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Wegeausbau wird teuer Fördermittel bleiben gleich hoch

Markt bleibt auf Kosten sitzen

Allersberg
erstellt am 14.03.2018 um 17:59 Uhr
aktualisiert am 17.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Allersberg (rm) Beim Ausbau des Weges zwischen Uttenhofen und Mörlach haben sich im Nachhinein höhere Kosten und gedeckelte Zuschüsse ergeben. Der Marktgemeinderat nahm dies zur Kenntnis. Noch Anfang August, zur Zeit des Amtsinhabers Bernhard Böckeler war im Bauausschuss eine Abrechnung vorgelegt worden, die von 52 215 Euro und einer 80-prozentigen Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) ausgegangen war.
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Allersberg: Markt bleibt auf Kosten sitzen
Foto: Reinhold Mücke
Allersberg

Damals, so legte Bürgermeister Daniel Horndasch den Markträten einen Auszug aus der Niederschrift vor, wären durch eine weitere Beteiligung der Jagdgenossenschaft mit 8000 Euro für den Markt ein Kostenbetrag von knapp 2500 Euro übriggeblieben.

Nachdem endgültig abgerechnet wurde, ergeben sich ganz andere Zahlen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf nun knapp 69 000 Euro. Und die Förderung des Amts für Ländliche Entwicklung beträgt zwar 80 Prozent, aber ausgehend von den geschätzten Kosten und damit gedeckelt auf 31 680 Euro. Dabei wurden bei der Abrechnung mit dem Fördergeber Rechnungen nicht anerkannt, weil "keine prüfbaren Vertrags- und Vergabeunterlagen vorlagen", wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Aber selbst wenn diese vorgelegen hätten, wäre die Förderung nicht höher ausgefallen, weil diese von Anfang gedeckelt gewesen sei. Die Beteiligung der Jagdgenossen war mit 8000 Euro festgelegt, dem Markt bleibt somit der Rest.

"Das hat doch das Amt für Ländliche Entwicklung gemacht, warum sollen wir für deren Bockmist einstehen", ereiferte sich Holger Gmelch (CSU). Benjamin Haußner aus dem Bauamt entgegnete, dass das Amt lediglich die Kostenschätzung gefertigt habe, man damit aber nicht zurecht gekommen sei. Es scheine dann damals die Berechnung nicht ausgereift gewesen zu sein, meldete sich Willi Harrer (FW) zu Wort und er fühlte sich nicht richtig aufgeklärt. Man sei dann falsch unterrichtet gewesen, stellte auch sein Fraktionskollege Thomas Schröder fest, weil man von 80 Prozent Zuschuss ausgegangen sei. Bürgermeister Horndasch wies darauf hin, dass Bernhard Böckeler als seinerzeitiger Bürgermeister extra noch nach Ansbach gefahren sei, aber die höheren Kosten wohl bezahlt werden müssten. Er fühle sich "verarscht" hielt auch Eduard Riehl (SPD) nicht hinter dem Berg. Siegfried Mücke (CSU) sah, dass dem Altbürgermeister nun eine Schuld in die Schuhe geschoben werden solle, die so nicht zutreffe.

Von Reinhold Mücke
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