Samstag, 21. Juli 2018
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Das Maletter wurde in den Genussführer aufgenommen - Insgesamt neun Einträge in der Region, keiner in Ingolstadt

Erstes Slow-Food-Lokal in Eichstätt

Eichstätt
erstellt am 16.01.2018 um 14:31 Uhr
aktualisiert am 20.01.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (rin) "Das ist natürlich eine riesige Auszeichnung und zeigt auch, dass unser Konzept funktioniert", freut sich Elisabeth Gabler-Hofrichter: Das Restaurant Maletter, das Gabler-Hofrichter gemeinsam mit ihrem Sohn Andreas betreibt, wurde gerade in den Slow-Food-Genussführer 2018 aufgenommen.
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Aufnahme in den Genussführer: Andi Hofrichter und Elisabeth Gabler-Hofrichter bekommen von den Slow-Food-Vertretern Dr. Moni Islam und Fritz Schäffler (von links) die Urkunde überreicht..
Aufnahme in den Genussführer: Andi Hofrichter und Elisabeth Gabler-Hofrichter bekommen von den Slow-Food-Vertretern Dr. Moni Islam und Fritz Schäffler (von links) die Urkunde überreicht.
Straßer
Eichstätt
Wie groß die Auszeichnung ist, zeigt ein Blick in die Statistik: Das Maletter ist erst das neunte Lokal, das die Ingolstädter Slow-Food-Gruppe ("Convivium") für den Genussführer empfiehlt - keins davon ist in der Stadt Ingolstadt selbst zu Hause.

Denn die Kriterien dafür sind streng: "Das Essen muss gut - also wohlschmeckend und handwerklich hergestellt - sein. Außerdem sauber, also frei von Chemie und von hoher Qualität, und zusätzlich fair. Fair für den Produzenten, aber auch für den Gast - der Menüpreis darf nicht über 50 Euro liegen", erklärt Dr. Moni Islam, der im Ingolstädter Convivium für den Genussführer verantwortlich ist.

Das Maletter erfülle diese Kriterien mit aller Konsequenz, davon habe sich die Gruppe bei mehreren Testbesuchen überzeugt, so Islam: "Regionalität und Saisonalität bei den Gerichten und den Zutaten, alle Produzenten, soweit möglich, auf der Speisekarte aufgelistet." Tatsächlich: Naturschwein von der Metzgerei Joseph Huber aus Ingolstadt-Hundszell, Gemüse vom Biohof Mayer in Preith, Fisch von der Forellenzucht Lang in Regelmannsbrunn - Andreas Hofrichter kennt die Erzeuger der Produkte, die er in der Küche des Maletter verwendet, persönlich. Das ist ihm ein großes Anliegen, denn "wir wollen die Sachen ja mit gutem Gewissen verkaufen."

Wichtig sei ihm vor allem, alles selbst zu machen, bis hin zu den Nudeln und vor allem auch den Soßen: "Er hat ja nicht Koch gelernt, um dann in der Küche Tüten mit Fertigprodukten aufzureißen", erklärt Elisabeth Gabler-Hofrichter. So wisse man immer ganz genau, was in jedem Gericht drin ist, das sei auch wichtig für Gäste mit Allergien. Viel Wert wird im Maletter außerdem darauf gelegt, dass die angebotenen Speisen in die Jahreszeit passen: "Erdbeeren im Winter werden Sie bei uns nicht bekommen." Dieses Konzept wurde nun mit der Aufnahme in den Slow-Food-Genussführer belohnt.

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