Dienstag, 19. Juni 2018
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Beim Volksfestzug blickt man heuer in die große, weite Welt - Informationsabend für interessierte Vereine

Motto für den Volksfestzug: "Beilngrieser reisen gern"

Beilngries
erstellt am 14.06.2018 um 11:46 Uhr
aktualisiert am 18.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Beilngries (nur) Das Beilngrieser Volksfest wirft seine Schatten voraus. Zu den Höhepunkten zählt auch heuer der traditionelle Festzug. Er geht am Sonntag, 2. September, über die Bühne und steht unter dem Motto "Beilngrieser Reisen gern". Bei einem Treffen von Vertretern jener Gruppen und Vereine aus der Großgemeinde, die sich am Umzug beteiligen wollen, erläuterte Ideengeber und Organisator Alois Vieracker das Thema. Außerdem unterbreitete er Vorschläge für mögliche Beiträge.
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Von Moskau bis Paris: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn die Beilngrieser am 2. September zu ihrem diesjährigen Volksfestzug unter dem Motto ?Beilngrieser reisen gern? aufbrechen. Schon früher wagten die teilnehmenden Vereine gerne einen Blick in die weite Welt hinaus.
Von Moskau bis Paris: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn die Beilngrieser am 2. September zu ihrem diesjährigen Volksfestzug unter dem Motto "Beilngrieser reisen gern" aufbrechen. Schon früher wagten die teilnehmenden Vereine gerne einen Blick in die weite Welt hinaus.
Nusko (Archiv)
Beilngries
Zu Beginn seiner Ausführungen sagte Vieracker, das diesjährige Thema stamme eigentlich nicht von ihm, sondern sei auf eine Unterhaltung am Wirtshaustisch zurückzuführen. Dabei sei die Bemerkung, Beilngrieser würden gerne reisen, gefallen. Diese habe er aufgegriffen und zum Motto für den Volksfestzug 2018 erkoren. Vieracker betonte, das Thema beziehe sich selbstverständlich auf Bewohner der gesamten Großgemeinde. Seiner Auffassung nach biete diese Vorgabe allen Teilnehmern "die Möglichkeit, etwas daraus zu machen", denn: "Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt." So hätten virtuelle Kosmopoliten aus der Großgemeinde zum Beispiel die Möglichkeit, beim Festzug Urlaubsländer vorzustellen sowie attraktive Städte oder Abstecher zu besonderen Ereignissen zu thematisieren. Sogar Reisen zum Mond und zu anderen Planeten würden zum Thema passen, auch entsprechende Verkehrsmittel wie Flugzeuge oder Schiffe seien als Präsentationsobjekte denkbar, führte Vieracker ebenfalls aus.

Offensichtlich ist das Interesse potentieller Teilnehmer bereits geweckt. Wie zu erfahren war, lagen bereits vor der Zusammenkunft fünf Anmeldungen von Vereinen vor. Außerdem steht schon fest, dass mit der Feuerwehr Kevenhüll und der Landjugend Paulushofen erneut zwei Jubelvereine mit von der Partie sind. In diesem Zusammenhang appellierte Vieracker auch an die übrigen Vereine und Gruppen aus der Großgemeinde, die heuer ein Jubiläum feiern oder schon gefeiert haben, sich für eine Teilnahme am Festzug anzumelden.

Bleibt nur zu hoffen, das sich die Bewohner der Großgemeinde nicht ausgerechnet während des Volksfests an das Motto des diesjährigen Festzugs halten. Sie würden sicher etwas versäumen, denn laut Vieracker habe schon bei den Umzügen in den vergangenen Jahren gegolten, dass die Quantität zwar ausbaufähig, die Qualität aber sehr hoch sei. Bei einem kurzen Rückblick auf den Volksfestzug 2017 stellte der Organisator fest, es habe einige doch recht große Lücken zwischen einzelnen Gruppen gegeben. Dies wolle man heuer weitestgehend vermeiden.

Schon jetzt appellierte Vieracker an alle Zugteilnehmer, die mit einem Festwagen beteiligt sind, sich unbedingt an die Vorschriften der Stadt Beilngries sowie des Technischen Überwachungsvereins zu halten. Entsprechende Formulare gebe es in der Stadtverwaltung. Ferner betonte der Organisator, dass auf den einzelnen Festwagen der Genuss alkoholischer Getränke strikt verboten sei. Diese Vorgabe führe zwar immer wieder zu Unverständnis bei einigen Teilnehmern, aber: "Wenn etwas passiert und Alkohol ist im Spiel, dann ist der Teufel los." Nicht zuletzt appellierte Vieracker an die Teilnehmer, beim Festzug keinerlei kommerzielle Werbung zu betreiben und auch beleidigende oder politische Äußerungen zu unterlassen.

Bei der Versammlung blickte stellvertretender Bürgermeister Anton Grad (CSU) auch kurz auf das vergangene Volksfest in Beilngries zurück. Er sagte, bezüglich der Änderungen sowohl beim Festwirt als auch beim Festbier habe es viele positive Rückmeldungen gegeben. Der Festzug sei "wie alle Jahre eine Augenweide" gewesen und auch die erstmals ins Programm aufgenommene "Oide Wiesn" am zweiten Volksfestsonntag sei ein Ereignis gewesen, das man durchaus wiederholen könne.
 

Wer setzt sich die Krone auf?

 
Das Volksfest in Beilngries beginnt auch in diesem Jahr  mit der Wahl einer neuen Wiesnkönigin. Sie geht am Freitag, 31. August, über die Bühne. Nachdem das Interesse an diesem Amt zuletzt wenig ausgeprägt war, ist die Stadt Beilngries bestrebt, heuer wieder mehr als nur zwei Kandidatinnen auf die Bühne zu bringen. 
 
Diesbezüglich gab es von Angela Plankl, dem für das Volksfest zuständigen Mitglied der Stadtverwaltung, genauere Informationen. „Die Suche nach Bewerberinnen wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Wir müssen fast schon zittern, damit es mehr als eine wird“, sagte sie. Ihren Ausführungen zufolge sei es durchaus problematisch, wenn, wie zum Beispiel im vergangenen Jahr, zum einen die Siegerin, zum anderen aber auch die einzige Verliererin bei der Wahl verkündet werden müsse. Manche mögliche Bewerberin wäre wohl eher zu einer Kandidatur bereit, wenn sie zusammen mit mehreren Altersgenossinnen auf der Bühne stehen könnte. Deshalb hätten  sich die Verantwortlichen für das Volksfest Gedanken gemacht, wie man eine Kandidatur attraktiver gestalten könne, war zu erfahren. 
 
Das Ergebnis ist ein besonders attraktives Prämienpaket. Für jede der jungen Damen, die sich in diesem Jahr zur Wahl stellen, gibt es 100 Euro und außerdem ein kostenloses Fotoshooting. Die dabei entstandenen Bilder dürfen behalten werden. Natürlich können erneut auch alle Gruppen und Vereine in der Großgemeinde eine Bewerberin aus ihrer Mitte zur Wahl anmelden. In diesem Zusammenhang hob Plankl den Heimatverein Paulushofen hervor. Aus dessen Reihen stammt die amtierende Volksfestkönigin Gina Seitz. Laut Plankl hat Seitz vom Verein als Belohnung für ihre Kandidatur eine finanzielle Zuwendung zur Anschaffung ihrer „Dienstkleidung“ erhalten. Zudem  gibt es für die neue Festkönigin von der Stadt Beilngries eine Prämie von 400 Euro. Außerdem darf die Regentin 2018 insgesamt 30 Personen zu einer Führung durch die Brauerei Schattenhofer mit anschließender Brotzeit einladen. 
 
Wie Plankl ebenfalls sagte, seien die jeweiligen Königinnen am Ende ihrer Amtszeit erfahrungsgemäß sehr froh, sich zur Wahl gestellt zu haben. Schließlich hätten sie ein Jahr lang die Möglichkeit gehabt, attraktive Veranstaltungen, wie zum Beispiel die Grüne Woche in Berlin, zu besuchen. „Die Königinnen wollen diese Termine wahrnehmen, weil sie ihnen Spaß machen“, so Plankl ebenfalls. 
 
Um in diesem Jahr möglichst vielen jungen Damen für eine Kandidatur zu gewinnen, gibt es am kommenden Donnerstag eine Informationsveranstaltung zur Wahl der Volksfestkönigin 2018. Sie beginnt um 19 Uhr in der Bar Kaiserbeck. Dort berichten Gina Seitz sowie eine ihrer Vorgängerinnen über ihre Erlebnisse während der einjährigen Regentschaft. Zudem können Fragen zum Verlauf der Wahl gestellt werden. Dazu sind alle Interessentinnen, die am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sind, eingeladen. Sie dürfen gerne auch eine Begleitperson mitbringen. Die Zusammenkunft diene nur der Information; ein Besuch ziehe keinerlei Verpflichtung für eine Kandidatur bei der Wahl der diesjährigen Volksfestkönigin nach sich, betonte Plankl.  
 
Hans Nusko
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