Montag, 18. Juni 2018
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Wintershof verabschiedet nach 50 Jahren seinen Geistlichen Alfred Gläßer

"Hingabe und Verlässlichkeit"

Wintershof
erstellt am 12.06.2018 um 17:51 Uhr
aktualisiert am 15.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Wintershof (grk) "Ein feierlicher Gottesdienst mit vielen engagierten Mitwirkenden in einer vollbesetzten Kirche ist ein christliches Gemeinschaftserlebnis und ein Glaubenszeugnis, das heutzutage nicht alltäglich ist." Dies sagte Kirchenpfleger Helmut Kundinger am Ende der Festmesse, die Professor Dr. Alfred Gläßer zum letzten Mal in Wintershof hielt.
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Professor Dr. Alfred Gläßer (hinten rechts) und Dompfarrer Josef Blomenhofer ziehen in die Wintershofer Kirche ein.?
Professor Dr. Alfred Gläßer (hinten rechts) und Dompfarrer Josef Blomenhofer ziehen in die Wintershofer Kirche ein.?
Fotos: Grienberger
Wintershof
Seit nahezu 50 Jahren übernahm er die wöchentlichen Gottesdienste und zelebrierte die monatlichen Sonntagsmessen. Dompfarrer Josef Blomenhofer begrüßte als Konzelebrant die Festgäste, die der Verabschiedung beiwohnten.

Alfred Gläßer hatte 1968 die Aufgabe übernommen, die Filialgemeinde der früheren Pfarrei St. Walburg mit Gottesdiensten zu versorgen. Daraus wurde eine Lebensaufgabe, die der Professor ununterbrochen bis in die Gegenwart mit Hingabe und Verlässlichkeit erfüllte. Schätzungsweise 3000-mal fuhr der Priester ehrenamtlich von Eichstätt nach Wintershof.

In diesen 50 Jahren ist eine vertrauensvolle und harmonische Beziehung zwischen einem renommierten Uniprofessor und der kleinen Filialgemeinde Wintershof entstanden, die ihresgleichen sucht. "Sie haben Gott, das Wort Gottes und die Kirchgänger in den Mittelpunkt gestellt", so Kirchenpfleger Kundinger.

Dies konnten die Kirchenbesucher beim Gottesdienst, die Ministranten oder der Organist in der Sakristei, die Besucher am Gmoigadnfest und der Weihnachtsfeier des Vereins "d'Wintershofer" oder die Mitglieder der Feuerwehr bei der Jahresversammlung immer spüren. Bemerkenswert ist auch, dass der Priester immer frei und ohne Skript gepredigt hat.
OB Andreas Steppberger reihte sich in die Reihe der Gratulanten ein.
OB Andreas Steppberger reihte sich in die Reihe der Gratulanten ein.
Fotos: Grienberger
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Besonders lagen dem Jubilar seine Ministranten am Herzen. Jeder Ministrant wurde immer in der Sakristei mit Namen begrüßt, und häufig galt ihnen bei der Eröffnung der Messen der erste Gruß. Oberministrant Simon Kundinger richtete aufrichtige Dankesworte an den Pfarrer und übergab ein gerahmtes Bild der momentanen Messdiener.

Auch Organist Karl Grienberger ist eng mit dem Priester verbunden, spielt er doch seit 51 Jahren die Orgel und war immer ein treuer Unterstützer und Begleiter.

"Die große Teilnahme an der heutigen Feier, das Engagement der Musiker, Sänger und Ministranten ist unsere Form, Ihnen Danke zu sagen für all das, was Sie in den letzten 50 Jahren für Wintershof, jeden einzelnen Wintershofer und für die Gemeinschaft geleistet haben." Mit diesen Worten sagte die Kirchenverwaltung Wintershof Vergelt's Gott und überreichte eine Kerze, die mit ihrer Strahlkraft und Wärme ein gutes Symbol für den Dienst Gläßers in Wintershof ist. Die Kerze ist geschmückt mit einem Bild der Wintershofer Kirche und einer kleinen Widmung - und soll "so a bisserl Wintershof bei Ihnen zu Hause in Rebdorf erhalten", so Kundinger. Zusätzlich gab es eine ordentliche Brotzeit im Geschenkkorb, die für einen Selbstversorger eine praktische Sache ist.

Anschließend bestand die Möglichkeit der Begegnung beim Weißwurstfrühschoppen auf dem Hof des Gasthauses "Bergluft". Viele Gottesdienstbesucher kamen mit Professor Gläßer ins Gespräch und verabschiedeten sich.
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