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Biogas und Kaffeebecher - was die Universität für die Umwelt tut

Eichstätt
erstellt am 07.12.2017 um 19:03 Uhr
aktualisiert am 10.12.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (upd) Mit ihrem inzwischen fünften Nachhaltigkeitsbericht informiert die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt darüber, was sie im Jahr 2016 getan hat, um eine möglichst umweltfreundliche Hochschule zu sein. Nachlesen kann man den Bericht auf der Homepage unter www.ku.de bei "Nachhaltige KU".
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Forschung

Laut dem Bericht beschäftigen sich viele Fächer in der Forschung mit Fragen von Nachhaltigkeit. Kirgisische, chinesische und deutsche WissenschaftlerInnen arbeiten unter der Leitung von Bernd Cyffka (Professor für Angewandte Physische Geographie/Aueninstitut Neuburg) und Ümüt Halik (Gastprofessor für Ökosystemforschung) seit 2014 gemeinsam daran, Auenökosysteme in Zentralasien und ihre Nutzung besser zu verstehen und Vorschläge für ein nachhaltigeres Management zu entwickeln.

Zur Enzyklika "Laudato si'" haben sich Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kirchen und zivilgesellschaftlichen Organisationen unter Leitung von Ulrich Bartosch (Professor an der Fakultät für Soziale Arbeit) ausgetauscht. Dabei geht es um die Frage: Welche Rolle können Religion und Werte für einen gesellschaftlichen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit einnehmen?

Dass sich Nachhaltigkeit nicht nur auf den Umgang mit Umweltressourcen beschränkt, zeigt der Lehrstuhl für Klinische und Biologische Psychologie in einem Projekt, das Themen der Migration und Kultur behandelt. Es geht dabei um die psychotherapeutische Behandlung von Jugendlichen nach Missbrauch.
 

Studentische Gruppen

Es gibt zahlreiche studentische Gruppen an der KU - mit Umweltschutz beschäftigen sich beispielsweise der Verein DenkNachhaltig! und der AK "Kapuzinergarten Eden".

 

Lehre

In Zusammenarbeit mit der Eichstätter Mensa wird nun geprüft, wie sich deren ökologischer Fußabdruck reduzieren lässt - insbesondere bezogen auf die Herkunft der verwendeten Waren. Lernkonzepte für mehr Nachhaltigkeit entwickelten Studierende des Masterstudiengangs "Geographie: Bildung für nachhaltige Entwicklung" im Sommersemester 2016 für Jugendliche, Senioren und Geflüchtete. Hintergrund dafür war ein Seminar aus der Fakultät für Religionspädagogik, das sich mit theologisch-ethischen Fragen der Nachhaltigkeit beschäftigte und kirchliche Kooperationspartner gewinnen wollte.

 

Campusmanagement

Im Jahr 2016 hat die KU von fossilem Erdgas auf Biogas umgestellt, so dass die Hochschule seitdem komplett auf die Nutzung fossiler Energieträger für die Wärmeerzeugung verzichtet. Das Biogas kommt vorwiegend aus biologischen Abfällen sowie Reststoffen und wird nicht durch Getreide oder Mais erzeugt. Das ergänzt das bisherige Energieportfolio aus Ökostrom und Fernwärme.

 

Verwendete Produkte

Um eine dauerhafte Beschaffung nachhaltiger Produkte zu gewährleisten, wurde im Oktober 2016 eine Beschaffungsrichtlinie verabschiedet. Diese sorgt dafür, dass die zu beschaffenden Produkte auf ihrem gesamten Weg (Herstellung, Verwendung, Entsorgung) ökologisch und sozial vertretbar sind. Für die vielen Kaffeetrinkenden an der KU, die sich an den Kaffeeautomaten in Eichstätt bedienen, gibt es außerdem mittlerweile die Möglichkeit, mitgebrachte Becher zu einem Vorzugspreis zu befüllen und so auf die Einweg-Variante zu verzichten.

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