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Uniprojekt bezieht zur Zeit Räume in der Spitalstadt - Offizieller Start im Herbst

Da kommt was in Bewegung

Eichstätt
erstellt am 14.06.2018 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 18.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (EK) In der Spitalstadt tut sich was: Im sogenannten "Stiefel-Gebäude" bezieht zur Zeit das Team des Projekts "Mensch in Bewegung" seine neuen Räume.
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Das Team von ?Mensch in Bewegung? ist gerade dabei, sich in der Spitalstadt einzurichten.
Das Team von "Mensch in Bewegung" ist gerade dabei, sich in der Spitalstadt einzurichten.
Foto: Straßer
Eichstätt
Das Projekt, das die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) und die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) gemeinsam durchführen, ist auf fünf Jahre angelegt - und es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über fünf Jahre mit insgesamt 15 Millionen Euro unterstützt. Das ist die höchste Förderung, die die beiden Hochschulen jemals für ein Projekt erhalten haben (wir berichteten).

Das Besondere: Davon werden nicht nur Studierende oder KU-Angestellte profitieren. "Universitäten stellen sich heute immer öfter die Frage, wie sie Forschung und Lehre mit der Gesellschaft verknüpfen können, um kein Elfenbeinturm zu sein", erklärt Thomas Sporer das, was die KU als ihre "Third Mission", ihre dritte akademische Mission, sieht. Sporer ist Leiter der Stabsabteilung "Bildungsinnovation & Wissenstransfer" und Beauftragter des Präsidiums für "Third Mission" an der KU - und nun auch Leiter von "Mensch in Bewegung", dem neuesten "Third Mission"-Projekt.

Das Ziel: den Transfer von Innovationen aus den Hochschulen in die Gesellschaft zu stärken - und umgekehrt, wie Projektmitarbeiterin Maria Bartholomäus betont: "Es soll zu einem Austausch in beide Richtungen kommen. Wir wollen nicht missionarisch tätig sein, sondern auch von den Kompetenzen der Bürger und Unternehmen profitieren." Vier Themenfelder - oder "Transfercluster" - wurden dafür definiert: Mobilität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Bürgerschaftliches Engagement. Während Mobilität vor allem in Ingolstadt und Bürgerschaftliches Engagement in Eichstätt bearbeitet wird, sind die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit für beide Standorte von Bedeutung.

Für diese Themenfelder soll das Projektbüro in der Eichstätter Spitalstadt eine Plattform werden: als Dialog- und Begegnungsraum, als informierender "Wissenschaftsladen", als Raum für studentische Initiativen und Forschungen - also als "Ort, an dem Studierende, Bürger und KU-Mitarbeiter zusammenkommen und sich austauschen", wie Projektmitarbeiterin Isabel Husterer erklärt. Die definierten Cluster sollen dabei keine Einschränkung sein: "Die Offenheit für neue Themen aus der Bevölkerung ist ein Grundbaustein unseres Projekts", sagt Maria Bartholomäus. "Und auch unserer Arbeitsweise: Dadurch, dass hier keiner alleine im stillen Büro sitzen wird, lernt man voneinander, inspiriert sich gegenseitig", ergänzt Thomas Sporer.

Am besten visualisieren ließe sich "Mensch in Bewegung" als Baum, meint Isabell Husterer: Der Baumstamm wären die unterstützenden Strukturen wie Projektmanagement, die Zweige dann die Themencluster und die Blütenknospen einzelne Projekte und Events. Konkret könnten das etwa Beratungen, Vorträge oder interaktive Workshops sein - "welche Formate hier für welche Zielgruppe sinnvoll sind, darüber denken wir gerade nach", so Thomas Sporer. Denn wie das Büro in der Spitalstadt sei auch das Team von "Mensch in Bewegung" gerade in der "Aufbauphase". Bis zur offiziellen Eröffnung der Räume zu Beginn des Wintersemesters habe man aber nun genug Zeit, sich räumlich wie strukturell einzurichten.

Wer jetzt schon Ideen oder Vorschläge, vielleicht auch Anliegen habe, welche Aspekte - etwa zum Thema Nachhaltigkeit - das Uniprojekt aufgreifen sollte, der könne bereits vor der offiziellen Eröffnung vorbeischauen, betont Maria Bartholomäus, "damit wir wissen, wo der Schuh drückt, was sich die Eichstätter wünschen würden". Denn das Büro von "Mensch in Bewegung" soll ausdrücklich ein Ort sein, an dem Stadt und Uni zusammenkommen und gemeinsam Neues schaffen, ergänzt Isabell Husterer: "Dadurch, dass wir eben nicht auf dem Campus, sondern hier in der Spitalstadt sind, erhoffen wir uns auch, dass die Leute weniger Hemmungen haben, einfach mal vorbeizuschauen."
Katrin Straßer
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