Dienstag, 13. November 2018
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20. Kunsthandwerkermarkt in Kinding - Dank an die Initiatoren

Kaiserwetter zum Jubiläum

Kinding
erstellt am 10.09.2018 um 18:49 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Kinding (EK) Beste Festtagsstimmung und emsige Betriebsamkeit herrschte den ganzen Tag auf dem 20. Kunsthandwerkermarkt in Kinding. Die Sonne lachte, der Himmel war tiefblau, die Temperaturen spätsommerlich warm und fast 50 Kunsthandwerker und Direktvermarkter boten ihre Produkte an.
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Jedes Stück ist von Hand gefertigt und ein Unikat: Seit 20 Jahren begeistert der Kindinger Kunsthandwerkermarkt Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung.
Jedes Stück ist von Hand gefertigt und ein Unikat: Seit 20 Jahren begeistert der Kindinger Kunsthandwerkermarkt Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung.
Lund
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Viele Besucher liefen bereits interessiert durch die Marktgassen als Bürgermeisterin Rita Böhm nach dem Festgottesdienst zum Patrozinium Mariä Geburt den Jubiläumsmarkt offiziell eröffnete. Die Kindinger Dorfmusikanten spielten dazu auf und unterhielten mit flotter Blasmusik die Gäste. Die modernen farbigen Kunstwerke von Victor Kraus am "Schusterhaus" beeindruckten viele Passanten. Der 20. Kindinger Kunsthandwerkermarkt war ein großer Erfolg: Dieses Fazit zogen die Organisatoren, Bürgermeisterin Rita Böhm und Manuela Schmidt von der Gemeindeverwaltung am Tag danach - die Resonanz von Besuchern und Ausstellern sei sehr positiv gewesen.

Dass das Jubiläum gefeiert werden konnte, ist auch Anna Elisabeth Hauf, Franz Menzel und Herbert Niefnecker zu verdanken, die 1998 - nach mehrjähriger Pause - die Initiative ergriffen und den Markt in seiner heutigen Form wiederbelebten. Gemeinsam mit Manuela Schmidt, die auch heute noch für die Organisation des Marktes in der Gemeindeverwaltung zuständig ist, suchten sie damals nach ersten Ausstellern. Dies sei nicht so einfach gewesen, erinnern sich die Bürgermeisterin ebenso wie die Initiatoren. Im Jubiläumsjahr war heuer das Angebot mit fast 50 Ausstellern aus den Kindinger Ortsteilen, der Region und darüber hinaus deutlich größer als in den Vorjahren, was sowohl die Aussteller als auch die Besucher erfreute. So erstreckten sich die Stände nicht nur rund um den Marktplatz, sondern auch entlang der Kipfenberger Straße.
Kindings Bürgermeisterin Rita Böhm eröffnete den Markt und dankte den Initiatoren Anneliese Hauf, Manuela Schmidt, Franz Menzel und Herbert Niefnecker sowie Andreas Schneider (von links), der mit den Kindinger Dorfmusikanten zur musikalischen Unterhaltung beitrug.
Kindings Bürgermeisterin Rita Böhm eröffnete den Markt und dankte den Initiatoren Anneliese Hauf, Manuela Schmidt, Franz Menzel und Herbert Niefnecker sowie Andreas Schneider (von links), der mit den Kindinger Dorfmusikanten zur musikalischen Unterhaltung beitrug.
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"Der Markt hat sich toll entwickelt, in den vergangenen 20 Jahren, wie man heute sehen kann", freute sich die Gemeindechefin. Sie dankte den "Müttern und Vätern", dass sie mit Nachdruck die Idee verfolgt und umgesetzt hätten. Von Anfang an hat sich die Freiwillige Feuerwehr Kinding um die Aufstellung der Stände für die Fieranten gekümmert, erzählte Böhm, die allen Helfern gleichermaßen dankte.

Bei einem gemeinsamen Rundgang mit den Gemeinderäten gab es viel Bewunderung für die kunstvoll und mit viel handwerklichem Geschick und Kreativität hergestellten Produkte. So manches Unikat wurde sofort erworben: Dekoratives und Nützliches aus schönen Stoffen liebevoll genäht, Gefilztes und Gestricktes für den Winter, gedrechselte oder gesägte Holzarbeiten, außergewöhnlicher Schmuck sowie Aquarelle mit typischen Motiven aus Kinding und dem Altmühltal. Sehr beliebt war auch die Floristik, insbesondere die für Kinding typischen Hopfenkränze.
Spielsachen fanden neue Liebhaber: Wie viele andere Kinder verkauften Bernhard und Matthias Göbel aus Enkering erfolgreich Bücher und Spielsachen.
Spielsachen fanden neue Liebhaber: Wie viele andere Kinder verkauften Bernhard und Matthias Göbel aus Enkering erfolgreich Bücher und Spielsachen.
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Für die Kinder war ebenfalls viel geboten. Beim Trödelmarkt machten die jüngsten Besucher ihr Geschäft, denn Bücher und Spiele, Spielsachen und CDs fanden neue Liebhaber. Auch die Hüpfburg zog die Kinder magisch an. Am Stand des Kindergartenteams fanden die Jungen und Mädchen Ruhe - beim Bemalen von Windrädern aus Holz oder bei der Herstellung eines Mobiles aus Naturmaterial, das der Gartenbauverein anbot. Gemütlich war auch die Kutschfahrt für die ganze Familie mit Markus Bezold und seinen Haflingern Nico und Paula. In den Biergärten und Wirtschaften herrschte Hochbetrieb. Bei Vorführungen traditioneller und moderner Handwerkskunst wie Drechseln, Seifensieden und Schnitzereien mit der Motorsäge konnten die Gäste den Akteuren über die Schulter schauen.

"Ich komme jedes Jahr gerne zum Kindinger Markt wegen des besonderen Angebotes", berichtete eine Dame aus Heideck, die sich in ihrer Heimatzeitung über den Termin informiert. Der Markt passe so wunderbar in das schöne Ortsbild dieses Marktflecken, äußerten sich Urlauber ganz begeistert gegenüber Schmidt. Auch Franz und Rosi Gerstner aus Altmannstein spendeten viel Lob. "Das ist wirklich ein wunderschöner Markt, der Besucher aus einem sehr großen Einzugsgebiet anzieht". Das bestätigen auch die vielen Autos mit Kennzeichen aus München, Nürnberg, Regensburg und natürlich Eichstätt und den angrenzenden Landkreisen.
 

"Open Art" im Werkstadel

Höhepunkt des Marktrundganges von Rita Böhm war der Besuch im historischen Werkstadel des Künstlers und Bayerischen Staatspreisträgers Victor Kraus.
Open Art in Kinding begeisterte auch Bürgermeisterin Rita Böhm.
Open Art in Kinding begeisterte auch Bürgermeisterin Rita Böhm.
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Er zeigte anlässlich des Jubiläumsmarktes in seinem geöffneten Atelier eine große Auswahl seiner modernen, farbigen Landschaften und Stillleben.

Eine außergewöhnliche Attraktion waren drei großformatige farbige Werke, die er als Installation am alten "Schusterhaus", gegenüber seinem Atelier präsentierte: Eine in verschiedene Rottöne getauchte Landschaft, ein strahlend gelbes Feld und weiße Blüten, die wie Sterne auf tiefblauem Hintergrund leuchten, zogen magisch die Blicke der Passanten an und wurden viel bewundert.

Etwas von der Installation wird bleiben, freut sich Böhm: Denn über den Festtag hinaus werden die Fenster des leerstehenden Gebäudes mit Werken des in Kinding und München lebenden Künstlers belebt werden.
 
Sabine Lund
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