Donnerstag, 17. Januar 2019
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Neujahrsempfang der Gemeinde Adelschlag

Gemeinsam am "Wir" bauen

Adelschlag
erstellt am 11.01.2019 um 12:26 Uhr
aktualisiert am 16.01.2019 um 03:33 Uhr | x gelesen
Pietenfeld (EK) "Das Gemeinsame in den Vordergrund stellen - nicht das Trennende" war neben einem Rückblick auf das Geschehen der Gemeinde im vergangenen Jahr eines der Hauptaugenmerke der Ansprache von Bürgermeister Andreas Birzer zum Neujahrsempfang der Gemeinde Adelschlag.
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Die Geehrten mit Bürgermeister Andreas Birzer (hinten, von links), Cornelia Hardt, Matthias Mogl, Johann Göbel, Norbert Eltschkner, Franz Heigl, Johann Meyer; Rita Schneider (vorne von links), Eleonore Habold, Willibald Volnhals, Herrmann Neuberth.
Die Geehrten mit Bürgermeister Andreas Birzer (hinten, von links), Cornelia Hardt, Matthias Mogl, Johann Göbel, Norbert Eltschkner, Franz Heigl, Johann Meyer; Rita Schneider (vorne von links), Eleonore Habold, Willibald Volnhals, Herrmann Neuberth.
Kleinhans
Adelschlag
Bereits zum 37. Mal hatte die Gemeinde Amtsträger aus dem öffentlichen und kirchlichen Leben, Mitarbeiter und Verantwortliche in den Vereinen und Organisationen aller vier Ortsteile zum alljährlichen Neujahrstreffen eingeladen.

In seinem Jahresrückblick rief der Bürgermeister in Auszügen die Begebenheiten in Erinnerung, welche die Gemeinde beschäftigten. Neben einem abgeschlossenen Breitbandausbau wurden zahlreiche Bauprojekte gestartet. Zusätzlich zum neuen gemeindlichen Bauhof wurde auch das Feuerwehrgerätehaus Pietenfeld als großes Vorhaben in Angriff genommen. Nach der Fertigstellung der Kinderkrippe in Pietenfeld steht die Sanierung des Altgebäudes an.

Auch ein Anbau an den Ochsenfelder Kindergarten, der neue Wertstoffhof, das Gemeindezentrum in Adelschlag und ein Pendlerparkplatz fordern die Gemeinde im neuen Jahr. Ein zukunftsträchtiges Projekt soll nach wie vor das Nahwärmenetz in Möckenlohe sein, für welches in Kürze ein neuer Versuch zur Realisierung gestartet wird, so der Bürgermeister. "All diese Projekte werden der Gemeinde im Jahr 2019 nicht nur viel Geld kosten, sondern auch allen Mitarbeitern viel abverlangen", sagte er.

In diesem Zusammenhang warf Birzer die Frage auf: "Wer ist eigentlich die Gemeinde?" Die fachliche Erläuterung ist für jeden mittlerweile mit einem kurzen Blick ins Internet nachzulesen. Birzer verdeutlichte die praktische Bedeutung der im 11. Jahrhundert entstandenen Kommunen. "Menschen, die an einem Ort, in einem Dorf zusammengelebt haben, machten sich eigene Gedanken über ihre Gemeinschaft und haben damit eine frühe Form der Demokratie entstehen lassen." In der heutigen Zeit habe sich eine hohe Form von Demokratie mit Beteiligungsmöglichkeiten auf allen Ebenen entwickelt. Mit durchaus kritischen Worten mahnte das Gemeindeoberhaupt die Pflicht zur Mitwirkung aller Bürger an. Würde eine Umfrage unter allen 3000 Bürgern mit der Frage "Wer oder was ist die Gemeinde" gestellt, würde man vermutlich nicht besonders häufig als Antwort ,das sind wir alle gemeinsam' hören. Wahrscheinlicher dürften Antworten wie der Gemeinderat und der Bürgermeister oder ?die im Rathaus' sein. Die Entfremdung von Volk und Gemeinschaft zeige sich hier auch auf unterster Ebene, nicht nur in der großen Politik, so der Bürgermeister. Leider stehe heute oftmals nicht mehr das "Wir" im Vordergrund, sondern viel häufiger das "Ich".

Die Gemeinde Adelschlag könne sich jedoch noch glücklich schätzen. Denn in den Ortsteilen gebe es noch Gemeinschaftssinn und ein intaktes Vereinsleben. Der Dank des Bürgermeisters galt deshalb allen engagierten Bürgern, die damit zu wichtigen Teilen im Motor und Getriebe der Gemeinde werden. "Als größte Herausforderung ist nicht die Abwicklung der eingangs vorgestellten Projekte zu sehen. Vielmehr müssen wir in unserer Gesellschaft eine ?Ich bin dabei Initiative' auf die Beine stellen; wir müssen versuchen, das ?Wir' wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken!"

Es müssen nicht immer alle einer Meinung sein, fuhr der Rathauschef fort, - nein - einig sein heißt, das Gemeinsame in den Vordergrund stellen und nicht das Trennende. Einig sein heißt aus seiner Sicht, sich als Teil der Gemeinschaft sehen und erkennen, dass es dem Einzelnen nur gut gehen kann, wenn es auch allen andern gut geht, endete Bürgermeister Birzer.

Kerstin Kleinhans
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