Montag, 16. Juli 2018
Lade Login-Box.

St.-Walburg-Grundschüler schnürten 75 Geschenkpakete für Kinder im rumänischen Carei

Ersehnte Weihnachtspost aus Eichstätt

Eichstätt
erstellt am 06.12.2017 um 18:55 Uhr
aktualisiert am 10.12.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (ddk) Auch in diesem Jahr schnürten die Schüler von St. Walburg wieder großzügig Geschenke für rumänische Kinder: 75 wunderschön verpackte Weihnachtspäckchen häuften sich am Eingang der Schule.
Textgröße
Drucken
Eichstätt: Ersehnte Weihnachtspost aus Eichstätt
75 Weihnachtspäckchen schickten die Mädchen und Buben der Grundschule St. Walburg auf die Reise nach Rumänien. - Foto: Kusche
Eichstätt

Stolz übergaben sie dem Vertreter der Rumänienhilfe Carei, Anton Welser, ihre Gaben, die bereits vor dem ersten Advent ihre Reise nach Carei antreten.

Rektorin Bettina Sterner und viele fleißige Grundschüler freuten sich über das Ergebnis der Weihnachtspäckchenaktion. Seit zehn Jahren schon bereiten Kinder der Grundschule in den Wochen vor dem ersten Advent Weihnachtspäckchen für bedürftige rumänische Kinder in Kindergärten, Schulen, Kinder- und Waisenheimen.

Nur wenig verändere sich an der Situation vieler Menschen in Rumänien, vor allem in den ländlichen Gebieten, berichtete Anton Welser. Dramatische Arbeitslosigkeit, die anhaltende Verteuerung in vielen Lebensbereichen und eine schlechte Einkommenssituation belasteten die Familien. Gerade Kinder leiden unter diesen Lebensbedingungen. Viele Familien lebten in miserablen Wohnungen oder Hütten, oft ohne Heizung, fließend Wasser oder Möbel, so Welser. Da der Staat im Laufe des Dezembers Schulen wegen Heizkostenersparnis oftmals frühzeitig vor den Weihnachtsferien schließe, sei es dem Verein ein besonderes Anliegen, möglichst schon Anfang Dezember in Carei mit der Verteilung der Weihnachtspäckchen zu beginnen: "Die Kinder und Eltern, die ihre Kinder in die Schule schicken, sollen damit auch ein wenig belohnt werden." Denn leider gebe es in Rumänien viele Eltern, die aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht dafür Sorge trügen, dass ihre Kinder regelmäßig in die Schule gehen: "Und in den Schulen kümmert sich auch niemand darum, ob alle Kinder jeden Tag anwesend sind", bedauerte Welser. Die Rumänienhilfe Carei führt mit Unterstützung von privaten Ehrenamtlichen sowie von Helfern des THW Eichstätts, die im Januar 2018 wieder zu ihrer großen Tour nach Carei starten, seit Langem Hilfsaktionen durch.

Der Verein fördert in der Region Carei, circa 35 Kilometer von der ungarischen Grenze entfernt, ein Kinderheim, ein Wohnprojekt, einen Kindergarten, eine Nachmittagsbetreuung, Impfaktionen, ein Altersheim und den Verein "Kinderland" mit einem Kleidermarkt.

Von Dagmar Kusche
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!