Montag, 24. September 2018
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Die Pläne für den neuen Kindergarten in Walting werden konkreter

Kostenschätzung: 4,7 Millionen Euro

Walting
erstellt am 14.09.2018 um 11:46 Uhr
aktualisiert am 19.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Walting (EK) Noch in diesem Jahr soll der Bauantrag gestellt werden: Der Gemeinderat Walting hat einstimmig die nächste Schritte für den Neubau des Kindergartens beschlossen. Architekt Oliver Fischer stellte die konkretere Bauplanung und die erste Kostenschätzung vor. Sie liegt bei insgesamt 4,7 Millionen Euro brutto.
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Architekt Oliver Fischer stellte den aktuellen Planungsstand auch am Modell vor.
Architekt Oliver Fischer stellte den aktuellen Planungsstand auch am Modell vor.
Chloupek
Walting
Die Erschließungskosten schätzt der Architekt auf rund 81500 Euro, die reinen Baukosten werden voraussichtlich 2,1 Millionen Euro betragen, wobei Fischer betonte, dass da auch schon eine konjunkturelle Spanne mit eingerechnet sei. Für die die Gebäudetechnik kalkuliert der Architekt etwa 674000 Euro ein, für die Außenanlagen 350000 Euro und für die Ausstattung 150000 Euro. Mit den Nebenkosten kommt Fischer auf eine Summe von rund 3,96 Millionen Euro netto, plus Mehrwertsteuer werden es dann rund 4,7 Millionen.

Da sei dann aber nichts schön gerechnet und schon alle Ausgabe einschließlich der Ausstattung der Innenräume inklusive und Ziel werde sein, diese Summe zu unterschreiten, sagte der Stuttgarter Architekt, dessen Büro wie berichtet den entsprechenden Wettbewerb für den Neubau auch gewonnen hatte. Außerdem kann die Gemeinde wohl auch mit einer stattlichen Fördersumme aus diversen Töpfen rechnen. Die entsprechenden Anträge würden selbstverständlich gestellt, sagte Bürgermeister Roland Schermer.

Fischer stellte dem Gremium und den Zuhörern in öffentlicher Sitzung auch die seit dem Wettbewerb weiter verfeinerte Planung vor. Geplant sind wie mehrfach berichtet drei Kindergartengruppen für je bis zu 25 Kinder, eine Kinderkrippe für 12 bis 14 Kinder und ein öffentlich nutzbarer Gemeindesaal - der teilweise im Ort umstrittene "Sitzungssaal" - mit entsprechenden Sanitär- und Nebenräumen, barrierefreien Zugängen und einem Außenbereich mit Wasserelementen, der den Ansprüchen eines Kneipp-Kindergartens gerecht wird. Der Neubau soll ja den zu klein gewordenen Kneipp-Kindergarten in Rieshofen ersetzen.

Im Architektenwettbewerb war zwar die Option einer möglichen Erweiterungsfläche gewünscht - die hatte Fischers Büro auch eingeplant. In der Sitzung fragte Fischer jedoch nach, wie realistisch eine solche Erweiterung in den nächsten zehn Jahren wäre. Wenn eine vierte Gruppe nicht zügig nötig werde, dann schlage er vor, zum jetzigen Zeitpunkt auf den Bau der eingeplanten Erweiterungsfläche - die ja nur eine Vergrößerung des Gartens wäre - zu verzichten: So könnten jetzt rund 70000 Euro für die Außenanlagen gespart werden. Auch die noch im Wettbewerbsbeitrag aufgeführte Straße entlang des Kindergartens sei jetzt noch nicht nötig - solange es dahinter keine Bebauung gibt. Aus dem Gremium kam großes Lob für die Planung, die eine hochwertige Ausführung verspricht. Die Gemeinderäte beschlossen einstimmig, die Planungen wie von Fischer vorgestellt weiterführen.
 

Streit um Protokolle

Auch um Protokolle wurde  in der jüngsten Sitzung des Waltinger Gemeinderats wieder gestritten: Markus Birkner (Grüne) monierte, dass im Protokoll der Sitzung vom 12. Juni eine Aussprache  um  „nichttransparente Arbeit im Gemeinderat“  nicht ausreichend widergegeben sei. 
Bürgermeister Roland Schermer verwies darauf, dass die Gemeinde stets Beschlussprotokolle anfertige und dazu kein Beschluss gefallen sei. Daraus entspann sich ein Disput im Gremium darüber, wie Protokolle nun zu führen seien. Das Protokoll wurde schließlich mit 13 gegen 2 stimmen genehmigt. 
Die Protokolle vom 17. und vom 31. Juli wurden ebenfalls nach kontroversen Diskussionen mit jeweils 12 gegen 3 Stimmen genehmigt. Bei letztem war es um einen mutmaßlichen Zählfehler bei einer Abstimmung  gegangen, die zwar im Protokoll korrekt vermerkt war, vom Bürgermeister in der Sitzung aber falsch benannt worden war. 
 

Aus der Sitzung

  • Erdaushubdeponie: Wenn die Baulandentwicklung in der Gemeinde Walting in den nächsten Jahren weiter so verläuft wie bisher, dann stößt die Erdaushubdeponie der Gemeinde in Gungolding stößt an ihre Grenzen. Deshalb hat Bürgermeister Roland Schermer vorgeschlagen, eine Erweiterung der Anlage ins Auge zu fassen. Eine entsprechende Planung soll veranlasst werden. 
Außerdem hat Schermer vorgeschlagen, die Aufgabe eines Deponiewärters, der die Anlieferungen überprüft, künftig nicht mehr von Bauhofmitarbeitern, sondern von einem „Minijobber“ erledigen zu lassen.  Die Stelle soll im nächsten Gemeindeblatt ausgeschrieben werden. Der Gemeinderat stimmte dem zu.
Neue Stationsplätze: Der Stromversorger N-Ergie plant in Rieshofen und Rapperszell neue  Netzstationen. In Rapperszell geht es um einen Standort, der insgesamt als unproblematisch gilt, in Rieshofen erwartet der Bürgermeister durch die Neuerung sogar einen „Riesengewinn“, denn im Gegenzug wird die Überlandleitung über dem Baugebiet Buchlohe abgebaut. Der Gemeinderat war einstimmig für diese Pläne.
  • Spitalvorstadt: Die Waltinger Gemeinderäte erheben keine Einwände gegen die Aufstellung des Bebauungsplans Spitalvorstadt in Eichstätt, da das Vorhaben keinerlei Auswirkungen auf die Nachbargemeinde haben wird.chl



 
Eva Chloupek
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