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Beteiligte "zufrieden bis sehr zufrieden" - Es gibt aber auch Kritik an der Stadt

Beim Volksfest lief's rund

Eichstätt
erstellt am 10.09.2018 um 16:42 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (EK) Der Autoscooter war fast schon zur Gänze verräumt, am Riesenrad wurden die Gondeln abgeschraubt, und das Kettenkarussell befand sich bereits in der Horizontalen - auf dem Eichstätter Volksfestplatz liefen die Abbauarbeiten am Montagvormittag auf Hochtouren. Die Wiesn-Bilanz fiel ausgesprochen positiv aus - es mischten sich allerdings auch einige Spitzen gegen die Stadt darunter. Der Festzug steht ebenfalls im Fokus.
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Wer die Protagonisten kennt, weiß, dass sie nicht gerade zu Überschwang neigen. Da ist die Aussage vom Vorsitzenden des Volksfestausschusses, Anton Straßer, beim traditionellen Abtrunk ein Beleg dafür, dass der zehntägige Feiermarathon wieder einmal ausgesprochen gut gelaufen ist: "Wir sind zufrieden bis sehr zufrieden." Festwirt Hans-Jürgen Fuchs pflichtete bei: Genauere Zahlen lägen zwar noch nicht vor, "aber sie dürften sich in ähnlichem Rahmen bewegen wie im vergangenen Jahr". Also war Fuchs - was sonst? - "zufrieden". Bräu Stephan Emslander stimmte in den allgemeinen Zufriedenheitskanon mit ein und ließ sich dann doch zu einem kleinen Superlativ hinreißen: "Das Eichstätter ist eines der schönsten Volksfeste in Bayern."

Das Eichstätter Volksfest 2018 ist schon wieder Geschichte: Zehn Tage war der Platz in der Schottenau das Epizentrum des geselligen Beisammenseins.
Das Eichstätter Volksfest 2018 ist schon wieder Geschichte: Zehn Tage war der Platz in der Schottenau das Epizentrum des geselligen Beisammenseins.
X. Preindl
Eichstätt
Das werde allerdings nicht entsprechend gewürdigt - zumindest vonseiten der Stadt. Deren Unterstützung für das "Fest zum Gernhaben" tendiere nämlich gegen null, kritisierte Ausschussvorsitzender Anton Straßer. Im Gegenteil: "Die stellen auch noch für alles Mögliche Rechnungen, und wir bezahlen brav." Beispiele für die mangelnde Unterstützung wollte Straßer nicht nennen - die Dinge würden sich aber summieren. "Wenn ich sehe, was andere Kommunen für ihre Feste tun, ist es um Eichstätt schlecht bestellt."

Ein weiteres Problemfeld ist der Volksfestzug: Nur ein einziger - wenn auch prächtiger und liebevoll gestalteter - Motivwagen, das Alte Stadttheater der vereinseigenen Faschingsgesellschaft, war diesmal mit von der Partie. Das gebe zu denken, räumte Straßer ein. Daher werde nun offen darüber nachgedacht, den Volksfestzug zu einem reinen Schützen- und Trachtenzug umzufunktionieren und auf Mottowagen zu verzichten.
Jürgen Knopp
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