Sonntag, 16. Dezember 2018
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Gleichzeitig sprechen sie sich gegen Stromtrasse aus – "Energiekonzernfreundliche Politik"

Eichstätter Grüne eröffnen Bürgertreff

Eichstätt
erstellt am 02.02.2014 um 20:07 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 17:17 Uhr | x gelesen
Eichstätt (kno/EK) Es soll – zumindest temporär – ein Beitrag zur Innenstadtbelebung sein, wie es Vorsitzende Manuela Knipp-Lillich ausdrückte: Die Eichstätter Grünen haben in einem bis dahin leer stehenden Laden in der Westenstraße 21 ihren ersten eigenen Bürgertreff eröffnet.
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Eichstätt: Eichstätter Grüne eröffnen Bürgertreff
Einen leer stehenden Laden in der Westenstraße haben die Grünen zu einem Bürgertreff umfunktioniert. Vorläufig soll dieser bis Ende des Kommunalwahlkampfs Bestand haben - Foto: kno
Eichstätt

„In Wohnzimmeratmosphäre“ sollen sich hier die Bürgerinnen und Bürger austauschen können. Der Treff wird von Mitgliedern der Grünen ehrenamtlich besetzt. Die Öffnungszeiten sind dienstags von 16 bis 19 Uhr, mittwochs von 9 bis 13 Uhr und 16 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr. Vorläufig gibt es den Bürgertreff bis Ende des Kommunalwahlkampfs Mitte März. Wie es dann weitergeht, werde man sehen, so Knipp-Lillich.

Auf ihrem Strategietreffen am Wochenende thematisierten die Eichstätter Grünen auch die derzeit heftig diskutierten Überlegungen für eine mögliche Gleichstromtrasse. Die Grünen sehen die Trasse „als Folge einer falschen und zentralistisch orientierten Energiepolitik auf Bundesebene“ und lehnen diese klar ab. Statt dezentrale Strukturen zu schaffen, stütze die Regierung mit ihrer Energiepolitik die Großkonzerne, so Kreisvorsitzende Manuela Knipp-Lillich.

Energiekonzerne hätten kein Interesse an wirklicher Dezentralisierung, „denn jedes Bürgerkraftwerk, jeder Selbstversorger schmälert die Abhängigkeit und den Gewinn“. Stromautobahnen quer durch die Republik seien die Konsequenz dieser „energiekonzernfreundlichen Politik“. Ob dabei Landschaften verschandelt oder Wohngebiete tangiert würden, scheine kaum eine Rolle zu spielen.

Die Eichstätter Grünen plädieren daher für eine „wirkliche energiepolitische Wende“ – sowohl im Bund auch in Bayern –, und die müsse lauten: „Vor Ort produzieren und vor Ort verbrauchen.“

Die Grünen sehen jetzt den Zeitpunkt gekommen, sich gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern für die Schaffung von autarker regenerativer Energieversorgung einzusetzen. „Mit einer CSU-Mehrheit – egal unter welchem bayerischen Ministerpräsidenten – hat das leider noch nie funktioniert“, so Knipp-Lillich.

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