Samstag, 15. Dezember 2018
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Roths Bürgermeister Ralph Edelhäußer stolz auf Rekord für Schloss Ratibor und die Übernachtungszahlen der Kreisstadt

"Aus dem sanften Mehr etwas mehr machen"

Roth
erstellt am 06.12.2018 um 18:19 Uhr
aktualisiert am 09.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Roth (lkm) Was die Beliebtheit bei den Urlaubern anbelangt, geht es mit Franken langsam, aber stetig bergauf.
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Der Freude darüber verliehen bei der 32. Mitgliederversammlung des Tourismusverbands Fränkisches Seenland die verschiedenen Grußwortredner Ausdruck. Dass die Versammlung im Schloss Ratibor in Roth stattfand, kam dabei nicht von ungefähr. Denn dort verbuchte man heuer einen neuen Rekord.

Als Verbandsvorsitzender machte der Weißenburg-Gunzenhausener Landrat Gerhard Wägemann allerdings auf ein diesjähriges Kuriosum aufmerksam. Heuer habe man sich doch tatsächlich auch als Touristiker "nach Regen gesehnt", was wohl nicht allzu oft vorkommen dürfte. Allein der Brombachsee verlor fünf Meter an Wasserstandshöhe. Nur langsam füllt er sich wieder - derzeit fehlen noch gut vier Meter bis zum gewohnten Pegel. Den Erfolg des Seenlands selbst müsse man als Gemeinschaftsleistung begreifen, so der Vorsitzende. Wichtig sei es aber auch, bei größeren Planungen und Beratungsbedarf die Geschäftsstelle des Verbandes zu kontaktieren.

Mit großer Leidenschaft stellte dann Ralph Edelhäußer den Werdegang des Schlosses Ratibor vom markgräflichen Jadgschloss zum Urlaubermagneten vor. Nach der Nutzung durch die leonische Industrie sei der Gebäudekomplex für die Gastronomie und den Tourismus entdeckt worden. Eine Traukapelle etwa locke Heiratswillige an. Für die Sanierung habe man aber auch viel Geld in die Hand nehmen müssen. Der Lohn sei aber unter anderem ein diesjähriges Plus von satten elf Prozent bei den Übernachtungen in Roth, die nun einen neuen Höchststand erreicht hätten. Das Schloss sei so sehr nachgefragt gewesen wie noch nie. Bald tut sich hier wieder etwas Neues: Die Bücherei wird wohl ausziehen und Platz für Seminarräume und dergleichen schaffen. Über mangelnde Nutzung lasse sich schon jetzt nicht klagen.

Doch Roth wolle noch mehr, etwa "gerne ein Hallenbad bauen", was im Stadtrat schon viele Jahre diskutiert werde. In jedem Fall sei es gut, dass eine zunehmende Zahl an Veranstaltungen in Roth die gesamte Seenlandregion stärker belebe, unterstrich Edelhäußer. So könne es gelingen, "aus dem sanften Mehr etwas mehr zu machen".

Angelika Schäffer zeigte sich als neue Geschäftsführerin des Tourismusverbands Franken begeistert von Edelhäußers "flammender Rede". Die von ihm genannten sowie viele weitere Aktionen bescherten dem Frankenland eine beeindruckende Entwicklung. Zum fünften Mal in Folge sei die Zahl der Übernachtungen gesteigert worden, die nun (für den Zeitraum von Januar bis September) bei über 24 Millionen läge. 2019 würde der Schwerpunkt ihres Verbands unter anderem auf die Gartenschau in Wassertrüdingen gelegt. Aber auch auf den neuen Fränkischen Wasserradweg. Eine Pressereise soll hier den Bekanntheitsgrad steigern.
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