Dienstag, 18. Dezember 2018
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IG Metall pocht auf Standort- und Beschäftigungssicherung bei Ledvance - Verhandlungstermin steht

Den Worten sollen jetzt Taten folgen

Eichstätt
erstellt am 06.12.2018 um 17:47 Uhr
aktualisiert am 10.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (EK) Ende Juli hing der Himmel für Ledvance in Eichstätt noch voller Geigen - zwischendurch ist allerdings das ein oder andere Wölkchen dazugekommen.
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Der Standort Eichstätt soll zum europäischen Leitwerk des Lampenproduzenten Ledvance aufsteigen. Die Gewerkschaft fordert nun die Unternehmensleitung dazu auf, die Zusagen auch einzuhalten.
Der Standort Eichstätt soll zum europäischen Leitwerk des Lampenproduzenten Ledvance aufsteigen. Die Gewerkschaft fordert nun die Unternehmensleitung dazu auf, die Zusagen auch einzuhalten.
Knopp
Eichstätt
Wie damals berichtet, soll der Standort Eichstätt zum europäischen Leitwerk des Lampenherstellers ausgebaut werden. Das hatte die Geschäftsführung im Sommer bei einer Betriebsversammlung versprochen. Ledvance werde zukünftig die europäischen Fertigungsaktivitäten in Eichstätt konsolidieren und dort zusätzliche Produktion sowie Technologie und Innovationsprojekte ansiedeln, hieß es in der entsprechenden Mitteilung des Unternehmens. Spürbares Aufatmen bei den rund 450 Beschäftigten, zumal schon vorher die Schließung der Werke in Augsburg und Berlin angekündigt worden war.

Allerdings scheint bislang nicht allzu viel passiert zu sein, was die Zusagen für Eichstätt betrifft. Darum macht die IG Metall Druck - offenbar mit Erfolg. Heute erscheint ein Flugblatt der Gewerkschaft mit dem Titel: "Erste Hürde genommen - Arbeitgeber bietet Verhandlungstermin an. " Demnach soll am 19. Dezember erstmals über eine Standort- und Beschäftigungssicherung gesprochen werden. Die IG Metall gibt sich kämpferisch, wie dem Flugblatt zu entnehmen ist: "Wir fordern für Eichstätt eine Absicherung unserer Arbeitsplätze! Wir stehen zu Ledvance! Ledvance sollte auch zu uns stehen! " Die Signale vom chinesischen Eigentümer für eine Standort- und Beschäftigungssicherung seien positiv, heißt es dort weiter: "Wir erwarten, dass die Geschäftsführung zu ihrem Wort steht und mit uns eine Absicherung der Arbeitsplätze vereinbart! "

Seit März 2018 ist bekanntlich das führende chinesische LED-Lichtunternehmen MLS alleiniger Eigentümer der früheren Osram-Tochter. Die Ansiedlung der Produktion von LED-Lampen und -Leuchten in Eichstätt soll die nachlassende Nachfrage nach traditionellen Produkten wie Halogenlampen teilweise kompensieren, so die Aussage im Juli. Zudem baue Ledvance seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Standort Eichstätt aus. Die Schwerpunkte lägen dabei unter anderem auf der biologischen Wirkung des Lichts ("Human Centric Lighting") und der Industrialisierung von neuen Technologien. "Die Aussagen aus dem Juli haben weiterhin Bestand", so die Pressestelle von Ledvance auf Anfrage unserer Zeitung.
Jürgen Knopp
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