Montag, 19. November 2018
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Oberpfälzer Genossen stimmen mit deutlicher Mehrheit für Fusion mit Raiffeisenbank am Rothsee

Aus zwei Geldhäusern wird eines

Hilpoltstein
erstellt am 08.06.2018 um 15:29 Uhr
aktualisiert am 13.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hilpoltstein/ Freystadt (haz) Die Fusion der Raiffeisenbank Berching-Freystadt-Mühlhausen (BFM) mit der Raiffeisenbank am Rothsee ist perfekt: In Freystadt gaben am Donnerstagabend 550 Genossen 848 gültige Stimmen ab. 91 Prozent von ihnen votierten für die Verschmelzung der beiden Kreditinstitute. Die Hilpoltsteiner hatten bereits am Dienstag Ja gesagt.
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Es ist vollbracht: Die Vorstände der beiden Banken samt Bürgermeister Alexander Dorr (rechts) stellen sich am Ende zum Gruppenfoto.
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Dass viele interessierte Genossen aus dem Geschäftsbereich der Raiffeisenbank in die Mehrzweckhalle kommen würden, ließ die Vorabanmeldung, die der Einladung zur Versammlung beigefügt war, schon vermuten. 400 hatten eine Rückmeldung abgegeben. 150 kamen spontan dazu. "Ihre Anwesenheit ist ein Ausdruck für die Wertschätzung unserer Bank und der Arbeit der Mitarbeiter", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Sorgenfrei. Die Mitglieder der Raiffeisenbank am Rothsee hätten am Dienstag bei ihrer Fusionsversammlung mit 97 Prozent ein deutliches Zeichen gesetzt und dem Miteinander einen Vertrauensvorschuss gegeben.

Für die Vorstände der Banken stehen die Synergieeffekte im Vordergrund. Klaus Majehrke, Vorsitzender der Raiffeisenbank BFM betonte nochmals, warum man einen Zusammenschluss anstrebe: Ausgehend von den genossenschaftlichen Grundprinzipien der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung hätten die Vorstände beider Banken vertrauliche Sondierungsgespräche über einen möglichen Zusammenschluss beider Kreditinstitute zu einer Bank geführt. Übergeordnetes Ziel sei es, mit dieser Fusion "die nachhaltige Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit für eine starke, ländlich geprägte, genossenschaftliche Regionalbank zu sichern". Die Raiffeisenbank BFM sei zwar die übernehmende Bank. Jedoch erfolgt die Fusion auf Augenhöhe." Formal ändere sich der Name in "Raiffeisen - Meine Bank eG". Sitz werde künftig nicht mehr Berching sein, sondern Hilpoltstein. Hier relativierte er: "Der Sitz ist nicht wichtig". Es sei nur eine juristische Thematik und habe mit dem Geschäft nichts zu tun. "Es gibt auch künftig keine Zentrale." Die dezentrale Organisation an den bisherigen Standorten werde weiter bestehen.

Bürgermeister Alexander Dorr (Freystadt) führte an, dass seine Amtskollegen aus den beiden anderen Gemeinden und er sich Gedanken gemacht hätten. Im Vorfeld sei bestätigt worden, dass es für Kunden, Mitarbeiter und Standorte keine Nachteile bringe. Die Raiffeisenbank BFM stehe gut da. "In guten Zeiten muss man sich Gedanken über die Zukunft machen und konkrete Weichen stellen." Die Bank stünde vor der großen Herausforderung, den Spagat zu schaffen zwischen Service und Wirtschaftlichkeit. Es gebe zwar auch kritische Stimmen, wusste Dorr und bekräftigte für die drei Kommunen: "Die Fusion ist der richtige Weg."
 
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