Freitag, 18. Januar 2019
Lade Login-Box.

Sozialverband fordert in Wellheim Nachbesserungen bei der Pflege

VdK: "Wir bleiben hartnäckig bei unseren Forderungen"

Wellheim
erstellt am 13.12.2018 um 11:41 Uhr
aktualisiert am 16.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Wellheim/Konstein (EK) Über 250 Mitglieder gehören im Moment dem Ortsverband an - diese Bilanz legte Vorsitzender Wolfgang Löffler bei der Jahresversammlung des VdK Wellheim- vor. Außerdem kamen Themen wie Altersarmut und Gesundheitspolitik zur Sprache.
Textgröße
Drucken
Gratulierten den Geehrten: Geschäftsführerin Ewa Meier (rechts), Kreisvorsitzender Achim Werner (2. von rechts), Vorsitzender Wolfgang Löffler (3. von rechts), Bürgermeister Robert Husterer (4. von rechts) und stellvertretender Vorsitzender Werner Weigel (2. von links).
Gratulierten den Geehrten: Geschäftsführerin Ewa Meier (rechts), Kreisvorsitzender Achim Werner (2. von rechts), Vorsitzender Wolfgang Löffler (3. von rechts), Bürgermeister Robert Husterer (4. von rechts) und stellvertretender Vorsitzender Werner Weigel (2. von links).
Meyer
Wellheim
14 Neuaufnahmen gibt es seit 2016, denen aber acht Sterbefälle gegenüberstehen, erklärte Löffler, der außerdem von vielen Aktionen berichtete. Er erwähnte dabei die Ausflüge, Informationsveranstaltungen, die Teilnahme an gemeindlichen und kirchlichen Veranstaltungen, Feste und die Weihnachtsfeier. Auch das Ergebnis der VdK-Herbstsammlung "Helft Wunden Heilen" brachte wieder einen ansehnlichen Betrag von etwa 1600 Euro, der von den Bürgern in Wellheim gespendet wurde. Beate Müller, Veronika Hummel, Dietmar Schröter, Anneliese Löffler, Herbert Knödl und Rosi Schneider haben dafür gesammelt.

Die Tätigkeiten des VdK-Ortsverbandes sind auch auf der VdK-Homepage zu finden, sagt Löffler und dankte in diesem Zusammenhang dem Webmaster Werner Weigel. "Ein Vorsitzender kann die Arbeit nicht alleine leisten, sondern nur gemeinsam mit dem Vorstand und ehrenamtlichen Helfern." In diesem Zuge dankte er auch dem VdK-Kreisvorsitzenden Achim Werner, Kreisgeschäftsführer Werner Böll und den Mitarbeiterinnen vom VdK-Büro in Eichstätt und Ingolstadt für die tatkräftige Unterstützung. "Wir haben als VdK unsere Meinung zur Sozialpolitik abgegeben und die Arbeit der Bundesregierung auch kritisch betrachtet", erinnerte Löffler in seiner Rede abschließend. Als Beispiele nannte er Stellungnahmen des VdK zu den Themen Altersarmut und Gesundheitspolitik sowie zur Rentenpolitik. Anwesend bei der Versammlung war auch Ewa Meier, die neue Geschäftsführerin des Kreisverbandes Ingolstadt/Eichstätt, die seit 1. Oktober die Nachfolgerin von Werner Böll ist. Meier informierte über interessante Neuigkeiten aus dem VdK und erwähnte nicht ohne Stolz, dass die neue VdK-Bundesvorsitzende Verena Bentele einen Boom an Neuaufnahmen beim VdK ausgelöst habe. Sie ging ebenso auf die Sammlung "Helft Wunden Heilen" ein. "Die Hilfe kommt auch an der richtigen Stelle an, wo sie gebraucht wird. Mit der Spende werden zahlreiche Projekte gefördert." Meier berichtete, dass die vom VdK lange geforderte Änderung der Pflegestufen zwar inzwischen in Kraft getreten sei, jedoch noch einiger Nachbesserungen bedürfe. Besonders die Pflegestufe eins bereite vielen Betroffenen Schwierigkeiten.

Der Kreisvorsitzende des VdK und stellvertretende Landesvorsitzende Achim Werner gab in seinem Grußwort einen Einblick in den neuesten Stand der Sozialpolitik. Erfreut zeigte er sich, dass seit der jüngsten Bundestagswahl sich doch wieder vieles zum Besseren wende. Als Beispiele nannte er die Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung - die Arbeitnehmer mussten in der Vergangenheit die Kosten für die Zusatzbeiträge alleine aufbringen - sowie den Beschluss, das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent zu senken. Dies reiche allerdings dem VdK noch nicht, aber es sei ein Schritt in die richtige Richtung, erklärte Werner. Auch die Mütterrente hob der Kreisvorsitzende positiv hervor, die durch Interventionen des VdK noch verbessert werden konnte. Erfreulich sei es zudem, dass zusätzliches Pflegepersonal durch die Pflegekassen finanziert werde. "Der VdK ist stolz, was erreicht zu haben, denn wir bleiben hartnäckig bei unseren Forderungen an die Bundesregierung dran", sagte Werner. Dies sei auch der Grund für den enormen Mitgliederzuwachs, alleine im Kreisverband Ingolstadt-Eichstätt seien derzeit über 18500 Menschen mit dabei.

Auch wurden langjährige Mitglieder für ihre Treue zum VdK geehrt. Seit 25 Jahren gehören Albert Bauch, Albertine Kretzmann, Frieda Lautner, Horst Schreiber und Ludwig Wender dem VdK an. Seit 30 Jahren sind Ingeborg Mittel und Reinhold Söllner mit dabei. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Andrea Küssner und Pius Ganser geehrt. Die Jubilare erhielten die Ehrennadel des VdK, eine Urkunde sowie ein kleines Präsent.

Im Anschluss an die Versammlung fand die traditionelle Vorweihnachtsfeier statt. Der Eichstätter Heimatforscher Werner Pfaller unterhielt mit seinem Vortrag zum Thema "Wirtshausgeschichten aus Eichstätt und Umgebung".
Stefan Meyer
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!