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Raus aus der Schule, rein ins Praktikum: Neuntklässler aus dem Willibald-Gymnasium haben diese Woche in regionalen Unternehmen mit angepackt. Einer davon hat bei der Lokalzeitung als Reporter seine Klassenkameraden besucht. Von Julian Art

Abstecher in die Arbeitswelt

erstellt am 13.07.2018 um 18:01 Uhr
aktualisiert am 18.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Raus aus der Schule, rein ins Praktikum: Neuntklässler aus dem Willibald-Gymnasium haben diese Woche in regionalen Unternehmen mit angepackt. Einer davon hat bei der Lokalzeitung als Reporter seine Klassenkameraden besucht.
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Unterwegs als Reporter

 
Interviews führen, das gehörte für Julian Art (rechts) zu seinem Praktikum beim EICHSTÄTTER KURIER. Dabei erfuhr er unter anderem, wie Polizei-Azubis wohnen.
Bird
Julian Art (15): Mit Kuli, Block und Kamera  habe ich mich auf den Weg gemacht und Interviews mit meinen Klassenkameraden geführt. Das war eine meiner Hauptaufgaben in meinem Praktikum beim EICHSTÄTTER KURIER. Diese Seite ist das Ergebnis meiner Arbeit. Nebenher habe ich einiges über die Arbeit in einer Lokalredaktion erfahren. Ich mache mein Praktikum bei der Presse, weil ich sehr interessiert an der Zeitungsarbeit bin.  Hier in der Redaktion wird entspannt aber fleißig gearbeitet. Zum Beispiel  lerne ich hier, wie man layoutet, also die Seiten einer Zeitung gestaltet. Die Arbeit beim Erstellen einer Zeitung teilt sich in viele Bereiche auf: Artikel schreiben, Texte von Anderen bearbeiten, Fotos machen,  sich um Werbeanzeigen kümmern,  als Reporter auf Veranstaltungen gehen, mit Lesern telefonieren.  Ich kann mir gut vorstellen, später in einer Zeitung zu arbeiten, da man gut über das Geschehen in der Umgebung informiert ist und weil man jeden Tag das, woran man am Vortag gearbeitet hat, in den Händen hält.
 

Dschungel der Finanzen

 
Das Praktikum  brachte für Minh Thi Licht in den Finanzdschungel.
Das Praktikum brachte für Minh Thi Licht in den Finanzdschungel.
Art, Julian
Minh Thi Nguyen (15): In meiner Praktikumsstelle beim Finanzamt Eichstätt wird mir jeden Tageineandere Abteilung gezeigt. Ich durfte zum Beispiel Briefe richtig zuordnen oder Dokumente sortieren. Außerdem habe ich mit Klienten geredet und den Angestellten bei der Beratung zugehört. Meine Betreuer sind sehr nett und erklären nicht nur wichtige Dinge über die Arbeit im Finanzamt, sondern erzählen auch spannende Geschichten über den Arbeitsalltag. In meiner Zeit hier habe ich viel Neues erfahren, das mit Steuern zu tun hat. Ich arbeite von 8 bis 16 Uhr und habe zwischendurch drei Pausen. Die Arbeit im Finanzamt ist zwar sehr interessant, aber ein Job hier wäre nicht meine erste Wahl.
 

Gemeinden Organisieren macht viel Arbeit

 
In der Verwaltungsgemeinschaft Eichstätt lernte Benedikt, wie man Gemeinden organisiert.
Art
Benedikt Wittmann (15): Ich habe in meinem Praktikum sogar ein eigenes Büro - ich bin bei der Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinden Pollenfeld, Walting und Schernfeld in Eichstätt. Ich habe bemerkt, was es für einen enormen Aufwand macht, drei Gemeinden zu organisieren. Zu meinen Aufgaben gehörte, das Waltinger Gemeindeblatt abzutippen. Außerdem habe ich den Trausaal der VG Eichstätt dekoriert und Festlichkeiten in den Gemeinden eingetragen und registriert. Ich habe auch schon Bauanträge zugeordnet und die Post zwischen der Verwaltungsgemeinschaft und dem Landratsamt vermittelt. Während meines Praktikums habe ich viel gelernt und man hat mir unter anderem einige Begriffe erklärt, mit denen ich zuvor nichts anfangen konnte. Ich habe normale Arbeitszeiten von 8 bis 16 Uhr und dazwischen noch eine Mittagspause. Die VG Eichstätt habe ich als meinen Praktikumsplatz gewählt, weil ich neugierig war, wie die Abläufe dort sind. In der VG sind alle, auch die Bürgermeister der Gemeinden, sehr freundlich zueinander und alle sind "gleichwertig". Das heißt, dass es keinen Unterschied macht, ob man ein Praktikant ist oder eine leitende Person. Ich könnte mir durchaus vorstellen später in der Verwaltung zu arbeiten. Diese Art von Beruf sagt mir auf jeden Fall mehr zu als zum Beispiel körperliche Arbeit.
 

Neugierig auf kreative Aufgaben

 
Kreativ wollte Marcie in ihrem Praktikum arbeiten. Das konnte sie bei Magenta 4 und lernte nebenbei noch einiges über Computer.
Kreativ wollte Marcie in ihrem Praktikum arbeiten. Das konnte sie bei Magenta 4 und lernte nebenbei noch einiges über Computer.
Art, Julian
Marcie Janssen (14): Ich bin während meines Praktikums bei der Agentur für Kommunikation Magenta 4. Hier darf ich unter anderem Bilder freistellen, also sie am Computer auf eine bestimmte Weise ausschneiden, oder Plakate für ein Sonderangebot bei einem Golfgeschäft zurechtschneiden.
Ich suche auch Bilder für Internet-Websites aus und downloade sie. Bei diesem Praktikum habe ich schon viel gelernt, zum Beispiel, wie man mit dem Bildbearbeitungsprogramm Photoshop umgeht. Ich erfahre hier auch einiges Allgemeines über den Umgang mit Computern. Ich habe normale Arbeitszeiten von 8 bis 16 Uhr, kann mir aber selbst aussuchen, wann ich in die Mittagspause gehe. Ich habe mich bei Magenta 4 um ein Praktikum beworben, weil ich dachte, dass diese Art von Arbeit zu mir passt und weil ich gerne etwas Kreatives machen wollte. Außerdem war ich sehr neugierig, wie Design-Firmen und Agenturen arbeiten. Am besten gefällt mir hier, dass ich einen festen Arbeitsplatz an einem Schreibtisch habe und dass ich selbstständig mit einem Computer arbeiten kann. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich mir später in dieser Branche eine Stelle suchen will. Auf jeden Fall möchte ich etwas Kreatives machen. Zumindest ist diese Art von Job für mich nicht ausgeschlossen.
 

Viel Nützliches für einen handwerklich unbegabten

 
Sein handwerkliches Können hat Felix deutlich verbessert.
Sein handwerkliches Können hat Felix deutlich verbessert.
Art, Julian
Felix Henze (15): Ich bin eigentlich handwerklich recht unbegabt, habe aber in meinem Praktikum bei der SGD Pharma GmbH in Kipfenberg viel Nützliches gelernt, das ich später wieder brauchen kann, wie zum Beispiel Feilen, Bohren oder Metall schneiden.
Im Betrieb erledige ich unterschiedliche Hilfsaufgaben. Ich befestige beispielsweise Schrauben oder bohre Gewinde in Metallstücke. Am Dienstag hat die Firma eine neue Maschine bekommen und ich habe die alte Maschine zum Abtransport vorbereitet. Außerdem erledige ich typische aufgaben für Praktikanten, zum Beispiel zusammenkehren. Ich fange etwas früher mit der Arbeit an, also um 7 Uhr, höre dafür aber schon um 14.15 Uhr auf. Dazwischen habe ich zwei Pausen. Ich habe mich für ein Praktikum bei SGD Pharma entschieden, weil ich etwas in der Produktion machen und keinen langweiligen Bürojob haben wollte. Außerdem hat die Firma nicht weit von meinem Wohnort entfernt ihren Sitz und einer meiner Verwandten arbeitet ebenfalls dort. Also hat alles perfekt gepasst. Die Arbeit dort ist sehr entspannt und macht mir viel Spaß, obwohl ein handwerklicher Job natürlich immer anstrengend ist. Später will ich vermutlich nichts Handwerkliches machen. Trotzdem war diese Erfahrung als Praktikum sehr interessant.
 

Für ein paar Tage in der Polizei-Ausbildung dabei

 
Bei der Bepo beobachtete Maximilian die Polizeiausbildung.
Art
Maximilian Stadlbauer (14): Bei der Bepo darf ich dabei sein, wenn Azubis unterrichtet werden und ich darf auch bei den sportlichen Übungen mitmachen.
Mein Praktikum mache ich genauer gesagt in der zweiten Abteilung der Bereitschaftspolizei Eichstätt. Ich habe hier schon viel über das Recht allgemein gelernt und was Polizisten in bestimmten Situationen tun dürfen. Normalerweise fange ich um 7 Uhr mit dem Praktikum an und bin um 15.40 Uhr fertig. Ich wurde schon öfter gefragt, warum ich mein Praktikum nicht bei der Polizei mache. Der Grund dafür ist, dass ich schon einiges über den Alltag von Polizisten weiß und weil ich es spannender fand, mal bei der Ausbildung von Polizisten dabei zu sein. Da ich auch in der Schule an rechtlichen Themen sehr interessiert bin, war die Bepo der perfekte Praktikumsplatz für mich. Trotzdem bin ich mir noch nicht sicher, ob ich später einen polizeilichen Beruf ausüben will. Die Bepo wäre aber eine Möglichkeit und hier würde es mir gut gefallen. Außerdem finde ich das Wohnklima hier in den Gebäuden für die Auszubildenden sehr gut und alle wohnen sehr entspannt.
Julian Art
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