Dienstag, 11. Dezember 2018
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Ausstellung "Ikonen - Tore zum Himmel" in der Notre Dame eröffnet

Das göttliche Licht

Eichstätt
erstellt am 11.10.2018 um 17:57 Uhr
aktualisiert am 15.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (zba) Die Ausstellung "Ikonen - Tore zum Himmel" von Maria Schünemann in der ehemaligen Klosterkirche Notre Dame des Informationszentrums stieß bereits bei der Eröffnung auf großes Interesse.
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Ikonografin Maria Schünemann (2. von links) begleitete die Besucher durch die Ausstellung.
Ikonografin Maria Schünemann (2. von links) begleitete die Besucher durch die Ausstellung.
Bauer
Eichstätt
Viele Besucher waren gekommen, um die Vernissage mitzuerleben. Begleitet wurde sie exzellent von den jungen Musikern Paula und Hannah Schieren, beide vom Gabrieli-Gymnasium, und Lukas Michels vom Willibald-Gymnasium mit inniger, wunderbarer Musik aus der Romantik und der Moderne.

Ikonografin Maria Schünemann und der Hausherr Christoph Würflein begrüßten die Gäste. Würflein hob das besondere Prädikat dieser Präsentation hervor. Er nannte sie eine "lebendige Ausstellung". Denn Maria Schünemann hat eine "Werkstatt" eingerichtet, in der sie den Gästen während der Öffnungszeiten das Ikonenschreiben zeigt und die Entstehung dieser Werke miterleben lässt. Auch Schulklassen, so Würflein, werden zu Schünemann kommen. Schünemann selbst erklärte: "Gerne möchte ich meine Ikonen interessierten Menschen zeigen, sie ihnen näherbringen und meine Erfahrungen und mein Wissen mit ihnen teilen. " Die geistliche Einführung hielt Domvikar Dr. Thomas Stübinger aus Ellingen. Er nannte die Ikonen "ein äußerst wichtiges Medium der byzantinischen Spiritualität", mit der man die Heilsgeschichte schreibe. In ihnen, so seine Auslegung, fallen "Himmlisches und Irdisches, Göttliches und Materielles auf geheimnisvolle und mystische Weise" zusammen. Der Festredner weiter: "Die Ikone ist ein transparentes Bild, ein Fenster, durch dessen Scheiben das göttliche Licht in unsere menschliche Welt herein fällt und die zutiefst christliche Erfahrung der Gottesnähe vermittelt. " Aus der Glaubensüberzeugung erkläre sich, dass Ikonen nicht in plastischer, figürlich-dreidimensionaler Gestalt, sondern stets flach, höchstens noch in reliefartiger Form dargestellt sind.
Nach dem Festvortrag war die Ikonografin eine gefragte Gesprächspartnerin. In Gesprächen begleitete sie die Ikonenfreunde beim Betrachten ihrer Werke.
Die Ausstellung "Ikonen - Tore zum Himmel" kann bis zum 3. November im Informationszentrum besucht werden. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, samstags sowie an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr. Ab 1. November gelten die Winteröffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr. Die Finissage mit dem Chor des Collegium Orientale ist für 3. November um 15 Uhr angesetzt.

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