Donnerstag, 20. September 2018
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Neujahrsempfang des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Eichstätt

Missionarischer Auftrag für alle

Eichstätt
erstellt am 13.01.2018 um 13:41 Uhr
aktualisiert am 18.01.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (pde/smo) Das 50-jährige Bestehen der Laienräte in der katholischen Kirche rückte der Vorsitzende des Diözesanrats von Eichstätt, Christian Gärtner, in den Mittelpunkt seiner Rede beim Neujahrsempfang des Gremiums. Zu dem waren mehrere Hundert Gäste in die Residenz gekommen.
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Bis auf den letzten Platz besetzt war der Spiegelsaal der Eichstätter Residenz am Samstag: Der Diözesanrat hatte zu seinem Neujahrsempfang geladen.
Bis auf den letzten Platz besetzt war der Spiegelsaal der Eichstätter Residenz am Samstag: Der Diözesanrat hatte zu seinem Neujahrsempfang geladen.
Schneider
Eichstätt

Christian Gärtner betonte in seiner Ansprache, dass es nötig sei, dass sich jeder Christ auch in der Öffentlichkeit für den Glauben einsetzen und unter Umständen auch politisch dafür eintreten müsse. Er forderte, missionarisch tätig zu werden: "Wir müssen ein Zeugnis des Glaubens ablegen." Gerade angesichts der Polarisierung, die in der Gesellschaft um sich greife, sei die integrative Verantwortung einer größeren Gemeinschaft gefragt. Genau das leisten Gärtner zufolge die Pfarrgemeinderäte, Dekanatsräte und der Diözesanrat, den es seit mittlerweile 50 Jahren gibt. Die Laienräte seien dem Nürnberger zufolge auch ein Ansatz gegen den Klerikalismus vieler Laien: Man dürfe nicht immer alles von Priestern und Bischöfen erwarten, nicht immer nur auf Hauptamtliche verweisen. Die Demokratie in der Kirche, die es Gärtner zufolge schon immer gegeben habe, bringe Verpflichtungen für die Laien mit sich.
 

Fotostrecke: Neujahrsempfang des Diözesanrates
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Bischof Gregor Maria Hanke forderte indes die Verantwortlichen von Kirche und Gesellschaft dazu auf, "Visionen" zu entwickeln. Angesichts der prekären Lage der Menschheit müsse es eine Besinnung auf die eigenen Wurzeln im Glauben geben, aus denen heraus die Christen Visionen für eine bessere Zukunft entwickeln könnten.

Vor Beginn des Neujahrsempfangs wurde im Eichstätter Dom der ökumenische Gottesdienst zum Beginn der Gebetswoche für die Einheit der Christen gefeiert, bei der vom 18. bis 25. Januar in den Gemeinden für Einheit und Versöhnung der Christen gebetet wird. Die ökumenische Feier begingen Bischof Hanke, der Metropolit der Rumänisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, Serafim Joanta, die Regionalbischöfin von Nürnberg, Elisabeth Hann von Weyhern, und die Vertreterin der Mennonitengemeinde Ingolstadt, Anja Landes-Schell. Hann von Weyhern rief in ihrer Predigt dazu auf, mit einer Zuversicht, die aus der Hoffnung auf Vergebung erwachse, in die Zukunft zu blicken. Sie ermunterte dazu, Vergebung, Versöhnung und Vertrauen als "Kraftfelder" zu sehen, sich "den Fragen zur Zukunft" zu stellen. "Ich wünsche mir, dass uns das Fragen nicht ausgeht, um Türen zu Antworten aufgehen zu lassen", sagte Hann von Weyhern.

 

Albert Rösch mit Bistumsmedaille geehrt

Verbunden mit dem Dank für fünf Jahrzehnte Engagement in Laiengremien überreichte Bischof Hanke Albert Rösch aus Roth die Silberne Bistumsmedaille; links Röschs Frau Karin..
Verbunden mit dem Dank für fünf Jahrzehnte Engagement in Laiengremien überreichte Bischof Hanke Albert Rösch aus Roth die Silberne Bistumsmedaille; links Röschs Frau Karin.
Schneider, Marco, Eichstätt
Eichstätt

Eichstätt (pde/smo) Seit genau 50 Jahren trägt Albert Rösch Verantwortung in den verschiedenen sogenannten Laiengremien der katholischen Kirche: Dafür erhielt der 78-jährige pensionierte Studiendirektor am Samstag von Bischof Gregor Maria Hanke die Silberne Bistumsmedaille. Rösch trat als damals 28-jähriger junger Lehrer bei den ersten Pfarrgemeinderatswahlen in seiner Heimatstadt an und gehört seitdem ununterbrochen den Gremien an. 49 Jahre lang stand er als Vorsitzender an der Spitze des Schwabacher Dekanatsrat. Dass er 50 Jahre lang dabei bleiben würde, hatte er damals wohl nicht vorgehabt. Hanke würdigte das Engagement Röschs: „Ihnen war es wichtig, die Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils praktisch umzusetzen.“ Rösch sei es auch darum gegangen, die Menschen zusammenzubringen, „Gemeinschaft zu gestalten“. Der Bischof zollte auch Röschs Frau Karin Respekt: „Sie haben das Engagement nicht nur geduldet, sondern aktiv mitgetragen.“ Bei den Wahlen im Februar tritt Rösch nun erstmals nicht mehr an.

Marco Schneider
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