Sonntag, 24. Juni 2018
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Mitglieder des Musikvereins verputzen die Außenwände, streichen den Innenraum und decken das Dach neu ein

Kapelle im Kaplansgarten erstrahlt in neuem Glanz

Allersberg
erstellt am 14.09.2017 um 18:57 Uhr
aktualisiert am 18.09.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Allersberg (jsm) Die kleine Kapelle mit der Mariengrotte im Allersberger Kaplansgarten wird zurzeit liebevoll saniert. Zahlreiche Mitglieder des Allersberger Musikvereins arbeiten am Dach und am Putz des hübschen kleinen Gebäudes.
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Allersberg: Kapelle im Kaplansgarten erstrahlt in neuem Glanz
Foto: Josef Sturm
Allersberg

Die Idee zur Sanierung entstand bereits vor einiger Zeit, als Pfarrer Peter Wenzel dem Musikverein Allersberg in seinem Vereinsdomizil unmittelbar neben dem Pfarrhaus einen Besuch abstattete. Dort traf er den Stammtisch der "Seniorenmusiker" an und im Gespräch kam schließlich die Rede auf die kleine Kapelle mit der Mariengrotte. Pfarrer Wenzel merkte an, dass die Kapelle dringend wieder hergerichtet werden müsse und bat die Stammtischler um Hilfe. Und diese sicherten spontan zu, das Kleinod auf Vordermann zu bringen.

Die Mitglieder des Musikvereins fackelten nicht lange, sondern machten sich voll Eifer an die Arbeit. So wurde der Verputz der Kapelle abgeschlagen und erneuert, die alten Dachziegel entfernt, das Gebälk ausgebessert und das Gebäude schließlich gleich wieder eingedeckt.

Außerdem säuberten die Helfer bei dieser Gelegenheit auch gleich den Platz rundherum und befreiten ihn von allzu dichtem Gebüsch. Somit ist die kleine Kapelle wieder von allen Seiten gut zu sehen. Auch im Inneren wurde die Kapelle gesäubert und frisch gestrichen, so dass sie nun wieder zu einem wahren Schmuckstück geworden ist.

Über die Entstehung und die Geschichte dieses Bauwerks konnte allerdings nichts in Erfahrung gebracht werden. Pfarrsekretärin Petra Schmidt-Lerzer hat die Annalen aufmerksam durchforstet, jedoch nichts gefunden.

Auch über eine Nachfrage bei der alteingesessenen Allersbergerin Maria Gmelch, die viel über die Geschichte des Ortes weiß, konnten sie leider nichts Neues erfahren. Vermutet wird bislang, dass die Kapelle vielleicht einmal ein ehemaliger Kaplan oder Lehrer erbauen ließ, da das heutige Kaplanhaus einst das erste Schulhaus am Hinteren Markt war. Während der Kaplansgarten heute aus einer Wiesenfläche mit Obstbäumen besteht, war dort früher ein großer Gemüsegarten angelegt.

Die fleißigen und hilfsbereiten Handwerker des Musikvereins zeigten sich jetzt sehr froh darüber, dass sie mit ihrer Arbeit ein gutes Werk getan und dem Bau zu alter Schönheit verhelfen konnten. Es ist geplant, dass die Kapelle vielleicht im Marienmonat Mai des nächsten Jahres eine Neusegnung erhalten soll.

Von Josef Sturm
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