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erstellt am 10.03.2008 um 20:35 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 16:37 Uhr | x gelesen
Dollnstein (EK) "Mit der Sanierung der Burganlage von Dollnstein im Landkreis Eichstätt und dem Ausbau zum Altmühl-Informationszentrum können wir eine überregional bedeutende Burganlage aus dem hohen Mittelalter zur Ortskernsanierung und weiteren Ortsentwicklung nutzen. Die Städtebauförderung aus Mitteln des Freistaates Bayern hat mit der Schließung der noch bestehenden letzten Finanzierungslücke in Höhe von über 322 000 Euro zur erfolgreichen Sanierung der Burg beigetragen", erläutert Regierungspräsident Christoph Hillenbrand die Förderung dieser Maßnahme, für die sich nicht zuletzt Staatsminister Siegfried Schneider verwendet hatte.
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Der alte Dachstuhl der Burg wird soweit als möglich erhalten. Architekt Hans-Heinrich Häffner (rechts) erläutert den Stand der Arbeiten. - Foto: baj
Die Gesamtkosten der Errichtung des Altmühl-Informationszentrums betragen rund 2,4 Millionen Euro. Da die Mittel der Markgemeinde Dollnstein begrenzt sind, hat sich die Finanzierung dieser Maßnahme als äußert schwierig gestaltet.

Nur mit den gebündelten Kräften des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, des Bezirks Oberbayern, des Landkreises Eichstätt, seitens mehrerer Stiftungen und privater Sponsoren sowie der Regierung von Oberbayern als Wirtschafts- und Städtebauförderer konnte die Finanzierung der Maßnahme gesichert werden.

Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit ist die Sanierung der Burg bereits voll im Gange. Ausgrabungen führten inzwischen zum sensationellen Fund eines zwei Kilo schweren Topfes mit Münzen, wohl aus dem 13. Jahrhundert. Außerdem fanden die Restauratoren wertvolle Beschläge aus vergoldetem Silber, die ein Buch verziert haben könnten. Die Chancen stehen gut, dass dieser Silbermünzschatz nach Dollnstein zurückkehrt.

Die Sanierungsarbeiten erbrachten neue Erkenntnisse über die Burganlage selbst. So befindet sich die Burgökonomie auf der Stelle einer viel älteren Burganlage wohl aus dem 11. Jahrhundert, die damit eine der ältesten Deutschlands wäre. Mit weiteren Ausgrabungen versuchen die Archäologen derzeit weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Die gefundenen Mauerreste werden in die Ausstellungsflächen integriert und so dem künftigen Publikum präsentiert.

 

Eichstaetter Kurier
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