Donnerstag, 24. Mai 2018
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Zum Endspurt bewegte sich ein farbenprächtiger Faschingszug durch Kipfenberg

Ein "Place of Fame" im Altmühltal

Kipfenberg
erstellt am 13.02.2018 um 19:10 Uhr
aktualisiert am 17.02.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Kipfenberg (EK) Jubel und ausgelassene Stimmung in Kipfenberg: Die Marktgemeinde war gestern fest in der Hand von Hunderten Menschen, die bei schönstem Spätwinterwetter den fantasievollen Motivwagen und den bunt kostümierten Fußgruppen zujubelten.
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Kipfenberg: Ein "Place of Fame" im Altmühltal
Der Hofstaat des Kipfenberger Kulturvereins Die Fasenickl fuhr in seinem Burgwagen beim Umzug mit und hatte mächtig Spaß. "Weiß Wurscht is" lautete das Motto der Gruppe aus Irlahüll und Buch (unten).
Kipfenberg

Durch die Straßen der Marktgemeinde schlängelte sich ein etwa 500 Meter langer, bunter Faschingsumzug. Etliche tolle Mottogruppen zogen vom Festplatz aus über die Eichstätter Straße, den Marktplatz und den Frankenring zurück zum Marktplatz. "Es war ein toller Zug und alles hat hervorragend funktioniert", freute sich Bürgermeister Christian Wagner.

Für die Zugbesucher gab es eine Menge zu sehen. Sie präsentierten in liebevoller Kleinstarbeit selbst gebastelte Kostüme. Auch die Wagenbauer aus Vereinen und Stammtischen haben sie mächtig ins Zeug gelegt und alles aufwendig gestaltet. Mehr als 20 Gruppen mit gut 500 Teilnehmern waren dabei, als sich der Zug pünktlich um 13.30 Uhr vom Festplatz aus in Bewegung setzte. Alles verlief ohne Zwischenfälle.

Mit dabei waren neben den Fasenickln und den Garden des Kulturvereins samt Elferratsburg das Prinzenpaar Christian und Eva und das Faschingskomitee Denkendorf mit Prinz Philip und Prinzessin Franziska. Unter dem Motto "Place of Fame" in Kipfenberg verkaufte ein Freundeskreis Beteiligungsscheine für Pflastersteine des Marktplatzes. "Nicht nur für Stars, auch Sie können sich mit Ihrem Pflasterstein in Kipfenberg verewigen!" Der VfB Kipfenberg war gleich mit zwei Gruppen vertreten.

Fotostrecke: Faschingsumzug Kipfenberg
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Die Feuerwehr Kipfenberg glossierte, wie auch schon bei ihrem Faschingsball, die Jamaikaverhandlungen. Sie kündigten an, heuer den Vereinsausflug auf die Karibikinsel zu machen. "Der Wolf und andere Waldtiere" hatten es dem Stammtisch "Die Silbertaler" aus Ilbling angetan. Auch die der AC Buch/Irlahüll bewegte der Wolf. Beide Gruppen wollten sich für die Bejagung dieses neu zugewanderten Waldbewohners einsetzen. Tierischen Karneval feierten die Mitglieder des Ost- und Gartenbauvereins Böhming. "Weiß Wurscht is" - einfach nur Spaß am Fasching haben - propagierten Faschingsbegeisterte aus Irlahüll. Viele weitere Gruppen sorgten mit ihrem Beitrag für einen rundum gelungenen, farbenprächtigen Gaudiwurm.

Selbstverständlich waren viele Taschen mit Wurfmaterial vollgepackt. Immer wieder erschallte der Kipfenberger Schlachtruf "Gö - sucht" aus dem Zug und vom Straßenrand. Gerade die Kinder erhaschten so die ein oder andere Süßigkeit. Selbst für das leibliche Wohl der Gäste am Straßenrand war heuer gesorgt. Am Geisbrunnen konnten sich die Zuschauer an einem Foodtruck und bei einem Coffeebike verpflegen. Am Frankenring gab es einen weiteren Verpflegungsstand. Auf dem Marktplatz gab es Feuerwürste vom Besenkammerl.

Die Kipfenberger Blaskapelle, die Altmühltaler Blaskapelle aus Beilngries und der Eichstätter Fanfarenzug sorgten für den richtigen Ton. Karl-Heinz Partsch stellte die Gruppen den Gästen auf dem Marktplatz vor.

Auf der Bühne vor dem Rathaus präsentierten nach dem Zug die Garden ein letztes Mal ihr Programm. Auch die Politprominenz mit der stellvertretenden Landrätin und Abgeordnete Tanja Schorer-Dremel, Landtagsabgeordnete Eva Gottstein, Bezirksrat Reinhard Eichiner sowie Bürgermeister und Bürgermeistervertreter aus Denkendorf, Gaimersheim, Hepberg, Eitensheim und Stammham waren gekommen. Wer nach Faschingszug und Aufführungen noch immer keine Ambitionen hatte, in die heimischen vier Wände zurückzukehren, für den gab es in der Almhütte auf dem Marktplatz und in den umliegenden Wirtshäusern nochmals Fasching in der ausgelassensten Form.

Von Matthias Metzel
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