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Der Eichstätter Hobbyastronom Franz Zitzelsberger hatte Glück und sah den "Venus-Transit" in einer Wolkenlücke

Große Freude über einen kleinen Fleck

Eichstätt
erstellt am 06.06.2012 um 18:46 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 17:03 Uhr | x gelesen
Eichstätt (chl) Franz Zitzelsberger ist auch Stunden später noch völlig euphorisiert: „So etwas habe ich noch nie erlebt, super, einfach super!“ Der Eichstätter Hobbyastronom hatte sich trotz ungünstiger Wetterprognosen tatsächlich wie angekündigt gestern am frühesten Morgen aufgemacht, um den „Venus-Transit“, also jenen Moment, an dem die Venus von der Erde aus gesehen als kleiner schwarzer Punkt über die Sonnenscheibe „wandert“, mit eigenen Augen zu erleben, ein Himmelsspektakel, das erst in 105 Jahren wieder stattfinden wird.
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Eichstätt: Große Freude über einen kleinen Fleck
Auf der gelben Sonnenscheibe, die von roten Wolken umrahmt und durchzogen ist, zeigt sich oben links als kleiner dunkler Fleck – die Venus. Hobbyastronom Franz Zitzelsberger hatte mit diesem Foto großes Glück - Fotos: privat
Eichstätt
Dabei hat der Hobbyastronom schon verschiedene Sonnenereignisse miterlebt: „Aber direkt beim Aufgehen, wenn die Sonne glutrot am Horizont steht, und dann noch einen ,Venus-Transit', im Regen, das ist schon einzigartig“, schwärmt Zitzelsberger.

Tatsächlich waren die Chancen eigentlich gering. Und wenn man den Nachrichten des gestrigen Tages folgen darf, dann gab es deutschlandweit nicht so viele Sternengucker, die bei ihrem morgendlichen Blick in den Himmel Glück hatten. Sternwarten machten zwar eigens auf, doch die Wolken blieben vielerorts dicht.

Nicht so in Eichstätt, wie Zitzelsberger erzählt: „Um 5.15 Uhr kam die Sonne über den Horizont. Gleichzeitig begann es zu regnen.“ Unter dem Regenschirm blickten Zitzelsberger und seine Frau vom Antennenhügel des Blumenbergs aus nach Osten. Und ihre Mühe wurde belohnt: Zwischen Horizont und dem oberen Wolkenrand konnte der Hobbyastronom fünf Minuten lang die Venus auf der Sonnenscheibe erkennen – und fotografieren: Die Morgensonne, umsäumt und durchzogen von einem roten Wolkenband, zeigt links oben einen winzigen dunklen Fleck: Ein solches Bild ist für Hobbyastronomen ein höchst wertvoller Schatz.

 

Von Eva Chloupek
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