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"Die Leere sichtbar machen"

erstellt am 22.07.2008 um 19:04 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 16:39 Uhr | x gelesen
Eichstätt (mkh) Eine weitere Ausstellung, die auf das Hortus Wander Wunder Kammer-Projekt zurückgeht, wurde am Wochenende in der Galerie durynek & kammler eröffnet. Luc Piron, der auch in der Medienzentrale der Diözese ausstellt, zeigt hier "vis-á-vis" – so auch der Titel der Schau – mit seiner Frau Greet Stroobants Malerei, Grafik und Keramik. In die Ausstellung führte Stefanie Potsch-Ringeisen (KU) ein.
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Piron und Stroobants leben und arbeiten in der Nähe des belgischen Leuven. "Vis-á-vis" ist ihre erste gemeinsame Ausstellung, und eher zufällig entstanden. Als die beiden Künstler im vergangenen November zur Vorbereitung des Hortus-Projektes in Eichstätt waren, schlug Li Portenlänger, welche das Projekt organisierte, vor, sich einmal die neue Galerie in der Marktgasse anzusehen. Galeristen und Künstler verstanden sich gleich und so kam es schließlich zu "vis-á-vis".

Stroobants zeigt drei verschiedenen Arten von Keramikarbeiten. Zum einen Objekte, die sie "Diabolos" nennt und bei denen sie mit Gegensätzen spielt. Außerdem "Doppelwändige Objekte", die auf den ersten Blick, so Potsch-Ringeisen, "anmuten wie Gebrauchsobjekte", die jedoch bei genauerer Betrachtung verfremdet erscheinen. Schließlich noch "Raku". Diese japanische Technik führt zu "wohlgeformten Rissen in der Glasur", was bei der konkreten Arbeit immer auch in der Zerstörung der Objekte münden kann.

Piron zeigt zwei Bilder, die in einer Mischung von Digitaldruck und Malerei entstanden und auf seine Arbeiten in der Medienzentrale verweisen. Außerdem sind kleinformatige Bilder zu sehen, die er mit weißer Acrylfarbe und Graphit gemalt hat. Potsch-Ringeisen: "Reduktion auf das Wesentliche, Minimalismus und Kontraste sind Assoziationen, die man mit den Arbeiten verbindet." Piron wolle "die Leere sichtbar machen". Denn die Oberflächenstruktur der Bilder, etwa Pinselstriche oder Schabspuren von Messern, kommunizierten "zarten Nuancen, die Raum lassen für die Innere Welt des Betrachters", was sie wiederum mit Stroobants Keramiken verbindet.

Die Ausstellung "vis-á-vis" in der Galerie durynek & kammler, Marktgasse 14-16, läuft dort bis zum 26. September. Geöffnet Mittwoch von 10 bis 12.30 Uhr, Donnerstag 15 bis 18 Uhr, Freitag 15 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 12.30 Uhr.

Von Michael Kleinherne
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