Samstag, 15. Dezember 2018
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In einer Aktionswoche an der KU Eichstätt stehen faire Produkte im Zentrum

Nachhaltigkeit an Weihnachten

Eichstätt
erstellt am 05.12.2018 um 17:45 Uhr
aktualisiert am 09.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (upd) Unter dem Motto "Nachhaltigere Weihnachten" findet an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) eine Aktionswoche statt, die vom 10. bis 13. Dezember über nachhaltige Entwicklung und Möglichkeiten für einen individuellen Beitrag informiert.
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Auch zur Weihnachtszeit kann man nachhaltig einkaufen ? zum Beispiel faire Schokoladenprodukte.
Auch zur Weihnachtszeit kann man nachhaltig einkaufen - zum Beispiel faire Schokoladenprodukte.
dpa
Eichstätt
"Wir wollen den Besucherinnen und Besuchern durch Initiativen und Projekte der KU einige Alternativen zum alljährlichen weihnachtlichen Konsumrausch aufzeigen", erklärt Ina Limmer vom Nachhaltigkeitsteam der KU.

Zum Auftakt der Nachhaltigkeitswoche wird am Montag, 10. Dezember, im Foyer der Sommerresidenz die Ausstellung "Make Chocolate Fair" eröffnet. Veranstalter sind neben dem Nachhaltigkeitsteam der KU und dem Zentralinstitut für Lateinamerikastudien auch die Welt-Brücke Eichstätt, die Steuergruppe der Fairtrade-Stadt Eichstätt und das faire Eichstätter Café "Chocolatique". Bei der Vernissage, die um 19 Uhr beginnt, hält Andreas Mohrs einen Vortrag mit dem Titel "Schokolade - Hinter den Kulissen". Er ist Geschäftsführer des Cafés und Schokoladengeschäfts "Chocion Finest Chocolate" in Ottobrunn und Chocolatier, der für seine Produkte ausschließlich fair produzierte Zutaten verwendet. Mohrs thematisiert in seinem Vortrag die Problematik der "günstigen Schokolade" und die damit verbundenen Auswirkungen für Produzenten in Afrika und Lateinamerika. Darüber hinaus wird Mohrs Einblicke in die Herstellungsprozesse von Schokolade in Kolumbien und in Bayern bieten und selbst Chocion-Spezialitäten präsentieren.

Die Ausstellung "Make Chocolate Fair" der entwicklungspolitischen Organisation "INKOTA-Netzwerk" informiert auf verschiedenen Stellwänden und Plakaten darüber, wie aus Kakaobohnen Schokolade wird und klärt darüber auf, unter welchen Bedingungen Kakao angebaut wird. Außerdem stellt sie die europäische Kampagne "Make Chocolate Fair" vor und zeigt auf, wie jeder Bürger selbst sich für faire Schokolade engagieren kann. Die Ausstellung ist bis zum 20. Dezember montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr öffentlich zugänglich. Während der Vernissage am Montagabend bieten die Organisatoren auch Fairtrade-Schokoladen zum Kauf an.

Vom 11. bis 13. Dezember findet im Foyer der Aula jeweils von 11 bis 15 Uhr ein "Nachhaltigerer Weihnachtsmarkt" statt, auf dem man unter anderem faire und handgemachte Geschenkideen, Accessoires und Strickwaren sowie Glas- und Tonwaren findet. Zudem gibt es dort einen Geschenketausch-Basar.

Am 12. und 13. Dezember kann man bei einer Weihnachtswerkstatt im Studihaus zwischen 14 und 17 Uhr Kosmetik selbst herstellen und sich über Mikroplastik informieren. Zudem können die Besucher Bienenwachskerzen anfertigen oder Plastiktüten in bunte Taschen und Mäppchen verwandeln. Der Studentische Konvent, der AK Kapuzinergarten und die Juso-Hochschulgruppe verkaufen in der Aktionswoche Glühwein, Punsch und Crepes; das Umweltreferat und SDS. Die Linke laden am 11. Dezember um 11 Uhr ins Studihaus zu einem Frühstück mit Produkten aus fairem Handel.

Auf dem Programm der Nachhaltigkeitswoche stehen auch Vorträge, Diskussionsrunden und eine Filmvorführung: Am 11. Dezember findet von 16 bis 17.30 Uhr im Foyer der Aula ein Workshop zum Thema "Transformation zur Nachhaltigkeit - was macht die KU? " statt.

Am 12. Dezember bietet ab 17 Uhr eine offene Diskussionsrunde im Studihaus Gelegenheit für alle Engagierten, sich auszutauschen. Anschließend referiert ab 19 Uhr im Ingbert-Naab-Saal (Kapuzinergasse, Eichstätt) Professor Dr. Georg Barfuß (Technische Hochschule Ingolstadt) zum Thema "Nachhaltigkeit in der Automobilindustrie - vom ,nice to have' zum ,must have'".

Zum Abschluss der Nachhaltigkeitswoche ist am 13. Dezember im Filmstudio im Alten Stadtheater Eichstätt ab 19 Uhr die Dokumentation "Zeit für Utopien" über alternative Wirtschaftsformen zu sehen. Das ausführliche Programm steht online unter
www. ku. de/nachhaltigkeit.
 

Nachhaltige Entwicklung

Amoklauf vor einem Jahr

Nachhaltige Entwicklung bedeutet Menschenwürde und Chancengerechtigkeit für alle in einer intakten Umwelt zu verwirklichen.Bildung ist für eine nachhaltige Entwicklung zentral. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken. In der globalen Nachhaltigkeitsagenda 2030 der Vereinten Nationen und dem UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (2015-2019) ist die Umsetzung von BNE als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben. Deutschland beteiligt sich mit dem Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung, der im Juni 2017 von der Nationalen Plattform BNE verabschiedet wurde. Weitere Informationen unter www. bne-portal. de. upd

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