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Berufsintegrationsklassen der Berufsschule bauten Hochbeete für das Heilig-Geist-Spital in Eichstätt

Pflanzen für die Erinnerung

Eichstätt
erstellt am 22.01.2018 um 14:31 Uhr
aktualisiert am 26.01.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (EK) Tulpen, Radieschen und Sonnenblumen: Im Heilig-Geist-Spital blüht's. Die Berufsintegrationsklassen der Eichstätter Berufsschule haben Hochbeete für die Bewohner. Die Sparkasse Ingolstadt-Eichstätt sponserte das Projekt mit insgesamt 3000 Euro.
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Es blüht und gedeiht im Heilig-Geist-Spital: Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Jürgen Wittmann (6. von links) überreichte Einrichtungsleiter Ludwig Schöner (3. von links) und Berufsschuldirektor Wendelin Ferstl (5. von rechts) einen symbolischen Scheck von 3000 Euro. So viel hatte der Bau der Hochbeete durch die Integrationsklasse gekostet. Bei der Vorstellung des Projekts dabei war auch Oberbürgermeister Andreas Steppberger (5. von links).
Anna Hausmann
Eichstätt

Wenn die Finger nach den Blättern tasten und man die Erde riecht - eine wertvolle Erinnerung an die vertraute Gartenarbeit von früher. Besonders, wenn die Vergangenheit immer mehr zu verblassen droht. Seit Kurzem schmücken drei Hochbeete das Foyer des Heilig-Geist-Spitals in Eichstätt. Gebaut wurden sie von den Integrationsklassen der Berufsschule Eichstätt.

Einrichtungsleiter Ludwig Schöner erklärte bei einer kleinen Feierstunde jetzt den Sinn des Projekts: "Mit den Hochbeeten möchten wir den Alltag der Bewohner bereichern." Durch die Arbeit mit den Pflanzen könnten die Senioren Erinnerungen auffrischen. Besonders geeignet sei das Projekt für die, die unter Demenz leiden. Durch die Gartenarbeit könnten ihre Sinne wieder aktiviert und das Miteinander gefördert werden. Für jede Jahreszeit sollen die typischen Gewächse angepflanzt werden - wie Tulpen im Frühjahr oder Radieschen im Sommer.

Bei den drei Hochbeeten handelt es sich um spezielle Anfertigungen: Sie sind höher gebaut als ein Tisch, damit auch Rollstuhlfahrer die Beete pflegen können. Schreiner Peter Glaßner, der einmal wöchentlich an der Berufsschule unterrichtet, erklärte mit seinen Schülern die Arbeitsschritte: Die Holzstücke haben sie zusammengefräßt, geleimt und verschraubt. Die Tischbeine wurden mit Griffen und Rädern versehen. So könnten die Beete an wärmeren Tagen auch in den Hof gefahren werden. Der Leiter der Berufsschule Eichstätt, Wendelin Ferstl, betonte, dass man durch solche Projekte den Schülern vermitteln möchte, im Team zu arbeiten und auf Genauigkeit Wert zu legen. In ihrem ersten Jahr in den Integrationsklassen sollen die Schüler - neben dem Lernen der Sprache - herausfinden, ob sie sich mehr für technische oder soziale Berufe interessieren. Als nächstes Projekt ist das Bauen von Gartenbänken geplant.

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