Montag, 12. November 2018
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Bauausschuss diskutiert über die Verkehrssicherheit und segnet Maßnahmen an der Schule ab

"Erst muss ein tödlicher Unfall passieren"

Dietfurt
erstellt am 06.11.2018 um 17:50 Uhr
aktualisiert am 10.11.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Dietfurt (uke) Große bauliche Projekte hat der Bauausschuss des Dietfurter Stadtrats am Montagabend nicht zu beschließen gehabt. Er segnete mehrere Anträge für den Bau von Einfamilienhäusern ab. Außerdem fließt einiges Geld aus einem Förderprogramm in die Schule.
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Innerhalb von einer Stunde war der öffentliche Teil abgearbeitet, die Bauwilligen, die der Sitzung beiwohnten, verließen diese zufrieden, da alle vier eingereichten Vorhaben einstimmig genehmigt wurden.

Auch die Baywa erhielt das Plazet für die Anbringung von Werbeanlagen am Neubau des Baustoffhandels am westlichen Ortsrand von Dietfurt. Martin Schmid (CWU) wollte wissen, ob diese beleuchtet seien. "Nur zur Bahnhofstraße hin", erhielt er von Bürgermeisterin Carolin Braun (SPD) zur Antwort. Möglich seien zudem bis zu fünf Fahnenmasten, beantragt seien drei. Dies sei nur die Detailplanung, so Braun auf die Frage von Karl Böhm (FW), warum diese Werbeanlagen zu genehmigen seien, es sei doch längst alles festgelegt. Johannes Seelus (FW) meinte, der Abstand der Werbesäulen von 2,75 Metern zum Radweg sei eventuell zu gering, doch in die von ihm angeregte Diskussion wollte offenbar niemand einsteigen. Mit zwei Gegenstimmen wurden die Werbeanlagen abgesegnet.

Im Anschluss stellte Braun die im Rahmen des Kommunal-Investitionsprogramms Schulen (KIPS) geplanen Maßnahmen an der Mittelschule vor. Vier von sechs eingereichten Maßnahmen seien in das Programm aufgenommen worden, so Braun. Das bedeute eine Förderquote von bis zu 90 Prozent. Herausgefallen seien die Sanierung des Verkehrsübungsplatzes sowie der Tartanbahn mit Hartplatz. Dafür gebe es für die restlichen vier Vorhaben mit Kosten von 114831 Euro einen Zuschuss von 89900 Euro, der bereits fest zugesagt sei. Deshalb seien diese Maßnahmen auch schon ausgeschrieben worden.

Der Bauausschuss vergab den Auftrag zur Erneuerung des Bodenbelags im Handarbeitsraum an die Firma Bauer aus Seuversholz, die mit 4311 Euro das günstigste Angebot abgegeben hatte. Den Zuschlag für diverse Verputz- und Malerarbeiten erhielt der Betrieb von Josef Schön aus Töging für 7371 Euro. Die Erneuerung des Sonnenschutzes an einem Quergang aus Glas wurde an die Firma Weichselbaum aus Sulzbürg für 4940 Euro vergeben.

Den weitaus größten Anteil macht der Austausch von 46 Türen aus, die seit 1971 in Gebrauch sind. Der Austausch hätte eigentlich für rund 90000 Euro auch vergeben werden sollen. Doch Ilse Werner (CSU) stellte die Frage, ob einheimische Handwerksbetriebe ausreichend in die Ausschreibung einbezogen gewesen seien. Weil dies offenbar nicht der Fall war, soll das vor einer Vergabe nachgeholt werden.

Dann war man unter dem Tagesordnungspunkt Anfragen und Verschiedenes bei der Verkehrssicherheit. An der östlichen Ortszufahrt aus Fahrtrichtung Mühlbach hatte es in den vergangenen Monaten mehrfach gekracht. Braun informierte, dass eine Verkehrsschau mit dem für den Landkreis Neumarkt zuständigen Ansprechpartner Josef Gilch vom Straßenbauamt in Regensburg geplant sei. Auf jeden Fall, so Braun, sollte das Schild für die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Kilometer pro Stunde dort wieder aufgestellt werden, das einige Zeit dort stand.

"Ein Verkehrskreisel wäre besser", meinte Seelus. Im Grunde widersprach ihm da niemand, aber dass der Kreisel aus Kostengründen nicht so einfach durchzusetzen ist, war auch allen klar. "Die Kreuzung ist für einen Kreisel fast schon zu übersichtlich", meinte Braun. Martin Schmid wies auf die Stadt Parsberg hin, wo innerhalb weniger hundert Meter innerorts gleich zwei Verkehrskreisel gebaut worden seien. "Erst muss ein tödlicher Unfall passieren", war die Meinung des Gremiums. Erst dann passiere etwas. Das Problem sei eventuell im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz und dem Bau der Flutmulde östlich von Dietfurt anzugehen, meinte Werner. Das erschien auch den anderen Stadträten als gangbarer Weg.
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