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Auf 13000 Quadratmetern soll in Lenting ein Business-Park entstehen

Ein Zentrum im Osten

Lenting
erstellt am 06.12.2018 um 17:52 Uhr
aktualisiert am 09.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Lenting (EK) Das Dienstleistungszentrum des Landratsamts Eichstätt ist gerade erst eingeweiht worden - und schon hatte der Lentinger Gemeinderat den Plan für das nächste größere Projekt in direkter Nachbarschaft auf dem Tisch: ein Versorgungszentrum mit neun Einrichtungen auf über 13000 Quadratmetern, genannt Business-Park Lenting.
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Wegen dieser privaten Maßnahme muss der Bebauungsplan geändert werden, und zwar für neun sogenannte Module in unterschiedlicher Bauhöhe. Diese sind als Räume für Büros, ein Hotel, eine Arztpraxis, ein Fitnessstudio, Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen, Kindertageseinrichtungen, Gastronomie, Läden, Werkstätten und Betriebswohnungen gedacht. Mit den Behörden sei alles besprochen, berichteten die Vertreter der Forster-Fleischwarenfabrik-GmbH, der das Gelände - auf dem einst ein Sägewerk stand - gehört.

Im Gemeinderat gab es wenig darüber zu diskutieren. Auf die Frage nach dem zeitlichen Ablauf hieß es lediglich, für die beiden ersten Module seien 15 Monate eingeplant. Das Gremium stimmte der Änderung des Bebauungsplans mit 16:0 Stimmen zu. Genauso ging die damit verknüpfte Erschließungsplanung des Gewerbegebiets "Lenting Ost II" durch.

Anders lief es mit dem Antrag auf Änderung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet "Lenting Ost II". Der Antragsteller Bernhard Kessel konnte als Gast während der Sitzung des Gemeinderats mitreden. Er nannte Details über die Gründe des Antrags, Abstandsflächen, den Zukauf von Gelände oder den Verlauf von Straßen. Aus dem Gemeinderat kam von CSU-Seite eine Zusage, von der SPD eine Absage ("Es soll so bleiben."). Der Antragsteller, größter Arbeitgeber im Ort, räumte ein, nach Paragraphen zu entscheiden sei "ja normal". Er schob aber auch die Bemerkung nach, es sei zu überlegen, wie es in Lenting mit der Firma weitergeht. Der Änderungsantrags wurde mit 2:14 Stimmen dennoch erst einmal abgelehnt.

Eine Liste mit 44 Lentinger Namen zeigte, dass der Antragsteller auf die Errichtung einer Eislauffläche auf dem bestehenden Skaterplatz am Bergfürst so einige Unterstützer hat. Demnach soll der jetzt Skaterplatz mit einer relativ dünnen Eisschicht präpariert werden. Der namentlich nicht genannte Antragsteller wies darauf hin, dass der Dorfweiher - auch bedingt durch den Klimawandel - als Eisfläche nicht mehr so häufig genutzt werden könne. Bauhof, Feuerwehr und Eltern sollen seiner Meinung nach beim Aufbau helfen. Der Gemeinderat stimmte einem Probelauf ausnahmslos zu, genau wie der Übernahme einer Versicherung.

Auch die Versuchsbohrung für den Tiefbrunnen 3 der Wasserversorgung Lenting, Hepberg, Stammham, Wettstetten fand allgemeine Zustimmung. Unter fünf Bietern erhielt die Firma mit dem günstigsten Angebot von 303000 (Höchstsumme 377000 Euro) den Auftrag.

Darüber hinaus wurden die Finanz- und Investitionsplanung bis 2022 sowie die Entwicklung der Wassergebühren besprochen. Nach den Berechnungen des neuen Geschäftsstellenleiters Stephan Gmöhling wird sich der Kubikmeterpreis für das Wasser von 1,22 auf kostendeckende 1,80 Euro ab Januar 2019 erhöhen - zum Teil verursacht durch den dritten Brunnen.

Zum Ausklang des Sitzungsjahres herrschte die übliche vorweihnachtliche Stimmung. Gute Wünsche und den Dank für die Zusammenarbeit unter den Fraktionen äußerten Martin Putschögl (CSU), Wilfried Holzapfel (SPD) und Johanna Zieglmeier (FW). Bürgermeister Christian Tauer schloss sich dem an.
Hans Greis
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