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Seit Sonntag ist das Inselbad geschlossen - Stadtwerke-Chef Brandl zieht sehr positive Bilanz

Badepause bis Mai

Eichstätt
erstellt am 10.09.2018 um 18:50 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (EK) "Sehr zufrieden" zeigte sich der Geschäftsführer der Stadtwerke, Wolfgang Brandl, am Ende der Freibadsaison. Kein Wunder, denn der heiße Sommer hat über 126000 Badegäste ins Inselbad gelockt. In der neunten Saison gab es zudem ein Jubiläum: Die millionste Besucherin passierte das Drehkreuz.
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Die letzten Bahnen der Saison zog eine Besucherin ungestört am vergangenen Freitag.
Die letzten Bahnen der Saison zog eine Besucherin ungestört am vergangenen Freitag.
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Nur noch einige Hartgesottene hätten Anfang September ihre Bahnen im Sportbecken des Bads gezogen, vom großen Ansturm im Juli und August war in der letzten Freibadwoche nichts mehr zu spüren, erzählt Wolfgang Brandl, Geschäftsführer der Stadtwerke, die das Inselbad betreiben. Seine Mitarbeiter führen stets genau Buch, so kann er auch heuer wieder detaillierte Zahlen zur Freibadsaison liefern. Die diesjährige war mit 126 001 Gästen eine sehr erfolgreiche, wenn auch nicht die besucherreichste - im Rekordsommer 2003 kamen deutlich mehr Gäste, damals allerdings noch im alten Freibad. Nach 2015 (136713 Gäste) und der Eröffnungssaison 2010 (126098) war es die dritterfolgreichste Saison des Inselbads. "Wir sind eine der zentralen Freizeiteinrichtungen", sagt der Geschäftsführer im Gespräch mit unserer Zeitung. Den Spitzenbadetag verzeichneten die Stadtwerke heuer am 31. Juli, 3136 Gäste waren es an diesem Dienstag vor den Sommerferien. Insgesamt drei Tage länger als vergangenes Jahr sorgte das Inselbad, das am 10. Mai geöffnet hatte, für Abkühlung. "Wir hatten 41 Tage mit Sonnenschein und deutlich über 25 Grad. Das macht die Besucherzahlen aus", weiß Brandl. Freibäder leben vom guten Wetter, Eichstätt ist da keine Ausnahme.
Die millionste Besucherin, Carin Harrer (linkes Bild, Mitte), kam am 31. Juli ins Bad. In den letzten Tagen der Saison hatte Jürgen Loderer im Inselbad Dienst, bevor es ans Reinigen der Becken geht.
Die millionste Besucherin, Carin Harrer (linkes Bild, Mitte), kam am 31. Juli ins Bad. In den letzten Tagen der Saison hatte Jürgen Loderer im Inselbad Dienst, bevor es ans Reinigen der Becken geht.
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Stammgäste gibt es im Inselbad viele, auch das zeigt Brandls Statistik. Über 1000 Saisonkarten haben die Stadtwerke heuer verkauft, ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr, was den Stadtwerke-Chef freut. Besonders froh war auch die Rentnerin Carin Harrer, die am Rekordtag des Jahres als millionste Besucherin ins Bad kam. "Da hat es keine Falsche getroffen, bei ihr lohnt es sich", weiß Brandl. Sie gehe fast täglich ins Bad, erzählte die Rentnerin bei ihrem Jubiläumsbesuch, der ihr auch gleich noch eine Freikarte für die nächste Saison bescherte.
 
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Ein eher Höhepunkt der Saison, auf den man gerne verzichtet hätte, war ein Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr, Rettungskräften und der Wasserwacht. Ein junger Badegast hatte beobachtet, wie ein anderer in die Altmühl gefallen sein soll. Nachdem die Wasserwacht den nördlichen Altmühlarm akribisch abgesucht hatte, gab es jedoch Entwarnung. Es war kein Kind vermisst worden, alles genauestens abgesucht hatte die Wasserwacht dennoch. "Die Rettungskette hat einwandfrei funktioniert", kommentiert Brandl diesen Vorfall und betont: "Jedes Gewässer ist eine Gefahrenquelle, es ist wichtig, dass alle aufpassen." Er unterstreicht in diesem Zusammenhang auch die Verantwortung, die die Mitarbeiter im Inselbad täglich hätten. "Baden in der Altmühl ist strikt verboten", fügt er an. Kinder unter sechs Jahren dürfen nur mit erwachsener Begleitung ins Bad, die Eltern sollten zudem darauf achten, dass der Nachwuchs schon früh das Schwimmen lernt.

Nachdem am Sonntag der letzte Besucher der Saison das Bad verlassen hatte, laufen nun bereits die Vorbereitungen für den Winter. Lediglich kleinere Reparaturen fallen nach aktuellem Kenntnisstand an, berichtet der Stadtwerke-Geschäftsführer. Ein detaillierter Rundgang über das Gelände wird jedoch noch zusätzlich Aufschluss über die Nachwirkungen des heißen Sommers geben.

Die zehnte Freibadsaison startet voraussichtlich wieder Anfang Mai. Einige Mitarbeiter verabschieden sich nun in den Urlaub, in den Wintermonaten werden sie jedoch auch im Hallenbad in der Schottenau eingesetzt. "Das ist wirtschaftlich eine sehr gute Lösung", erklärt Brandl. Bis es jedoch richtig kalt wird, muss das Inselbad entsprechend winterfest gemacht werden. An Arbeit mangelt es also auch nach der Schließung nicht.
Julian Bird
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