Dienstag, 16. Oktober 2018
Lade Login-Box.

Von Hofstetten nach Wemding: Eine der schönsten und längsten Tageswallfahrten Bayerns

57 Kilometer zu Fuß

Hofstetten
erstellt am 14.05.2018 um 17:58 Uhr
aktualisiert am 18.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hofstetten (EK) "Man kann es nur mit einem kurzen Satz beschreiben: Es war einfach schön." So umschrieb Anton Brandl bei seiner Schlussansprache vor über 70 Teilnehmern die traumhaften und bleibenden Eindrücke der Fußwallfahrt von Hofstetten nach Wemding.
Textgröße
Drucken
Bereits zum 26. Mal machten sich die Hofstettener Fußwallfahrer auf den fast 60 Kilometer langen Weg nach Wemding. Start war in aller Hergottsfrüh um vier Uhr.
Bereits zum 26. Mal machten sich die Hofstettener Fußwallfahrer auf den fast 60 Kilometer langen Weg nach Wemding. Start war in aller Hergottsfrüh um vier Uhr.
Foto: Pauleser
Hofstetten
Am vergangen Samstag, morgens um 4 Uhr war es wieder so weit. Zum 26. Mal machten sich Fußwallfahrer von der Mariensäule in Hofstetten auf den Weg ins 57 Kilometer entfernte Wemding. Kurz vor Pietenfeld, als die Dunkelheit gewichen ist und die ersten Vögel den nahenden Morgen ankündigten, versuchten es die ersten Sonnenstrahlen den starken und kühlen Rückenwind anzuwärmen. Am Eichstätter Fliegerberg vorbei erreichten die Fußwallfahrer nach 14 Kilometern die erste Etappe Wasserzell. Das Versorgungsteam unter der bewährten Organisation von Franz Lindner und Peter Heinrich hatte bereits Tische und Bänke aufgebaut und servierte Weißwürste, frische Brezen, Kaffee und Kuchen.

Nach der kurzen Pause ging es dann weiter durch das Rindertal und den Saupark über Konstein bis zu den Wielandshöfen. Ein kurzer Schluck, eine Banane oder ein Apfel, und weiter ging es über das Bäckertal nach Ensfeld. Das Pfarrhaus dort war heuer belegt, und so kümmerte sich die Haushälterin freundlicherweise um einen neuen Herbergsort, das Feuerwehrhaus. Es war ja Halbzeit nach rund 28 Kilometern, und für die Fußwallfahrer gab es quasi das Mittagessen, Kartoffel- und Nudelsuppe. Das eine oder andere Wehwehchen wurde mit bewährten Mitteln behandelt, und weiter ging es durch den Wald nach Rögling den Berg hoch. Und zum ersten Mal gab es kurz vor der Pause am Berg einen Schweigemarsch zum Nachdenken und Besinnen. Das gefürchtete lange Stück im freien Feld von Rögling nach Monheim konnte dank starken Rückenwindes und leichter Sonne betend und singend gemeistert werden - das hatten die langjährigen Wallfahrer schon ganz anderes in Erinnerung. Die Stadt Monheim als letzte Station war in Sicht, und nach deren Durchquerung waren die Pilger wieder zu Gast beim Bauern Franz Wagner auf dessen Hof. Hier sind die Hofstettener schon seit Jahren gern gesehen. Einige Wallfahrer haben die Kurzstrecke ab Monheim gewählt, und die Gruppe war mit nun über 70 Teilnehmern komplett.
In Wemding, wo man die letzten Kilometer über den "Trimm-Dich-Pfad" den Berg herabgegangen ist, ging es nun mit Fahne und Wallfahrerkreuz die letzten zwei Kilometer bis zur Wallfahrtsbasilika "Maria Brünnlein, zu unserer Lieben Frau von Wemding". Wallfahrtsrektor Norbert Traub nahm die Gruppe in Empfang und begleitete sie bis zur Kirche, wo eine Andacht gefeiert wurde.

Traub überreichte dann Urkunden an besonders treue Pilger: Konrad Brandl (25-malige Teilnahme und Mitorganisator), Doris Heindl, Elfriede Schermer, Rudi Burkhardt (jeweils zehnmalige Teilnahme), Peter Heinrich und Franz Lindner (jeweils 25-malige Teilnahme und Versorgungsteam).



Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!