Dienstag, 11. Dezember 2018
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Beim Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg drängt sich das Publikum auf sämtlichen Plätzen und Podesten

3800 Zuschauer im Liqui-Moly-Stadion

Eichstätt
erstellt am 27.06.2017 um 22:11 Uhr
aktualisiert am 01.07.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (chl) 2090 Besucher müssen reinpassen, damit das Liqui-Moly-Stadion des VfB Eichstätt regionalligatauglich ist - das wurde gestern Abend deutlich getoppt. Beim Testspiel gegen die Profis des 1. FC Nürnberg drängten sich 3800 Zuschauer auf sämtlichen Sitzen Bänken und Stehpodesten.
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Eichstätt: 3800 Zuschauer im Liqui-Moly-Stadion
ls Erfolg – trotz der Niederlage auf dem Platz – dürfen die Verantwortlichen des VfB Eichstätt das gestrige Spiel gegen den 1.FCN verbuchen
Chloupek
Eichstätt

"Genießen, einfach nur genießen heute", meint VfB-Vorsitzender Thomas Hein, der bei der Kartenkontrolle mit anpackt, während die Besuchermenge vor dem Anpfiff auf den Platz strömt. Nächste Woche wird es für den VfB ernst, dann steht die Platzabnahme samt der selbst gezimmerten Stehtribünen durch den Bayerischen Fußballverband an.
 
Am Mittwoch soll alles fertig sein. Noch fehlt so manches, die Gitter des Gästeblocks zum Beispiel, auch "Hooligankäfig" genannt. Die sind aber für die Fans des 1. FC Nürnberg gar nicht nötig - hier herrscht große Freundschaft. Denn der fränkische Traditionsklub hat in Eichstätt und Umgebung viele Verehrer - und einige Fanklubs, wie Fanklubbetreuer Jürgen Bermann bestätigt. Und die lassen sich das Spiel ihres Clubs in ihrer Heimat natürlich nicht entgehen.

Fotostrecke: VfB Eichstätt - 1. FC Nürnberg 1:2
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Michael Gutmann markiert das Revier im Gästeblock gleich mit einer überdimensionalen Tittinger Fanklubfahne - und die ist nicht die einzige. Thalmässing, Raitenbuch, Burgsallach - Franken ist nahe. Rund um den Platz, den die Jugendfeuerwehr am Freitag eigens noch mithilfe einer Schlauleitung aus der Altmühl saftig gesprengt hatte, damit die Fußballer trotz der Hitze ein anständiges Grün unter den Stollen haben, sind mehr rote als grüne Trikots zu sehen. Und selbst in der Sprecherkabine sind grün und rot friedlich vereint: Stadionsprecher Charly Dengler übernimmt den Eichstätter Part, Peter Chloupek - seit Jahrzehnten nicht nur VfB-ler, sondern auch ein bekennender Clubberer mit besten Kontakten nach Nürnberg, der auch mitgeholfen hatte, das Spiel nach Eichstätt zu vermitteln, moderiert im Clubtrikot.

Fair, aber nicht zu friedlich, sollte es freilich werden, wenn es nach den beiden Trainern geht. Beide, Markus Mattes für den VfB und Michael Köllner für den FCN, nehmen dieses Testspiel durchaus ernst. Dass das hier in Eichstätt doch ein schöner, entspannter Sommerabend werden könnte, ließ Köllner so nicht stehen: Schön gerne, aber bitte nicht zu entspannt: "Das ist für uns ein wertvolles Vorbereitungsspiel. Es zählt jeder Eindruck, die Spieler sollen sich zeigen", sagt Köllner, während um ihn herum die "Einlaufkids" - Kinder der E2- und F-Jugend - vor dem Anpfiff beinahe schon genauso nervös werden wie ihre Mütter. Die Kinder sind beeindruckt von den Profis aus Nürnberg, halten aber selbstverständlich zu ihren Jungs aus Eichstätt, und freuen sich riesig, als der erste Torjubel tatsächlich aufseiten des VfB losbricht - und die Führung sogar über die Halbzeitpause hält. "Respekt", war da auch aus den Reihen der Clubfans zu hören. "Respekt!", während die Eichstätter Fanecke Fahnen schwingt.

Die Eichstätter Fans wirken also für die Regionalliga schon gerüstet, das Stadion soll bis nächste Woche folgen. Und das Team? Die Club-Legende Dieter Nüssing, der schon beim Aufstiegsspiel in Neumarkt am Spielfeldrand gestanden hat, wagt eine Saisonprognose für die Eichstätter: "Ich denke schon, dass diese Mannschaft den Klassenerhalt schafft." Dass die Jungs gestern doch noch 1 : 2 verloren haben (siehe auch Sportteil)? Geschenkt.

Von Eva Chloupek
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