Dienstag, 19. Juni 2018
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Heute Vortrag in der Reihe "Wissenschaft im Gespräch: Sharing Heritage - Kulturerbe teilen"

Objekte entdecken und entschlüsseln

Eichstätt
erstellt am 12.06.2018 um 17:50 Uhr
aktualisiert am 16.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (upd) Die Reihe "Wissenschaft im Gespräch: Sharing Heritage - Kulturerbe teilen: Ein Blick hinter die Kulissen aktueller Forschungsprojekte", zu der das Zentrum für Forschungsförderung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt einlädt, setzt sich am Mittwoch, 13. Juni, mit einer Veranstaltung zum Thema "Unser kulturelles Erbe: Objekte entdecken und entschlüsseln" fort.
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Viele der antiken Monumente im syrischen Palmyra hat die Terrormiliz ?Islamischer Staat? zerstört. Wie man solche Kulturgüter retten kann, erklären zwei Professoren der KU heute in einem Vortrag.
Viele der antiken Monumente im syrischen Palmyra hat die Terrormiliz "Islamischer Staat" zerstört. Wie man solche Kulturgüter retten kann, erklären zwei Professoren der KU heute in einem Vortrag.
Foto: Str/dpa
Eichstätt


Wissenschaftler der KU geben wieder in kurzen Impulsreferaten Einblick in ihre aktuellen Forschungsvorhaben und diskutieren im Anschluss miteinander und mit dem Publikum über dahinterstehende gesellschaftliche Fragen und die Möglichkeiten der Forschung.

Bei der Präsentation mit dem Titel "Palmyra und Gerasa - Projekte zur Rettung archäologischen Kulturguts" werden Professorin Nadine Burkhardt und Professor Gerhard Zimmer (Klassische Archäologie) Einblicke in ihre Arbeit geben. Palmyra im heutigen Syrien war wohl eine der schönsten antiken Städte. In römischer Zeit war die Stadt ein Treffpunkt der Kulturen, ein Miteinander der Religionen. Wohl auch aus diesem Grund wurden viele der antiken Monumente und Gebäude durch die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zerstört. Aber was soll nun mit den Ruinen geschehen? Soll man Kulturdenkmäler wiederaufbauen, rekonstruieren? Oder sollte man sie als Mahnmal so belassen? Dank digitaler Technik kann Kulturgut in kleinerem Umfang bewahrt werden wie etwa in Gerasa in Jordanien. Dort wurde auf der unteren Terrasse des großen Zeusheiligtums in römischer Zeit eine Bronzewerkstadt errichtet, die wohl für den Neubau und das Kultbild des Zeus die Bronzegeräte und Bronzeplastiken goss. Die Reste der Gussmantelformen, aus denen sich vielleicht nicht nur Werkstattabläufe und Funktionen, sondern auch das Kultbild des Zeus rekonstruieren lassen, liegen im Magazin, jede Erschütterung kann sie in Staub und Brösel zerlegen. Die Archäologen der KU haben die Idee, diese Formen in einem 3-D-Scan zu dokumentieren, zu rekonstruieren, zu bewahren und zu analysieren.

Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Foyer des International House der KU, Marktplatz 7, Eichstätt, und endet um 20 Uhr.

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