Eichstätt
Domkonzert am Sonntag für Frieden

05.11.2018 | Stand 02.12.2020, 15:19 Uhr

Eichstätt (pde) Am Sonntag, 11. November, findet zum Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren um 19 Uhr ein "Konzert für Frieden und Versöhnung" im Eichstätter Dom statt.

Die Idee für das Konzert stammt von Domorganist Martin Bernreuther: "Es ist mir gerade in der heutigen Zeit ein großes Anliegen, an diese Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts zu erinnern. Wir sollten nicht vergessen, wie alles angefangen hat und wie kostbar unsere Demokratie, die Menschenrechte und der Friede sind. "

Im Sinne der französisch-deutschen Freundschaft spielt der Franzose Jean-Luc Perrot bei diesem Domkonzert gemeinsam mit Martin Bernreuther vierhändig an der Domorgel. Die beiden Organisten interpretieren "Larghetto et Final" aus der von Perrot komponierten "2. Suite für Orgel 4-händig". Seit 1979 ist Jean-Luc Perrot Organist an der historischen Orgel Callinet (1837) der Kirche Notre Dame von Saint Etienne im Zentrum Frankreichs. Perrot ist als Komponist tätig und lehrt Musikwissenschaft an der Universität Saint Etienne. Seine Konzerte haben ihn durch ganz Frankreich geführt, außerdem nach Italien, Polen, Deutschland, Spanien und Kanada.

Der französische Musiker spielt an diesem Abend weitere Werke für Orgel solo: "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen" von Franz Liszt sowie "Prière und Praeludium festivum" aus der 1. Sonate op. 40 von René Louis Becker. Den Trompeter Max Westermann aus Kassel wird Perrot bei "Okna IV (goldenes Fenster) " von Petr Eben sowie dem "Te Deum" von Marc-Antoine Charpentier begleiten. Zudem spielt das Duo die ebenfalls von Jean-Luc Perrot komponierten "Impreçiones et Passacaille" für Trompete und Orgel.

Domorganist Martin Bernreuther spielt darüber hinaus den "Marche funèbre" von Eugène Gigout sowie "Chant de paix" von Jean Langlais. Im Duett mit dem Trompeter Max Westermann wird er die "Toccata" von Giambattista Martin, das Largo aus "Xerxes" von Georg Friedrich Händel und "Bist du bei mir" von Johann Sebastian Bach präsentieren.

Thomas Henke von der Medienzentrale zeigt zu den einzelnen Musikstücken auf einer Großleinwand eingeblendete Texte und Bilder das Geschehen des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Es geht dabei vor allem um die Themen Krieg und Zerstörung, aber auch um Gebet, Versöhnung, Friede, Völkerverständigung, Freundschaft und Europa.

Domdekan Monsignore Stefan Killermann wird das Programm an diesem Abend mit geistlichen Impulsen begleiten. Zum Abschluss der Veranstaltung läuten die Domglocken.

Konzertkarten gibt es zum Preis von 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) bei der Geschäftsstelle des EICHSTÄTTER KURIER und den Vorverkaufsstellen des DONAUKURIER sowie an der Abendkasse. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben kostenlosen Zutritt.