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Die strengen Anforderungen der Umweltnorm EMAS werden weiterhin erfüllt

Ordinariat bleibt auf grünem Kurs

Eichstätt
erstellt am 12.03.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 16.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (pde) Das Bischöfliche Ordinariat Eichstätt bleibt auf grünem Kurs: Es erfüllt weiterhin die strengen Anforderungen von EMAS. So nennt sich abgekürzt die europäische Norm für das freiwillige Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung.
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Eichstätt: Ordinariat bleibt auf grünem Kurs
Durch Ökostrombezug vermeidet das Rechenzentrum der Diözese CO2-Emissionen. - Foto: Hofmann/pde
Eichstätt

Umweltgutachter Henning von Knobelsdorff attestierte der Einrichtung bei seiner Zwischenprüfung einen hohen Standard in Sachen Umweltschutz und bestätigte das bereits vor zwei Jahren erworbene Zertifikat bis Ende 2019.

EMAS gilt als weltweit strengste Norm im betrieblichen Umweltschutz. Die Verordnung fordert neben einer "ökologischen Innenrevision" auch die Überprüfung durch unabhängige Umweltgutachter. Mit EMAS verpflichtet sich das Ordinariat nach eigenen Angaben freiwillig, seine Umweltbelastungen dauerhaft zu verringern. Ein zehnköpfiges Team unter Leitung des Umweltmanagementbeauftragten Richard Ulrich kümmert sich um die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltleistung. Seit der Einführung des Umweltmanagementsystems 2014 wurden bereits mehrere Maßnahmen umgesetzt. So bezieht das Bischöfliche Ordinariat über die Stadtwerke Eichstätt ausschließlich nach "Grüner Strom Label" zertifizierten Ökostrom. Dadurch wird zum Beispiel allein im diözesanen Rechenzentrum, das 900 Megawattstunden Strom im Jahr verbraucht, eine große Menge schädlicher Klimagase vermieden. Das Ordinariat hat sich zudem eine Richtlinie zur Umweltpolitik sowie einen Beschaffungsleitfaden gegeben, die alle Mitarbeitenden dazu verpflichten, die in Herstellung, Gebrauch und Entsorgung insgesamt umweltfreundlichsten Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu beschaffen. Fair gehandelte Produkte sind demnach zu bevorzugen.

In allen Bereichen der Zentralverwaltung sollen Abfälle vermieden und unvermeidbare Abfälle verwertet oder umweltverträglich entsorgt werden. In den Büros wird bereits vorwiegend Recyclingpapier verwendet und alle Druckaufträge werden nach Möglichkeit klimaneutral erstellt. Genauso ist das Diözesanbauamt angehalten, bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen auf die Verwendung umweltverträglicher Stoffe zu achten. "Ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung des Umweltmanagements nach EMAS ist die Information und Weiterbildung der Mitarbeitenden", betont Richard Ulrich. Ausstellungen, Begehungen und eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel "Learn & Lunch" helfen dabei, dass bei den Beschäftigten Verständnis und Bereitschaft entsteht, die verschiedenen Maßnahmen auch mitzutragen.

Für die kommenden Jahre sind weitere Projekte geplant. Eine größere Investition wird laut Ulrich der Aufbau einer zentralen Wärmeversorgung für die Verwaltungsgebäude sein. Das Umweltteam befasse sich derzeit auch mit dem Einstieg in die Elektromobilität bei den Dienstwagen. Bei Großveranstaltungen des Bistums spiele Umweltschutz eine wichtige Rolle. So soll die Willibaldswoche im Juli in Eichstätt mit Unterstützung des Umweltteams als klimaneutrale Veranstaltung durchgeführt werden. Die EMAS-Zertifizierung des Ordinariats ist Teil der Klimaoffensive 2030 der Diözese Eichstätt. Damit will das Bistum seine Kohlendioxid-Emissionen bis 2020 um 25 Prozent und bis 2030 um 50 Prozent reduzieren.

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