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Verkehrssituation am Pietenfelder Kinderhaus ist Thema im Gemeinderat - Umrüstung auf LED

Eingeschränktes Halteverbot als Lösung

Adelschlag
erstellt am 17.05.2018 um 17:47 Uhr
aktualisiert am 20.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Adelschlag (EK) Ein großes Thema auf der Sitzung des Adelschlager Gemeinderats war die Verkehrssituation am Kinderhaus St. Michael in Pietenfeld.
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Die Baustelle am Kinderhaus verschärft die Parkplatzproblematik in Pietenfeld.
Die Baustelle am Kinderhaus verschärft die Parkplatzproblematik in Pietenfeld.
Foto: Kleinhans
Adelschlag
Der bestehende Kindergarten an der Hauptstraße wird derzeit um eine zweigruppige Kinderkrippe (24 Plätze) erweitert. Sowohl örtliche Gemeinderäte, als auch die Kindergartenleitung und Elternvertreter haben darauf hingewiesen, dass sich während der Bring- und Abholzeiten immer mehr Fahrzeuge im Bereich des Kindergartens aufhalten und damit Gefahren einhergehen.

Aufgrund der noch laufenden Bauarbeiten wurde die Thematik Anfang Mai mit einer Verkehrsschau vor Ort besprochen. Neben dem Bürgermeister Andreas Birzer und der Leiterin des Kinderhauses, Tina Frohne, nahm auch Natalie Wunder, Mitarbeiterin des Ordnungsamts, und Matthias Glück, Verkehrssachbearbeiter der Polizeiinspektion Eichstätt, am Gespräch teil.

Zunächst wurde festgestellt, dass der komplette Ortsteil Pietenfeld eine Zone 30 darstellt und es so gut wie keinen Durchgangsverkehr gibt. Alle vor dem Kinderhaus parkenden und vorbeifahrenden Fahrzeuge sind in der Regel Ortsansässige und Anwohner. Oftmals, so die einträchtige Meinung, sind es die Eltern, welche so nahe als möglich mit dem Auto an den Eingang heranfahren wollen. Die Kindergartenleitung hat auf diese Problematik bereits mit dem Aufstellen von Blumenkästen reagiert. Außerdem parken die Erzieherinnen in den anliegenden Straßen, um die vorhandenen Parkplätze für die Eltern zur Verfügung zu stellen.

Im Gemeinderat verdeutlichte Bürgermeister Birzer nun, dass die vorhandenen Parkbuchten, die im Rahmen der Dorferneuerung geschaffen wurden, immer für den Kindergarten gedacht waren und nicht als Anwohnerparkplätze dienen sollten. Natalie Wunder vom Ordnungsamt schlug den Räten vor, ein eingeschränktes Halteverbot für die Tage Montag bis Freitag und den Zeitraum von 7 bis 16 Uhr inklusive Seitenstreifen einzurichten. Dies würde ein Be- und Entladen, im Fall der Kinder ein Aus- und Einsteigen, erlauben, jedoch kein Dauerparken im angegebenen Zeitraum.

Dieser Vorschlag wurde von den Räten einstimmig befürwortet. Auch nach Fertigstellung der Kinderkrippe soll der neue Eingangsbereich für beide Gebäude mit Blumenkästen abgegrenzt werden. Ebenfalls soll die Nische im westlichen Bereich des Altbaus für Fahrräder und Roller frei bleiben. Zudem ist eine weitere Hinweisbeschilderung auf Kinder geplant. Das Park- und Haltekonzept soll dann, wie in der Verkehrsschau mit der Kindergartenleitung besprochen, im Rahmen eines Elternabends vorgestellt werden.

Auf offene Ohren stieß in diesem Zusammenhang der Vorschlag von Gemeinderat Michael Schneider, den Gehweg auf der Seite der Kinderkrippe östlich des Neubaus hinter die bestehenden Parkbuchten zu verlegen. Im Rahmen des Neubaus der Kinderkrippe würden zwei der vorhandenen Parkplätze erhalten bleiben und ein seitlicher Parkplatz zusätzlich geschaffen werden. Schneider zufolge würden die östlichen Parkbuchten dann allesamt seitlich zur Straße verlaufen. "Eine sicherere Lösung als diese gäbe es nicht", so Schneider. Diese Argumentation fand auch bei den restlichen Räten Anklang. Jedoch müsse, so Bürgermeister Birzer, hier mit Mehrkosten gerechnet werden. Die Frage, ob die Wertigkeit hierfür so hoch sei, dass der Mehraufwand für die Umgestaltung begründet ist, wurde im Gremium eindeutig bejaht. Der Gemeinderat beschloss demnach den Planungsvorschlag von Ratsmitglied Schneider vom zuständigen Planer ausarbeiten zu lassen, um eine genaue Kostenvorstellung zu erhalten.

Ausgiebig beratschlagt wurde in der Sitzung außerdem über die Umrüstung der Straßenbeleuchtung der Gemeinde Adelschlag auf LED-Leuchtmittel. Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Andreas Birzer einen Mitarbeiter der Main-Donau-Netzgesellschaft, welcher die verschiedenen Möglichkeiten der Beleuchtung im Gremium vorstellte. Aufgrund des bestehenden Komplettwartungsvertrages mit der Firma besteht nunmehr im Rahmen der Wartung die Möglichkeit, die seit 2010 in Betrieb genommenen energiesparenden Natriumdampfleuchten (gelbes Licht) auf LED-Beleuchtung umzustellen. Nach Abwägung aller technischen und finanziellen Details beschloss der Gemeinderat dem Angebot mit den 3000-Kelvin-Leuchtmitteln und dadurch entstehenden Umbaukosten von 38338 Euro zuzustimmen (weiterer Bericht aus der Sitzung folgt).

Kerstin Kleinhans
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