttinger in der jüngsten Sitzung des Marktrats versichert. "Im Hintergrund laufen ständig intensive Abstimmungsgespräche mit Vertretern des Turnvereins, dem Architekten und den Fördermittelgebern. " Als Nächstes steht die Gründung einer Bauherrengemeinschaft zwischen dem Markt Thalmässing und dem TV06 Thalmässing an, die für den Zuschuss des BLSV notwendig ist. Erst dann kann das Architekturbüro offiziell beauftragt werden.

Eigentlich sollte diese Gemeinschaft in dieser Sitzung bereits gegründet werden, doch fehlte noch eine Stellungnahme einer Rechtsanwaltskanzlei zu einer ersten Ausarbeitung des Gesellschaftsvertrags. Um keine weitere Zeit zu verlieren, wurde dieser Punkt beim jüngsten Treffen des Marktrats trotzdem besprochen. Die wesentlichen Eckdaten der Vereinbarung lagen jedoch vor. Der Markt Thalmässing bleibt Eigentümer des Sportzentrums, muss dem TV06 aber ein 30-jähriges Nutzungsrecht einräumen, erläuterte Kämmerer Martin Obermeyer. Das kann nicht gekündigt werden - eine Voraussetzung für den Fluss der Zuschüsse. Erst wenn die Entwurfsplanung fertig ist, kann eine Nutzungsvereinbarung abgeschlossen werden. Die wird regeln, welchen Anteil Breitensport und Schulsport jeweils haben. Auch ein Finanzierungsplan wird noch gesondert aufgestellt. Dass verschiedene Zuschussgeber bei diesem Vertragskonstrukt mitreden wollen, macht laut Kämmerer Obermeyer die Sache nicht einfacher.

Diskutiert wurde über die Frage, wie die Gesellschafterversammlung zusammengesetzt sein soll. Gemeinde und Turnverein schicken jeweils vier Leute in die Versammlung. Die Kommune ist mit dem Bürgermeister und drei weiteren Leuten aus der Verwaltung vertreten, weil die während ihrer Arbeitszeit an den regelmäßigen Terminen auf der Baustelle, die normalerweise immer tagsüber stattfinden, teilnehmen können. Zusätzlich werden in das Gremium aber die Jugendbeauftragte Eva Dorner und der Seniorenbeauftragte Reinhard Wenk beratend zu den Treffen der Gesellschafter geladen.

Auch Torsten Hahn (TL), Mitglied des Marktrats und Vorsitzender des TV06 Thalmässing in Personalunion, räumte ein, dass dieses Konstrukt recht schwierig sei, war sich aber sicher, dass die Zusammenarbeit funktionieren werde. So sah das auch Michael Kreichauf (CSU). "Dieser Formalismus ist beschwerlich, aber unumgänglich. " Kommune und Verein säßen in einem Boot, eine einmalige Zusammenarbeit in der Region. "Wir müssen die Kirche im Dorf lassen", fand auch Hahn, schließlich würden die Beschlussfassungen immer über Marktrat und Bauausschuss laufen. Das "Herzstück" sei sowieso die Nutzungsvereinbarung, sagte der Bürgermeister. Das Gremium billigte schließlich einstimmig die Gründung einer Bauherrengemeinschaft zwischen der Kommune und dem TV06 Thalmässing.
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