Sonntag, 21. Oktober 2018
Lade Login-Box.

Gemeinderat Adelschlag begrüßt die Vorschläge zum Personennahverkehr

Ochsenfeld besser anbinden

Adelschlag
erstellt am 12.10.2018 um 18:04 Uhr
aktualisiert am 15.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Adelschlag (EK) Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans des Landkreises Eichstätt nahm der Adelschlager Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zum Anlass, um den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) vor allem innerhalb der Gemeinde, aber auch in den Nachbargemeinden unter die Lupe zu nehmen.
Textgröße
Drucken
Die Grundlage hierfür liefert das Papier des Planungsbüros Gevas Humberg & Partner aus München, das im Mai 2017 vom Kreistag mit der zweiten Fortschreibung beauftragt wurde. Der Nahverkehrsplan wurde erstmal 1995 erstellt, eine erste Fortschreibung fand 2000 statt. Für die Weiterentwicklung sprechen große strukturelle Veränderungen (Einwohnerzuwachs, neue Wohn- und Gewerbegebiete) sowie schulische Entwicklungen, die der Landkreis mit der Verlegung der Maria-Ward-Realschule oder dem Gymnasium in Gaimersheim genommen hat. Auch die Einführung der Schnellbuslinie, der Gemeinschaftstarif der Region 10, aber auch der künftige Bahnhalt der Audi sprechen für die Neuauflage des Plans. So können Schwachstellen im ÖPNV identifiziert, Potentiale erkannt und Maßnahmen zur Verbesserung eingeleitet werden.
Doch zuvor musste die Gemeinde sämtliche Daten wie Einwohner- und Schülerzahlen, zentrale Einrichtungen sowie Bild- und Kartenmaterial mit allen Bushaltestellen übermitteln. Eine Schwachstellenanalyse des Planungsbüros ergab, dass die Frequentierung von Montag bis Freitag zwar während der Schulzeiten den aktuellen Anforderungen entspricht, jedoch in Ferienzeiten oder an Samstagen der Ortsteil Ochsenfeld den Richtwert deutlich unterschreitet. An Sonntagen erfüllt nur Adelschlag mit seinem Bahnhalt den Sollwert, die anderen drei Ortsteile fallen hier durch. Weiterhin ist in dem Bericht von einer "sehr schwachen" Anbindung von Bus zu Bahn die Rede, da kein direkter Anschluss besteht.
Als Maßnahme wird eine generelle Weiterentwicklung des ÖPNV vorgeschlagen, jedoch muss hier die Gemeinde tätig werden. Es könnten beispielsweise ein Rufbus, eine flexible Bedienungsform von Haltestellen oder die Nutzung des Schülerverkehrs für den ÖPNV eingeführt werden. Für die Verbesserung der Schnittstelle Bus-Bahn käme die Einrichtung einer Bushaltestelle am Adelschlager Bahnhof in Betracht, eine Linie aus Richtung Wellheim über Ochsenfeld würde einen Anschluss an die Schnellbuslinie Eichstätt - Ingolstadt in Pietenfeld schaffen.
Die Vorschläge stießen bei den Gemeinderäten allesamt auf Gegenliebe, der Zughaltestelle in Adelschlag messen sie nach Errichtung des Audi-Bahnhaltes Ende 2019 eine hohe Bedeutung bei. "Alle schimpfen über das hohe Verkehrsaufkommen, bei Nutzung des angebotenen Job-Tickets kann jedermann die Vorteile der Schienenverbindung genießen", so ein Gemeinderat. Hohe Priorität habe auch der Ausbau des Bahnhofes in Adelschlag, der derzeit weder als ansehnlich noch als barrierefrei gilt. Hier steht allerdings die Deutsche Bahn in der Pflicht. Zur Errichtung eines Pendlerparkplatzes auf dem Bahnhofsgelände stand ein eigener Punkt auf der Tagesordnung.
Die Eingaben der Gemeinden zur Fortschreibung des Nahverkehrsplanes, die zuvor nochmals gegenseitig abgestimmt werden, sollen bis Anfang Dezember im Landratsamt vorliegen. (Weiterer Bericht aus der Sitzung folgt.)

Klarstellung zu Breitbandausbau

Nach den Ortsteilen Ochsenfeld und Pietenfeld können nun auch die Adelschlager Haushalte mit Kupferanschluss (FTTC) das schnelle Internet nutzen. Die Glasfaser-Hausanschlüsse (FTTH) in Pietenfeld und Adelschlag lassen noch auf sich warten, hierzu gibt es keine genaueren Termine. An der Freischaltung für Möckenlohe wird noch gearbeitet, als Zeitpunkt wird der 23. Oktober angepeilt.

Für Verärgerung sorgen Aussagen von Telekom-Mitarbeitern, welche die Verzögerungen beim Ausbau rechtfertigen sollten. Den Kunden werde sowohl am Telefon als auch in den Niederlassungen der Telekom mitgeteilt, dass die Gemeinde nicht genug "Ports" gebucht habe. Diese Aussage sorgte im Ratsgremium für Unmut und Kopfschütteln, auch Bürgermeister Andreas Birzer sah sich zu einer Klarstellung genötigt: "Die Gemeinde hat nichts damit zu tun, es gab und gibt keine Ports zu buchen. " Dies sei ihm auch vom Vertriebsleiter der Telekom in der Region Nürnberg Süd, Markus Sand, so bestätigt worden. Informationen zum aktuellen Stand sind auf der Website der Gemeinde unter www. adelschlag. de zu finden.

Dominik Alberter
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!