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Ölschaden an der Grundschule von 2001 soll endgültig beseitigt werden

Eine nur scheinbar unendliche Geschichte

Allersberg
erstellt am 13.03.2018 um 17:59 Uhr
aktualisiert am 17.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Allersberg (HK) Die Behebung des Ölschadens auf dem Gelände der Sybilla-Maurer-Grundschule soll nun endgültig angegangen und eine Sanierung eingeleitet werden. Mit einem einstimmigen Beschluss hat der Marktgemeinderat am Mittwochabend die Verwaltung beauftragt, entsprechende Angebote einzuholen.
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Allersberg: Eine nur scheinbar unendliche Geschichte
Der Ölschaden auf dem Gelände der Grundschule ist 2001 zwischen den Gebäudeabschnitten 2 (links) und 3 entdeckt worden. Nun will der Allersberger Marktrat seine Beseitigung endgültig angehen. - Foto: Mücke
Allersberg

Dabei müssen die Arbeiten in enger Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt erfolgen, wie Bürgermeister Daniel Horndasch erklärte. Der Ölschaden war 2001 entdeckt worden, als der Bauabschnitt 6 der Grundschule mit der Aula zwischen den Gebäudeabschnitten 2 und 3 errichtet wurde. Umfangreiche Maßnahmen mit Abpumpen und Bodenaustausch waren damals nötig.

Jedoch ging das Drama weiter, im Oktober vergangenen Jahres holte der Ölschaden die Kommune wieder ein. Da war bekanntgeworden, dass das Wasserwirtschaftsamt auf weitere Gutachten und weitere Maßnahmen drängte. Eine Beprobung durch das schon 2001 hinzugezogene Büro R+H Umweltanalytik folgte - und das weist nun nach, dass im Erdreich eine mobile Ölphase schlummert, die abgepumpt werden muss. Das sei dringend notwenig, sagte Horndasch.

Aber auch die Raumluft müsse untersucht werden. So könne festgestellt werden, ob sich die Ölphase auch auf die Luft in den Räumen der benachbarten Grundschule auswirkt. Danach soll der Boden mit Bakterien geimpft werden, die das dann noch vorhandene restliche Öl quasi auffressen sollen. "Wir sollten die Sanierung angehen und nun die Maßnahmen durchführen", regte der Bürgermeister an, um den Ölschaden endgültig beseitigen zu können.

Warum denn nicht gleich die Bakterien zum Einsatz kämen, fragte Heidi Stimpfle (SPD) in die Runde. Das Abpumpen der mobilen Ölschicht werde auf alle Fälle mehrere Wochen oder Monate dauern, eventuell auch bis zu einem Jahr, klärte Daniel Horndasch auf, erst dann könne man weitersehen. Auf alle Fälle solle versucht werden, einen Bodenaustausch zu vermeiden - das sei von Anfang an das Ziel gewesen, hakte Eduard Riehl (SPD) ein. Das hoffte auch Horndasch, weshalb nun erst einmal abgepumpt wird. Und dann müsse man hoffen, dass die Bakterien tatsächlich die notwendige Hilfe bringen. Aber stellenweise könne ein Bodenaustausch noch dazukommen, räumte er ein.

Holger Gmelch (CSU) wollte auf alle Fälle auch Vergleichsangebote eingeholt wissen. Das aber sei so leicht nicht möglich, wandte Benjamin Haußner vom gemeindlichen Bauamt ein, denn entsprechende Firmen gebe es nicht viele und auch ein konkreter Umfang sei derzeit nicht bekannt. Norbert Schöll (CSU) erschienen die Raumluftmessungen so viele Jahre nach dem eigentlichen Schaden recht spät zu sein. Vor einigen Jahren seien schon einmal Messungen vorgenommen worden, lautete Haußners Hinweis. Also wurden die weiteren Maßnahmen nun ohne Gegenstimme durch die Ratsmitglieder beschlossen.

Von Reinhold Mücke
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