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Egweiler Bürgermeister Wunibald hinterlässt schuldenfreie Gemeinde

In zwölf Jahren viel investiert

Egweil
erstellt am 28.04.2014 um 18:37 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 17:19 Uhr | x gelesen
Egweil (EK) Zwölf Jahre leitete Wunibald Koppenhofer erfolgreich die Geschicke der Gemeinde Egweil als Bürgermeister. Und er hinterlässt, obwohl er in seiner Amtszeit viele Investitionen angegangen ist, eine schuldenfreie Gemeinde.
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Egweil: In zwölf Jahren viel investiert
Den neu gestalteten Dorfplatz hat sich Wunibald Koppenhofer (Bild unten) als Abschiedsmotiv ausgesucht. Es war die erste Maßnahme der Dorferneuerung in Egweil. Einweihung war im Juni 2012 (großes Bild) - Fotos: hpg/Archiv
Egweil

Knapp eine Million Euro umfasste der Haushalt 2002. Heute sind es 3,8 Millionen Euro. Auch die Einwohnerzahl hat sich erhöht – von 1030 auf 1140. Koppenhofers größtes Projekt war sicherlich die Umsetzung der Dorferneuerung. Der Dorfplatz, Schulweg, Kirchweg ist bereits fertig, Eichstätter und Ingolstädter Straße stehen kurz vor der Fertigstellung. Die Neuburger Straße ist schon beauftragt und die Untere Straße in der Planung.

Bei der Sanierung des historischen Pfarrhauses hat sich Koppenhofer, der beide Amtsperioden als ehrenamtlicher Bürgermeister gearbeitet hat, für Zuschüsse im Rahmen der Dorferneuerung eingesetzt. Er hat Kanalbau und Kläranlage vorangebracht, der Rückstaukanal am Wiesenweg wurde saniert. Wunibald Koppenhofer, der im Hauptberuf Abteilungsleiter Planen und Bauen bei der IFG Ingolstadt ist, hat sich um den Unterhalt der Vereine und des Kindergartens gekümmert und einen Ehrenabend für verdiente Egweiler eingeführt. Alle zwei Jahre ehrt die Gemeinde nun ihre Ehrenamtlichen.

Die Feuerwehr bekam eine moderne Ausstattung und ein zusätzliches Beförderungsfahrzeug.

Mit dem Deiserfeld hat Koppenhofer auch für die Zukunft investiert und ein Baugebiet ausgewiesen, das anfänglich allerdings sehr wenig Akzeptanz in der Gemeinde hatte. Heute sind alle 26 Parzellen verkauft und bis auf wenige bereits bebaut. Verschiedene weitere Baugebiete hat der scheidende Bürgermeister ins Auge gefasst, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet. Diese habe man aber aus unterschiedlichsten Gründen nicht umsetzen können. Für das aktuelle Baugebiet Egweil-West hat Koppenhofer noch die Weichen gestellt, die erforderlichen Verfahren eingeleitet und die Planungen auf den Weg gebracht.

Mit der Verwaltungsgemeinschaft Nassenfels, der Egweil angehört, gibt es jetzt eine Vereinbarung über einen gemeinsamen Wertstoffhof in Nassenfels und die Beschaffung verschiedener Gerätschaften, die zusammen genutzt werden können. Auch das Energiesparen war Koppenhofer, einem gebürtigen Pettenhofener, in seiner Amtszeit ein Anliegen: Unter seiner Federführung wurde ein Konzept für neue Straßenlampen entwickelt, um sie in Nachtzeiten nicht komplett abschalten zu müssen. Er hat auch die rechtlichen Voraussetzungen mitgeschaffen für den Solarpark am Flugplatz. Und der Weg in die Zukunft geht noch weiter: Die Breitbandversorgung ist auf dem Weg und entsprechende Leerrohre bereits in den Gehwegen eingebaut.

Und auch die Geschichte der Gemeinde war Koppenhofer, der von 1996 bis 2002 bereits dem Gemeinderat angehörte und im Mai 60 Jahre alt wird, ein Anliegen: In enger Zusammenarbeit mit Professor Joseph Renker wurde eine Ortschronik erarbeitet und herausgegeben. Archäologische Funde am südlichen Ortsrand – im Baugebiet Deiserfeld und im historischen Pfarrhaus – werden gerade durch das Landesamt für Denkmalpflege in München archiviert.

Nicht gelungen ist eine Friedhofserweiterung: Sie scheiterte an Standortproblemen. Eine von ihm angeregte und dann auch eingerichtete INVG-Busverbindung nach Ingolstadt sei allerdings nicht angenommen und „nach zwei Jahren wieder eingestellt“ worden. Persönlich sehr getroffen hat Koppenhofer, wie er erklärt, der tragische Tod des Gemeinderates Wendelin Schlamp.

Von Hans-Peter Gabler
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