Montag, 19. November 2018
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Einweihung des knapp 1,8 Kilometer langen Abschnitts zwischen Arnbuch und Kirchbuch

Kreisstraßenausbau in mehreren Etappen

Arnbuch
erstellt am 06.11.2018 um 18:22 Uhr
aktualisiert am 10.11.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Arnbuch/Kirchbuch (DK) Etwas schneller als ursprünglich gedacht ist der Kreisstraßenausbau zwischen Arnbuch und Kirchbuch über die Bühne gegangen. Gestern erfolgte am späten Nachmittag die feierliche Einweihung. Am Ziel ist der Landkreis mit der EI22 aber noch nicht. In weiteren Schritten sollen noch andere Abschnitte dieser Kreisstraße ausgebaut werden, unter anderem die Aschbucher Ortsdurchfahrt.
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Das symbolische Band ist durchschnitten: Am späten Nachmittag ist gestern die Einweihungsfeier des ausgebauten Kreisstraßenabschnittes zwischen Arnbuch und Kirchbuch über die Bühne gegangen.
Das symbolische Band ist durchschnitten: Am späten Nachmittag ist gestern die Einweihungsfeier des ausgebauten Kreisstraßenabschnittes zwischen Arnbuch und Kirchbuch über die Bühne gegangen.
F. Rieger
Arnbuch
Wenn alles nach Plan läuft, dann wird sich die Runde von Politikern, Mitarbeitern des Landratsamtes und Bauarbeitern noch einige weitere Male zu ähnlichen Anlässen auf dem Altmühlberg treffen. Gestern hatten sich die Ehrengäste gemeinsam mit Bürgern aus Kirchbuch und Arnbuch an der Ausfahrt des letztgenannten Ortes eingefunden, um die Bauarbeiten der vergangenen Wochen an der EI22 zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Ähnliche Anlässe soll es in den kommenden Jahren auch noch andernorts geben.

Seit Jahren wird auf dem Altmühlberg über Ausbauprojekte an besagter Kreisstraße gesprochen. Eine Maßnahme zwischen Oberemmendorf und Irfersdorf wurde bereits vor Längerem umgesetzt, im August fiel nun der Startschuss für die Verbindung zwischen Arnbuch und Kirchbuch. Zunächst hatte man erwartet, dass sich die Arbeiten bis Ende November hinziehen würden. Jetzt ging es erfreulicherweise aber doch etwas schneller.

Nicht nur deshalb zeigte sich Landrat Anton Knapp (CSU) bei seiner Ansprache gestern erfreut. Es sei immer schön, wenn Straßen, "die Menschen und Dörfer im wahrsten Sinne des Wortes verbinden", auf einen modernen Ausbaustand gebracht und dadurch deutlich sicherer würden. Dass es auf der Verbindungsstrecke zwischen Arnbuch und Kirchbuch Handlungsbedarf gab, stand für Knapp fest. Durch die Arbeiten habe man die bislang zu enge Fahrbahn verbreitert und auch noch die Schäden an der Asphaltdecke behoben. Dass dies alles sogar schneller als geplant über die Bühne gebracht werden konnte, sei sicher der guten Witterung, aber auch der ausführenden Firma Pusch Bau zu verdanken.

Die technischen Daten, die Knapp vortrug, waren durchaus imposant. Mehr als 20000 Tonnen an Erde, Asphalt und weiterem Material seien insgesamt bewegt worden. Die Gesamtkosten bezifferte der Landrat mit 964000 Euro. 445000 Euro habe der Freistaat Bayern als Zuschuss beigesteuert. Die gute Fördersituation mache es aktuell deutlich einfacher, entsprechende Maßnahmen umzusetzen.

Dass es mit dem Ausbau der EI22 nach diesem Bauabschnitt noch nicht getan sein soll, merkte Bürgermeister Alexander Anetsberger an, nachdem er sich in seinem Grußwort bei allen Beteiligten - allen voran dem Landkreis - bedankt hatte. Wie bereits berichtet, sollen in weiteren Schritten noch die Trasse von der großen Aschbucher Kreuzung bis durch den kompletten Ort, die Verbindung von Aschbuch nach Kirchbuch sowie die Strecke zwischen der Staatsstraße und Irfersdorf ausgebaut werden. Als Nächstes soll 2020 die Aschbucher Ortsdurchfahrt erledigt werden, so der Plan, den Anetsberger gestern noch einmal vortrug. Ihm sei durchaus bewusst, dass bis dahin nicht mehr so viel Zeit und noch einiges zu erledigen sei. Auch die Stadt habe noch eine Herausforderung zu bewältigen - nämlich die Verhandlungen mit den Grundbesitzern. Dabei werde es noch so manches Gespräch zu führen geben. Als Knackpunkt könnte sich erweisen, dass ein gewisser Ausbaustandard, beispielsweise in Sachen Straßenbreite und Gehweg, vorgeschrieben ist, damit der Landkreis Fördergelder erhalten kann. In Kevenhüll war der letzte Ausbauschritt an ebenjener Thematik gescheitert (wir berichteten). Anetsberger appellierte gestern an die Grundbesitzer, Landrat Knapp und auch an seine eigene Adresse, den Straßenausbau in Aschbuch voranzutreiben und an dem vorgestellten Zeitplan festzuhalten.

Außerdem teilte das Gemeindeoberhaupt mit, dass die Stadt im Zuge der abgeschlossenen Arbeiten gleich noch die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Kirchbuch und Bitz mitsaniert habe. Den nicht erledigten Abschnitt habe nicht Beilngries zu verantworten, betonte er. Die Nachbargemeinde habe sich nicht dazu durchringen können, das in ihrer Verantwortung befindliche Stück in einem Aufwasch mitzuerledigen.

Pfarrkurat Edward Kabba ging darauf ein, dass es eine wichtige Aufgabe des Staates sei, Straßenbauprojekte umzusetzen. Nicht zuletzt dafür würden Menschen Steuern zahlen. Er appellierte an die Verkehrsteilnehmer, den Willen Gottes durch eine sichere Fahrweise umzusetzen. Dann erbat Kabba den göttlichen Segen, ehe die Ehrengäste - "bewaffnet" mit Scheren - zur Tat schritten und das symbolische Band durchschnitten.
Fabian Rieger
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