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Grüne nominieren Listen für Stadtrats- und Kreistagswahl – Verzicht auf Landratsbewerber

"Absolute Mehrheit der CSU verhindern"

Eichstätt
erstellt am 14.01.2014 um 18:50 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 17:17 Uhr | x gelesen
Eichstätt (EK) Die Grünen in Stadt und Landkreis sind für die Kommunalwahl am 16. März gerüstet. Bei einer Nominierungsversammlung stellten sie am Montagabend ihre Listen für die Stadtrats- und Kreistagswahl auf. Auf einen eigenen Landratsbewerber verzichtet die Partei bei diesem Wahldurchgang.
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Eichstätt: "Absolute Mehrheit der CSU verhindern"
Die Kandidatinnen und Kandidaten der Eichstätter Grünen für die Wahl zum Stadtrat mit der Spitzenkandidatin Manuela Knipp-Lillich (7. von rechts) - Foto: hr
Eichstätt

Eichstätt (EK) Die Grünen in Stadt und Landkreis sind für die Kommunalwahl am 16. März gerüstet. Bei einer Nominierungsversammlung stellten sie am Montagabend ihre Listen für die Stadtrats- und Kreistagswahl auf. Auf einen eigenen Landratsbewerber verzichtet die Partei bei diesem Wahldurchgang.

Nach gut drei Stunden und 20 Wahlgängen war es am Montagabend geschafft. Die Liste mit den 24 Bewerberinnen und Bewerber für die Stadtratswahl (hier sind 24 Plätze zu vergeben) stand fest, ebenso die 30 Personen umfassende Kandidatenliste für die Kreistagswahl (hier stehen 60 Plätze zur Verfügung). Dabei handelt es sich jeweils um sogenannte offene Listen, was bedeutet, dass nicht alle Bewerber Mitglied in der Partei Bündnis 90/Grüne sind.

Während die Kreistagsliste ohne große Diskussion nach kurzer Zeit verabschiedet werden konnte, gab es bei der Platzvergabe für die Stadtratsliste mehrere Durchgänge und Stichwahlen. Vor allem bei den von der Partei vorgegebenen „Männerplätzen“ (bei den Grünen wird jeder ungerade Listenplatz mit einer Frau besetzt, die geraden Plätze stehen den Männern zur Verfügung) musste jeder einzelne Platz mit einem oder gleich mehreren Wahlgängen besetzt werden. Selbst das bereits amtierende Stadtratsmitglied Wolfgang Wollny musste sich einer Kampfabstimmung unterziehen. Bei den Frauen dagegen gab es bei der Vergabe aller Plätze kein Gerangel – für jeden Frauenplatz gab es nur eine Bewerberin.

Unumstritten die Spitzenposition nimmt sowohl auf der Stadtrats- wie auch auf der Kreistagsliste Manuela Knipp-Lillich ein. Die 53-jährige Diplomjournalistin, die seit 1996 bereits in Stadt und Landkreis kommunalpolitisch aktiv ist, gab sich in ihrer Begrüßungsrede auch sehr selbstbewusst und zuversichtlich. Ziel in der Stadt müsse es sein, eine absolute Mehrheit der CSU im Stadtrat zu verhindern, gab sie die Parole aus. Die vergangenen sechs Jahre im Stadtrat, in denen die CSU ebenso wie alle weiteren Parteien zusammen mit zwölf Sitzen vertreten sei und somit über keine absolute Mehrheit mehr verfüge, hätten der Stadtratsarbeit und der Demokratie nur gut getan. Dieser Weg müsse eine Fortsetzung finden, erklärte sie und gab zudem als Ziel aus, zu den bereits drei Plätzen im Stadtrat einen weiteren dazugewinnen zu wollen. Die „stark besetzte und personell gut bestückte Liste“ sei dafür die beste Voraussetzung.

Auch im Landkreis zeigten die Grünen mit ihrer Liste Präsenz, sagte sie zu der Kreistagsliste. Hier gelte es, Flagge zu zeigen und der CSU – oder lediglich unter anderem Namen auftretenden Listen – Paroli zu bieten. Um in Stadt und Kreis Akzente zu setzen, kündigte Knipp-Lillich die Einrichtung mehrerer Arbeitsgruppen an. Den Verzicht auf einen eigenen Kandidaten für die Landratswahl begründete Manuela Knipp-Lillich gegenüber unserer Zeitung mit der Amtsführung des amtierenden Landrats Anton Knapp. Der zeige sich – „anders als sein Vorgänger“ – grünen Ideen und Vorschlägen sehr aufgeschlossen und sitze zudem „fest“ im Sattel. Eine mehr oder weniger „aussichtslose Kandidatur“ sei nicht zu stemmen, so Knipp-Lillich unter Hinweis auf ihre eigene OB-Kandidatur 2012 und die Kraftanstrengungen, die die Partei bei der Landtags- und Bundestagswahl 2013 habe leisten müssen.

Von Hermann Redl
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