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Der Maler Alessandro Serafini hat seinen Platz gefunden – in Eichstätt bekommt er seine Inspiration

Der Mann mit den tausend Gesichtern

Eichstätt
erstellt am 11.08.2017 um 15:02 Uhr
aktualisiert am 16.08.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (EK) Große blaue Augen starren geradeaus. Ein feminines Gesicht – weder lächelt es, noch zeigt es Verärgerung. Die Gesichtszüge wirken entspannt und zufrieden. Die Proportionen sind perfekt getroffen, die Pinselstriche gezielt gezogen. Gedeckte, ruhige Farben umfließen das Antlitz.
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Florentina Czerny
Eichstätt

Seit Jahren sind Gesichter das Motiv für Alessandro Serafinis Malerei. Dabei spielt er nicht mit verschiedenen Emotionen oder Ausdrücken, sondern zeichnet stets ein gelassenes Gesicht mit vollen Lippen und weichen, fast weiblichen Gesichtszügen. „Es geht mir nicht um das Geschlecht. Das kann eine Frau sein oder ein Jüngling – ganz egal. Wirklich wichtig sind die Augen. Durch sie kann man die Seele sehen“, erklärt Serafini seine Kunst.

Der 54-jährige Maler wurde in Rom geboren und studierte dort am Institut für Kunst. Einige Jahre lehrte er taubstummen Kindern das Zeichnen, bis es ihn 1987 nach Deutschland verschlug. Sein Zuhause sowie sein Atelier befinden sich in Eichstätt. Seine Kunstwerke konnte er schon in zahlreichen Ausstellungen deutschlandweit zeigen. Die Resonanz ist gut – die Bilder gefallen und verkaufen sich erfolgreich.

Fotostrecke: Der Maler Alessandro Serafini

In jedem Bild steckt eine ausgefeilte Technik, viel Zeit und Leidenschaft. Trotzdem empfindet Serafini keine Wehmut, wenn er seine Bilder an Kunden abgibt: „Es tut nicht weh, wenn ich meine Bilder weggeben muss, weil ich sie verkaufe. Dafür fertige ich sie ja an.“ In der Malerei hat Alessandro Serafini seine Bestimmung gefunden – das kann man bei jedem Pinselstrich erkennen. Im Laufe der Jahre konnte der Maler seinen ganz eigenen Stil entwickeln. Die emotionale Bindung zu seinen Werken ist dabei gleich geblieben – damals wie heute. „Ein Lieblingsbild habe ich nicht. Sie bedeuten mir alle gleich viel. Sie alle sind meine Kinder.“

Florentina Czerny
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