Montag, 19. November 2018
Lade Login-Box.

Egweiler Ehrenbürger Joseph Renker gestorben

Egweil
erstellt am 05.01.2018 um 13:25 Uhr
aktualisiert am 10.01.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Weißenkirchen/Egweil (EK/pde/hpg) Theologieprofessor Joseph Renker ist in der Nacht auf den 5. Januar in der Klinik in Eichstätt im Alter von 84 Jahren gestorben. Renker, der im alten Weißenkirchener Forsthaus wohnte, half in den Jahren seines Ruhestands bis zum Sommer viel in den umliegenden Gemeinden als Priester aus – vornehmlich in Egweil. Die Gemeinde hatte ihm für seine Verdienste die Ehrenbürgerwürde verliehen.
Textgröße
Drucken
Professor Joseph Renker ist in der Nacht zum Donnerstag gestorben.
Professor Joseph Renker ist in der Nacht zum Donnerstag gestorben.
Gabler
Egweil

Bei der Feier seines Goldenen Priesterjubiläums vor vier Jahren würdigte ihn Pfarrer Matthias Blaha (Ingolstadt) als „Segen für Egweil“. Im Januar 1977 war Renker als Seelsorger nach Egweil gekommen, nachdem die Gemeinde keinen eigenen Pfarrer mehr bekommen sollten. Renker war als Pfarrer und Seelsorger in der Gemeinde geschätzt – und auch in den Nachbarpfarreien Nassenfels, Wolkertshofen und Attenfeld. Durch seine akribische Forscherarbeit konnte vor einigen Jahren eine umfassende Ortschronik erstellt und herausgegeben werden. Seinem Einsatz war es auch zu verdanken, dass das historische Pfarrhaus in Egweil saniert und wieder aufgebaut wird. Die Weißenkirchener erinnern sich an ihren Mitbürger, hat er doch über viele, viele Jahre hinweg am Heiligen Abend eine kleine Christmette an der Hauskapelle gefeiert.

Renker wurde 1933 in Nürnberg geboren und am 8. März 1964 in Bamberg zum Priester geweiht. Es folgten Kaplansjahre in Erlangen und in Hof. Nach einem Weiterstudium in München ab 1969 mit dem Abschluss der Promotion wurde er 1973 an die Gesamthochschule Eichstätt berufen, aus der 1980 die Katholische Universität wurde. Dort wirkte Renker bis zu seiner Emeritierung 1993 als Professor für Theorie und Praxis der Kirchlichen Gemeindearbeit an der Fakultät für Religionspädagogik/Kirchliche Bildungsarbeit. In dieser Zeit hat er rund 2000 Studenten, Religionslehrer und Gemeindereferenten ausgebildet. Neben seiner Lehrtätigkeit an der Universität blieb er immer Seelsorger. Darüber hinaus unterstützte er über viele Jahrzehnte den Missionskreis Ayopaya in Bolivien mit großer Tatkraft und innerem Engagement. Dessen Präsident war er rund von 1979 bis 1994. 

Die Beerdigung findet am Samstag, 13. Januar, in Egweil statt: Das Requiem beginnt um 13.30 Uhr in der Pfarrkirche in Egweil, anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem dortigen Friedhof. 

EK/pde/hpg
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!