Dienstag, 18. Dezember 2018
Lade Login-Box.

Gemeinderat Nassenfels beschließt Änderungen bei der Verkehrsinsel - Hundesteuer steigt

Leichter wenden

Nassenfels
erstellt am 07.12.2018 um 14:20 Uhr
aktualisiert am 12.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Nassenfels (EK) Die Verkehrsinsel an der Einmündung der Römerstraße in die Neuburger Straße wird umgestaltet; so beschlossen es die Nassenfelser Markträte um Bürgermeister Thomas Hollinger bei ihrer jüngsten Sitzung.
Textgröße
Drucken
Die Verkehrsinsel an der Einmündung der Römerstraße in die Neuburger Straße soll verändert werden. Durch abgeschrägte Randsteine soll für Linienbusse die Einfahrt erleichtert und so die Voraussetzung für Änderungen im Busfahrplan geschaffen werden.
Die Verkehrsinsel an der Einmündung der Römerstraße in die Neuburger Straße soll verändert werden. Durch abgeschrägte Randsteine soll für Linienbusse die Einfahrt erleichtert und so die Voraussetzung für Änderungen im Busfahrplan geschaffen werden.
Daniel Funk
Nassenfels
Busverkehr: Grundlegend für diesen Beschluss ist, dass so die Option geschaffen wird, dass die Buslinie Eichstätt-Neuburg und zurück eine Schleife durch den Ort ziehen kann. Derzeit hält die betroffene Buslinie nur an der Eichstätter Straße. Die Ursache liegt zum einen am Fahrplan: Die Verbindungen müssen am Abfahrtsort auf die Zubringerbusse warten und auch fristgerecht am Zielort ankommen, um weitere Anschlüsse zu erreichen. Der zweite Grund betrifft die besagte Verkehrsinsel. An dieser Stelle müssen die Busse nahezu eine 180-Grad-Wende vollführen - und das auf engstem Raum. Der erste Punkt kann von der Gemeinde nicht geändert werden; die Verkehrsinsel hingegen schon. Deshalb beschlossen die Räte, dass an dieser Stelle zwar nach wie vor eine Insel sein soll, diese aber optimiert wird: Anstelle der hohen Bordsteine sollen abgeschrägte Randsteine verwendet werden. Hierdurch können die Linienbusse diese Wende einfacher meistern. Eine Auflösung der Insel stellte hingegen keine Option dar: Zu wichtig ist diese Insel für den Schutz des Straßenverkehrs und der querenden Fußgänger. Für letztere wird eine weitere Verbesserung umgesetzt: ein flacher Durchgang soll eine barrierefreie Querung ermöglichen.

Bereits im Vorfeld hatte Bürgermeister Hollinger die Optionen mit dem Busunternehmen und der Polizei abgesteckt. Bei diesem Termin erhielt er bereits die Zusage, dass für zwei Linien eine Änderung der Route kurzfristig eingeplant wird. Eine Ausweitung zusätzlicher Linien wird durch die Gemeinde Nassenfels angestrebt und wird in der Stellungnahme zur Fortschreibung des Nahverkehrsplans mit eingebracht. Alle Räte stimmten diesen Beschluss zu und ermächtigten den Vorsitzenden, Angebote für die Umgestaltung einzuholen und den Auftrag zu vergeben.
  • Hundesteuer: Ebenfalls behandelte das Gremium die Hundesteuersatzung des Marktes. Die aktuell gültige Version stammt aus dem Jahr 2007. Um diese wieder auf den aktuellen Stand zu bringen, legte Hollinger einen ausgearbeiteten Vorschlag vor, der sich an der Mustersatzung des bayerischen Gemeindetags orientiert. In diesem Zuge wurden auch die Gebührensätze angehoben: Der erste Hund kostete bisher 20 Euro; ab dem 1. Januar 2019 werden hierfür nun 30 Euro in Rechnung gestellt. Für den zweiten Hund werden 40 Euro (bisher 25 Euro) und für jeden weiteren 50 Euro (30 Euro) berechnet. Für Kampfhunde fallen künftig 400 Euro (100 Euro) an; falls ein Negativzeugnis vorgelegt werden kann, ermäßigt sich dieser Satz auf 200 Euro.
 
  • Der Bebauungsplan "Hallfeld" in Nassenfels nahm die nächste Hürde. Nachdem bereits das Beteiligungsverfahren im Oktober gestartet wurde und die ersten Rückmeldungen eingegangen sind, hat das Ingenieurbüro Kammer den Entwurf überarbeitet und die erforderlichen Änderungen eingearbeitet. An den Grundzügen wurde jedoch nicht gerüttelt. Die wesentlichsten Neuerungen sind, dass die maximale Dachneigung von Pultdächern vom Landratsamt mit 20 Grad gefordert wurde. Somit sind die ursprünglichen 28 Grad hinfällig. Auf Grund der Rückmeldung vom Amt für Denkmalschutz wird nun noch im Bebauungsplan mit aufgenommen, dass jegliche Bodeneingriffe dem Amt angezeigt und erst nach deren Genehmigung durchgeführt werden dürfen. Eine weitere Änderung betrifft nicht direkt das geplante Wohngebiet: Es ist ein sogenannter artenschutzrechtlicher Ausgleich für die bedrohte Feldlerche zu schaffen. Dies bedeutet, dass etwa eine 5000 Quadratmeter große Fläche ausgewiesen werden muss, in der nur noch eine extensive Nutzung erlaubt ist. Eine Fläche in der Nähe des Holzlagerplatzes wurde hierfür auserkoren; dort darf künftig unter anderem nicht mehr mit Herbiziden gearbeitet werden. Zudem darf keine Düngung vorgenommen werden. Diese Fläche bot sich insbesondere aufgrund der Nähe zum Speckberg an; sollte dennoch eine andere Nutzung geplant sein, könnte ein Wechsel auf alternative Standorte trotzdem noch vorgenommen werden.
 
  • Baugebiete: Gleich im Anschluss nach diesem Tagesordnungspunkt wurde Bürgermeister Hollinger bevollmächtigt, die für den Landerwerb der Baugebiete in Nassenfels und Meilenhofen erforderliche Kreditaufnahme - wie auch im Haushalt eingeplant - zu tätigen.

Aus der Sitzung

  • Dem Bauantrag in der Gartenstraße in Wolkertshofen gab das Gremium das gemeindliche Einvernehmen bekannt. Nachdem bereits im März einer Bauvoranfrage signalisiert wurde, dass der Markt keine Probleme sieht, stimmten die Räte dem Antrag auf Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage einstimmig zu.
  • Einer Nutzungsänderung in der Dorfstraße in Wolkertshofen stimmten die Räte ebenfalls zu. Das Gremium sah keine Probleme in der Umwidmung des Einfamilienhauses in ein Zweifamilienhaus, zumal die Stellplatzsatzung eingehalten wird. Auch sämtliche Unterschriften der Nachbarn lagen vor.
  • Ein Bauantrag wurde im Freistellungsverfahren weitergeleitet. Es geht um ein Grundstück im Wohngebiet Brunnengasse in Meilenhofen.
  • Die ersten Abwasserkanäle im Marktgebiet wurden gespült. Begonnen wurde mit den beiden Kanälen der Neuburger Straße, welche bei Starkregenereignissen immer wieder an ihre Kapazitätsgrenzen kamen. Insgesamt wurden aus diesen Rohren knapp fünf Tonnen Spülmaterial herausgewaschen. fkd
Daniel Funk
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!