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Die Arbeiten im Beilngrieser Friedhof stehen vor dem Abschluss - Kosten: 116.000 Euro

Urnenwände sind bald fertig

Beilngries
erstellt am 12.07.2018 um 12:52 Uhr
aktualisiert am 16.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Beilngries (DK) Die Arbeiten an den neuen Urnenwänden am Beilngrieser Friedhof sind weit fortgeschritten. Mitte August möchte man fertig sein, wie Vize-Bürgermeister Anton Grad (CSU) und Marco Prennig von der Bauabteilung bei einem Ortstermin mit unserer Zeitung berichten. Die fünf neuen Wände haben jeweils zwölf Nischen, von denen jede Platz für maximal zwei Urnen bietet.
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Mit dem Arbeitsfortschritt zufrieden sind Vize-Bürgermeister Anton Grad (rechts) und Marco Prennig von der städtischen Bauabteilung. Die neuen Urnenwände auf dem Beilngrieser Friedhofsollen in wenigen Wochen fertig sein.
Mit dem Arbeitsfortschritt zufrieden sind Vize-Bürgermeister Anton Grad (rechts) und Marco Prennig von der städtischen Bauabteilung. Die neuen Urnenwände auf dem Beilngrieser Friedhofsollen in wenigen Wochen fertig sein.
Fabian Rieger
Beilngries
Wenn es in lokalpolitischen Gremien landauf, landab derzeit um das Thema Friedhof geht, steht fast immer die Forderung nach alternativen Bestattungsformen - vorrangig Urnenwände - im Mittelpunkt. Beilngries ist da keine Ausnahme. Schon vor mehreren Jahren war die Nachfrage so groß, dass die Stadt eine solche Wand im örtlichen Friedhof errichtete. Außerdem gibt es Urnengräber. Da in den bestehenden Urnenwänden seit längerer Zeit alle Nischen belegt sind, kam im vergangenen Jahr die dringende Forderung nach weiteren Wänden auf. Aufmerksame Beobachter der Beilngrieser Stadtpolitik werden die monatelangen Debatten um diverse Details nicht vergessen haben (wir berichteten). Mitte November konnte man sich schließlich zu der Variante durchringen, die nun umgesetzt wird.

Fünf neue Urnenwände sollen künftig Platz für maximal 120 Urnen bieten. Prennig erläutert, wie sich diese Zahl zusammensetzt. Jede Wand hat zwölf Nischen, sechs auf jeder Seite. In jede dieser 60 Nischen können maximal zwei Urnen. "Es wird aber nicht so sein, dass zwei Fremde in die gleiche Kammer kommen", sagt der Mitarbeiter der Bauabteilung. Vielmehr könne eine Nische als eine Art Familiengrab gesehen werden, in das dann eben zwei Urnen passen.

Die Standortwahl sei gelungen, meint Vize-Bürgermeister Grad beim Ortstermin. Ein Teil der Debatten hatte sich darum gedreht, dass die fünf Wände den Geräteschuppen umgeben sollen, dessen Versetzung der Verwaltung und auch der Mehrheit der Stadträte zu teuer war. Somit stehen nun drei Wände auf der einen Seite, zwei auf der anderen - und der Schuppen dazwischen. Über Pflanzenbewuchs will man noch einen positiven optischen Effekt an den Übergangsstellen erreichen, so Prennig. Mit dieser Aufgabe wird ein Landschaftsgärtner betraut, der auch noch einige Anpflanzungen vornehmen wird. Außerdem werden noch die Dolomitplatten angebracht. Das alles soll bis spätestens Mitte August über die Bühne gehen, wie Prennig berichtet.

Hinsichtlich der Kosten bewege man sich in dem Rahmen, der bereits im November im Stadtrat vorgestellt worden war. Bei 116000 Euro Gesamtkosten werde man sich wohl einpendeln, lässt der Mitarbeiter der städtischen Bauabteilung wissen. Böse finanzielle Überraschungen seien ausgeblieben.

Mit Abschluss der Arbeiten kann dann auch die bestehende Warteliste für bereits verstorbene Personen aufgelöst werden. Nach Auskunft von Grad umfasst diese Liste aktuell vier Anfragen. Zu den Konditionen teilt der Vize-Bürgermeister Folgendes mit: Die Gebühr für eine Nische liegt bei 14 Euro pro Jahr, die Ruhefrist beträgt 15 Jahre. Grabschmuck ist auf und vor den Wänden nicht erlaubt.

Dass der Bedarf an Möglichkeiten für die Urnenbestattung weiter groß sein wird, steht für Grad fest. Er werde beispielsweise regelmäßig von älteren Mitbürgern auf dieses Thema angesprochen. Auch in den Ortsteilen steigt die Nachfrage. In Kevenhüll gibt es seit rund zwei Jahren bereits eine Urnenwand. Ab 2019 soll jährlich ein weiterer Dorffriedhof (in städtischer Trägerschaft) folgen, so ein Grundsatzbeschluss, den die Mitglieder des Beilngrieser Bauausschusses vor knapp vier Monaten gefasst haben. Dabei hat sich die Stadt aber nicht auf eine Ausführungsform festgelegt. Auf mehrheitsfähigen Vorschlag von Helmut Schloderer (BL/FW) hin hatte man sich damals auf die Formulierung "verschiedene Formen der Urnenbestattung" geeinigt.
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